"LET IT ponGO" mit Greenpeace und State Radio
US-Band ruft mit Greenpeace zum Schutz der Heimat der Orang-Utans auf
Stündlich werden in Indonesien 300 Fußballfelder an Urwald vernichtet. Die steigende Nachfrage nach Palmöl vernichtet die Heimat der Orang-Utans (Pongo) und trägt zu deren Aussterben bei. Am Samstag, den 15. Mai, machte
die US-Band State Radio in Marburg Station - auch 15 ihrer Fans waren angereist -, um gemeinsam mit Greenpeace zum Schutz der Urwälder Indonesiens in Aktion zu treten. Seit Mai unterstützt State Radio bei den Konzerten ihrer Europa-Tournee die Kampagne "LET IT ponGO" im Rahmen der im April gestarteten 5monatigen Tour "Palmöl - dicker als Blut, Frau Merkel?" des ehrenamtlichen Projektes Greenpeace Urwaldpostamt. Adressat der aktuellen Briefaktion ist neben Kanzlerin Merkel auch die staatlich geförderte DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
"State Radio hat nicht nur auf der Bühne von "Radio-Unerhört Marburg" den Urwäldern Indonesiens musikalisch eine Plattform geboten. Chad Stokes, Chuck Fay und Mike Najarian und ihre Fans schufen gemeinsam mit uns zwei große (2x2m/ 2x3m) Indonesien-Banner für weitere Aktionsaufrufe in Deutschland und den USA.
Auch wählte die Band die ersten Motive der eingereichten Entwürfe des bis 30. Juni verlängerten Buttoncontests "LET IT ponGO" aus, die wir jetzt pressen und bei Aktivitäten zum Schutz der Orang-Utans verteilen werden," so Thomais Anastasiades vom Greenpeace Urwaldpostamt. "Wir freuen uns auch weiterhin über die Zusendung weiterer Entwürfe. Sogar der erste Entwurf aus Indonesien hat uns jetzt erreicht. Infos und Anleitung zum Mitmachen gibt es unter www.urwaldpostamt.de/buttoncontest."
Die Zerstörung der Urwälder hat Indonesien bereits zum drittgrößten CO2-Emittenten der Welt gemacht. Die KfW-Tochter DEG hat der indonesischen Firmengruppe Sinar Mas Kredite in Höhe von 42 Millionen Dollar gewährt, wovon 32 Millionen noch offen sind. Sinar Mas ist der größte Palmölproduzent in Indonesien. Der Konzern missachtet internationale Standards und indonesisches Recht und hat weitere Expansionspläne in 1,3 Millionen Hektar unberührte Urwaldgebiete. Greenpeace drängt auf eine vorzeitige Rückzahlung des Darlehens und fordert von Bundeskanzlerin Merkel, sich bei der indonesischen Regierung für ein sofortiges Moratorium auf die weitere Umwandlung von Torfwäldern in Ölpalmen- und Akazienplantagen einzusetzen.
"Die ersten über das Greenpeace Urwaldpostamt gesammelten Protest-Briefe übergaben wir bereits Bundestagsabgeordneten der Fraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen. Sie werden sich in Berlin persönlich um eine konkrete Antwort der Kanzlerin bemühen," so Achim Gresser, Sprecher des Greenpeace Urwaldpostamtes. "Inzwischen warten weit über 10.000 Menschen nach persönlicher Anfrage zu Klima- und Urwaldschutz auf Antwort von Kanzlerin Merkel. Deutschland darf weder Kredite an Urwaldzerstörer vergeben, noch durch unverantwortliche Maßnahmen wie die Biokraftstoffquote die Vernichtung der Urwälder in Indonesien unterstützen. Dieser klimapolitische Unsinn muss sofort gestoppt werden."
Bei den Aktivitäten des Urwaldpostamt auf den nächsten Stadtfesten (Hessentag, 3 Tage Marburg) und Festivals (Southside, Open Flair, Burg Herzberg, Area4) können Besucher neben dem Schreiben von Protestbriefen auch kleine hölzerne Orang-Utans bemalen. Auch die von State Radio ausgewählten Buttons werden dort kostenlos ausgegeben. Nähere Infos und kompletter Tourplan unter www.urwaldpostamt.de.



Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .