Grün welkt bei Solarenergie

DIE LINKE Marburg-Biedenkopf wird auf Mitgliederversammlung Konsequenzen eines sofortigen Atomausstiegs diskutieren. Öffentlichkeit soll auch über Positionen der parteipolitischen Mitbewerber, insbesondere der Grünen, aufgeklärt werden. Rundbrief des SFV als Beleg.


(Marburg 25.5.11) Der Kreisverband DIE LINKE Marburg-Biedenkopf wird auf der nächsten Mitgliederversammlung am 15. Juni das Thema „Atomausstieg – sofort und unumkehrbar“ auf die Tagesordnung setzen. Im Mittelpunkt der Diskussion werden die „Sieben Schritte zum sofortigen und unumkehrbaren Atomausstieg“ (Langfassung hier und Kurzfassung hier ansehen) stehen, die von der Bundestagsfraktion DIE LINKE erarbeitet wurden.

Außerdem werden die Mitglieder darüber diskutieren, wie einer breiten Öffentlichkeit die Widersprüche der parteipolitischen Mitbewerber in Sachen „Atomausstieg“ und „Vollversorgung mit erneuerbaren Energien“ vermittelt werden können. Insbesondere bei der Partei „Die Grünen“ sind in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart, eklatante Widersprüche zwischen dem, was sie reden und dem was sie tun, deutlich erkennbar.

Als Beleg können die folgenden Zeilen dienen:

Der Solarförderverein Deutschland (SFV) greift in seinem neuesten Rundbrief in die Debatte über den Atomausstieg ein. Der SFV stellt fest, dass die öffentliche Diskussion zur Frage des Atomausstiegs darunter leide, dass alle im Bundestag vertretenen Parteien den Atomausstieg forderten und dadurch in diesem Punkt ununterscheidbar würden. Auch bei der Frage, wie die Erneuerbaren Energien gefördert werden sollen, gäbe es nur noch graduelle Unterschiede. Mit der rühmlichen Ausnahme der Partei DIE LINKE, die sich seit Jahren kompromisslos für den beschleunigen Solar- und Windausbau und gegen fossile Energien einsetzt.

Die Grünen, die sich vehement für einen raschen Atomausstieg und gegen fossile Energien äußern, verließen sich auf eine "Roadmap", die von dem als konservativ bekannten Institut Roland Berger für den Bundesverband Solarwirtschaft erstellt worden sei. Dieser Roadmap folgend wollen die Grünen das Wachstum der Solarenergie von 7,4 Gigawatt Neuinstallationen im Vorjahr (2010) auf 5 Gigawatt in den kommenden Jahren reduzieren.

Hans-Josef Fell führe in einem Schreiben an den SFV vom 19.04.11 wörtlich aus: "Ob wir unser aktuelles jährliches Ausbauziel für die nächsten Jahre in Höhe von 5 GW im Jahr anheben, wird u.a. davon abhängen, wie sich die Speichersituation in Deutschland entwickelt und wie schnell die Netze dadurch entlastet werden können."

Der SFV stellt hierzu die rhetorische Frage, ob der Ausbau der Solarenergie auf den Speicherbau warten solle und fährt fort, dass dazu nicht der geringste Anlass bestünde.

Erstens gäbe es nur in Süddeutschland an einigen wenigen Stellen auf dem flachen Land kurzzeitige Solarüberschüsse. Im übrigen Deutschland und insbesondere in den meisten großen Städten jedoch würde jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom sofort verbraucht. An das Speichern von "Solarstromüberschüssen" sei dort noch lange nicht zu denken. Dort bestünde auch keine Notwendigkeit, die Netze zu "entlasten".

Und zweitens lohne sich der Speicherausbau überhaupt erst dann, wenn es regelmäßig reichliche Solarüberschüsse gibt, mit denen man die Speicherpreiswert befüllen könne.

Weitere Infos zum Thema Netzsicherheit finden sich hier.

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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 25.05.2011 um 22:57 Uhr  
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