Ist Schäuble ein schlechter Mensch-ärgere-dich-nicht-Spieler...?

Ist Schäuble ein schlechter Mensch-ärgere-dich-nicht-Spieler...? (Foto: (c) Gerd Altmann / www.pixelio.de)

23.11.2008

Ist Schäuble ein schlechter Mensch-ärgere-dich-nicht-Spieler...?

Kennen Sie das? Sie sitzen mit Freunden gemütlich abends zusammen und spielen in fröhlicher Runde, so richtig schön harmonisch, Mensch-ärgere-dich-nicht. Während des Spieles, soeben noch auf der Gewinnerseite, ändert sich die Glückssträhne von, nennen wir ihn, Wolfgang.

Wolfgang findet das Spiel auf einmal nicht mehr demokratisch genug und sinnt darüber nach, wie man es, zu seinen Gunsten?, verbessern könnte. Sollte man nicht die Regeln so ändern, dass, wenn zum Beispiel, einer (er) bereits schon mehr als die Hälfte seiner Figuren im sicheren Hafen hat, der letzte Umfaller nicht negativ gewertet werden kann?

Die anderen Mitspieler sind überhaupt nicht begeistert von Wolfgangs Gedankengängen. Philipp aus Niedersachsen bringt es anschließend nach heftiger Diskussion und verpatztem Abend auf den Punkt: Er habe es noch nie erlebt, dass man während eines Spiels, das man nicht mehr gewinnen kann, versuche, die Spielregeln zu ändern.

Doch Wolfgang dachte so bei sich, ist eben nur ein Spiel, versuchen kann man's doch...

Zufällig ist Wolfgang, der Spielverderber vom Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, auch noch ein ganz wichtiger Mann im öffentlichen Leben, so ein richtiger Minister, der Bundesinnenminister. Und dieser dachte sich wohl am darauffolgenden Tag: Demokratie hin - Demokratie her - Mal sehen ob's heute klappt.

Flugs brachte er darauf hin folgenden Vorschlag ein:

Auszug aus FAZ.NET vom 21.11.2008:

Schäuble will Abstimmungsregeln ändern

Bundesinnenminister Schäuble (CDU) hat angesichts des bevorstehenden Scheiterns des BKA-Gesetzes im Bundesrat vorgeschlagen, dort den Abstimmungsmodus zu verändern. In Zukunft sollten nur noch die Ja- und Nein-Stimmen gegenübergestellt und Enthaltungen nicht mehr als Nein gewertet werden. Schäuble verwies auf die zunehmende Zahl von Koalitionsregierungen in den Ländern. Gibt es dort keine Einigung, muss sich das Land nach den Koalitionsabsprachen im Bundesrat enthalten.


Sie können sich vorstellen, dass die anderen Mitspieler auch von diesem Vorschlag überhaupt nicht begeistert sind.

Obwohl nicht jeder ein Änhänger der Partei "Die Grünen" und deren Politikerin Künast ist, muss man dieser doch neidlos eingestehen, heute hat sie es auf den Punkt gebracht: Dieser Minister hat entweder die Demokratie nicht verstanden, oder er will sie abschaffen.













Link zur FAZ.NET:
http://www.faz.net


Bildnachweis:
Gerd Altmann / www.pixelio.de

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Maria Schenk aus Schrobenhausen am 23.11.2008 um 12:02 Uhr  
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Hartmut Stümpfel aus Sarstedt am 23.11.2008 um 12:26 Uhr  
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