Integration statt Diskriminierung
Integration statt Diskriminierung
„Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ Mit den Opfern von
Sexualstraftaten haben wir Mitleid, Gott sei Dank. Und wenn sie morgen selbst zu Tätern
werden, verweigern wir Ihnen unser Mitleid und fürchten uns vor Ihnen.
Doch der Mensch braucht Integration und Reintegration statt Diskriminierung. „ Auch ich
verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr.“
Kann man denn leben mit der Angst, wer mir begegnet, wird mich ablehnen, verletzen oder
sogar töten? Es ist unmöglich zu leben, ohne zu vergeben, ohne auf Rache zu verzichten, ohne
Freiheit, ohne Liebe.
Ich bin gegen die Hetze gegenüber den Sexualstraftätern, den meistens ehemaligen Opfern von
Gewalt. Wer war oder ist verantwortlich für den damals unterlassenen Opferschutz? Wer hat
seine Hilfe damals angeboten, hingeschaut, hingehört?
Als Christen müssen wir schon gar nicht moralisieren oder Angst verbreiten oder mit den Wölfen
heulen, sondern uns auszeichnen durch die Ehrfurcht gegenüber jeder Person.
(Menschenwürde) Wir, das heißt jeder hat die Aufgabe und die Pflicht zu integrieren und gegen
die Angst, Vertrauen wagen. Denn alles im Leben basiert auf Vertrauen, es gibt keine Alternative.
Und für mich gibt es einen Grund zu Vertrauen, denn ich glaube an die absolute Liebe und
entscheide mich dafür trotz negativer Erfahrungen. Das befreit.
Und niemand muss sich manipulieren oder instrumentalisieren lassen durch das Böse:
Ungerechtigkeit, Lynchjustiz, Gewalt, Missbrauch oder durch die Begierde: Abhängigkeit,
Unfreiheit. Jeder kann sich doch jederzeit für das Gute entscheiden und umkehren, das heißt
sein Denken ändern für eine bessere Zukunft: Denn die Liebe hat Vertrauen in mich.
Zitate aus „Jesus und die Ehebrecherin“ Joh.8,1-11


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