„Malen – schreiben – laufen für CO2penhagen“

Aktionsbriefmarke zur UN-Klimakonferenz Kopenhagen 2009
 
Die ersten Schritte der Greenpeace-Meerjungfrauen vor dem Start der CO2penhagen-Tour - hier beim Hessentags-Festzug 2009 in Langenselbold - (C) Andreas Varnhorn/Greenpeace

Greenpeace mobilisiert auf „3 Tage Marburg“ für die UN-Klimakonferenz

Unter dem Motto „durch den Wald nach CO2penhagen“ mobilisiert das Marburger Projekt „Greenpeace Urwaldpostamt“ bereits seit April bundesweit auf Stadtfesten und Festivals die Bevölkerung für Klima- und Urwaldschutz. Vom 10. bis 12. Juli macht die CO2penhagen-Tour auch in Marburg auf dem Stadtfest „3 Tage Marburg“ Station. Anlässlich der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen informieren Mitglieder der Grenpeace Gruppe Marburg dort im Schloßpark über die Zusammenhänge von Urwaldpolitik, Konsumverhalten und Klimawandel. Über drei Tage können dort kleine hölzerne Greenpeace-Meerjungfrauen bemalt und ein Urwaldschutz-Appell an die Bundeskanzlerin gerichtet werden. Angela Merkel wird über die Briefaktion aufgefordert, sich bereits jetzt persönlich für die Schaffung eines internationalen Urwaldfonds zur Finanzierung von Waldschutzmaßnahmen zu engagieren. Bereits im letzten Jahr appellierten über das Greenpeace Urwaldposamt über 5.000 Menschen an die Kanzlerin – aber eine Antwort fehlt bis heute.

„Damit die Stimmen aus der Bevölkerung auch ganz bestimmt auf der Klimakonferenz ankommen, starten wir Ehrenamtlichen aus Marburg im September zusätzlich einen dreimonatigen Info- und Protestmarsch von knapp 2.000 Kilometern vom Bodensee über Marburg bis nach Kopenhagen. Auch die hier beim Stadtfest bemalten Meerjungfrauen werden uns auf dieser Tour begleiten.“ so Achim Gresser, Sprecher des Greenpeace Urwaldpostamtes.

Urwaldschutz ist nicht nur Artenschutz, sondern auch Klimaschutz. Ein Fünftel der weltweit freigesetzten Treibhausgase stammt aus Urwaldzerstörung. Nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen verlieren so ihre Lebensgrundlage in den Urwaldregionen. Auch die Menschen in den Industrieländern müssen mit dem Klimawandel die Konsequenzen der Urwaldzerstörung tragen. 80 Prozent der ursprünglichen Urwälder sind bereits vernichtet. Der Raubbau heizt das Klima weiter an.

„Der „ökologische Fußabdruck“ für Deutschland ist entsprechend groß. Unser Konsumverhalten liegt weit über dem, was die Erde den Menschen an Ressourcen für Ernährung, Mobilität, Wohnen und Energie zur Verfügung stellen kann. Neben dem eigenen Verhalten, z.B. Verwendung von Recyclingprodukten, Reduzierung des Fleischkonsums und Wechsel zu Ökostrom, ist es längst an der Zeit auch politisch Rahmenbedingungen zu schaffen, die es uns ermöglichen auf ein global verträgliches Maß zu kommen. Unsere Regierung aber kurbelt stattdessen z.B. durch die Festlegung der Beimengungsquote von Agrosprit bei Kraftstoffen weiterhin Urwaldzerstörung in Indonesien, Argentinien und Brasilien an,“ so Kerstin Emmel, Pressesprecherin der Greenpeace Gruppe Marburg.

Im Dezember 2009 wird Deutschland bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen eine tragende Rolle übernehmen. Spätestens dort müssen die Regierungen der Erde ein effektives Rettungspaket für Urwald- und Klimaschutz beschliessen. So muss bis 2015 die Urwaldzerstörung am Amazonas, im Kongo-Becken und in Indonesien gestoppt werden. Greenpeace fordert, dass die Entwicklungsländer von den Industrienationen ausreichend Geld für erneuerbare Energien, Anpassung an den Klimawandel und Urwaldschutz erhalten. Der deutsche Anteil muss 7 Mrd. Euro jährlich betragen. Auch müssen die Industrieländer bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent reduzieren.

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8 Kommentare zum Beitrag
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OP FanSofa aus Marburg am 04.07.2009 um 22:25 Uhr  
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Helmut W. Fanck aus Hannover-Mitte am 05.07.2009 um 02:42 Uhr  
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