Die ökonomische Situation in Europa ist dramatisch. Doch entgegen der weit verbreiteten Anscicht sind nicht die Südeuropäer die Hauptverantwortlichen des Debakels, sondern die Bundesregierung und ihre grandios falsche Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Depression ahoi - Kreditvergabe in Europa bricht extrem ein
Die Kreditnachfrage der europäischen Unternehmen sank im ersten Quartal 2012 um 30 Prozent. Die Kreditnachfrage der Verbraucher sank um 26 Prozent, die Kreditnachfrage der Häuslebauer gar um 43 Prozent. Wer es nicht glaubt: Hier die Horrorzahlen der EZB (leider nur in englisch)
Wer sich jetzt als in Ökonomiefragen typischerweise bildungsferner Deutscher freut, dass nun die bösen Schulden verschwinden, der hat sich leider zu früh gefreut. Schulden verschwinden nicht, weil keine Kredite nachgefragt werden. Auf diese Weise verschwindet nur das Geld (Zahlungsmittel/Liquidität) um die Schulden zu tilgen.
Eine Mega-Pleitewelle und eine explodierende Staatsverschuldung ist in Europa unterwegs! Wir bekommen jetzt die Quittung für die ökonomische Bildungsferne von Volk und Führung - es ist die kollektive Dummheit der Deutschen in Globalsatzfragen, welche Europa an den Abgrund bringt. Der monetäte Analphabetismus der Deutschen, vieler Ökonomen, von Merkel und Co und Heerscharen von ahnungslosen Nachrichtenmoderatoren und Journalisten der schreibenden Zunft. Erst haben Sie die Verschuldung der Anderen via Exportüberschüsse bejubelt - wir sind Exportweltmeister! -und dann eine Politik gemacht, welche das Bezahlen der Schulden völlig unmöglich macht. Avanti Dilettanti!
Politisch gesehen gibt es genug Bildungsferne, besonders in Deutschland, besonders unter den Akademikern, aber ich bezweifele, dass es Merkel mit ihren Beratern und Strippenzieher ist. Die wissen genau was sie tun und zwar mit voller Absicht. Die fahren Deutschland und ganz Europa gegen die Wand. Das schlimmste Beispiel ist der ESM. Wenn der unterschrieben wurde, dann haben wir zu zahlen, zu zahlen, zu zahlen, zu zah.... Das ist dann so als hätten wir an alle Mitgliedsländer einen Blancoscheck ausgestellt, die den jederzeit in beliebiger Höhe, so oft sie wollen und in alle Ewigkeit einlösen können. Nur so drastisch erzählen uns Merkel und Schäuble das natürlich nicht, weil dann keiner mehr für die Sicherheit der beiden garantieren könnte.
> "Wer sich jetzt als in Ökonomiefragen typischerweise bildungsferner Deutscher freut, dass nun die bösen Schulden verschwinden, der hat sich leider zu früh gefreut. Schulden verschwinden nicht, weil keine Kredite nachgefragt werden. Auf diese Weise verschwindet nur das Geld (Zahlungsmittel/Liquidität) um die Schulden zu tilgen."
Es verschwinden ja auch keine Schulden, nur weil man keine zusätzlichen macht. Aber es kommen auch keine zusätzlichen - was im Prinzip erfreulich ist.
Merkel und Co wissen nicht, was sie tun. Sie gehen davon aus, dass mit Sparen (Ausgabenkürzungen) Schulden abgebaut werden können. Das ist auch Konsens im allergrößten Teil der Bevölkerung.
Leider ist diese - dem Alltagsverstand naheliegende - Annahme für eine Volkswirtschaft als Ganzes falsch. Eine Volkswirtyschaft als Ganzes kann Schulden (=Verbindlichkeiten) nur dann abbauen, wenn im Gleichen Maße Geldvermögen abgebaut wird.
In einer Volkswirtschaft ist die Summe aus Geldvermögen und Verbindlichkeiten gleich Null (von außenwirtschaftlichen Beiträgen einmal abgesehen). Wenn die Schulden nicht mehr wachsen sollen, dürfen die Geldvermögen auch nicht mehr wachsen. Wenn die Schulden sinken sollen, müssen die Geldvermögen sinken. So einfach ist das. Und gleichzeitig offensichtlich so schwer zu begreifen.
@Andreas Es verschwinden ja auch keine Schulden, nur weil man keine zusätzlichen macht. Aber es kommen auch keine zusätzlichen - was im Prinzip erfreulich ist.
Leider falsch, ganz falsch. In unserer Ökonomie brauchen alle Menschen Zahlungsmittel (Geld) um überleben zu können. Wo kommen diese Zahlungsmittel her? Diese Zahlungsmittel werden durch Kreditvergabe (!) der Geschäftsbanken in Umlauf gebracht. Keine Kredite, heißt keine Zahlungsmittel, heißt : Volkswirtschaft hat fertig.
> "Leider falsch, ganz falsch. In unserer Ökonomie brauchen alle Menschen Zahlungsmittel (Geld) um überleben zu können. Wo kommen diese Zahlungsmittel her? Diese Zahlungsmittel werden durch Kreditvergabe (!) der Geschäftsbanken in Umlauf gebracht. Keine Kredite, heißt keine Zahlungsmittel, heißt : Volkswirtschaft hat fertig."
Da oben wurden Verbraucher, Unternehmen und Häuslebauer erwähnt. Wenn die weniger auf Pump leben, ist das erstmal ok und hat auch mit "Zahlungsmittel" nichts zu tun. Es kommt auch drauf an, weshalb so agiert wird - der Häuslebauer könnte zu wenig Zuversicht haben oder aber schon ein Haus haben und seine Kohle lieber in den Konsum stecken. Der Verbraucher ist vielleicht zu arm für Ratenzahlungen - oder er hat genug und braucht den Konsum nicht bzw. zahlt gleich alles. Usw.
Keine Schulden zu haben, ist jedenfalls erstmal gut, allein schon wegen der Zinsen.
I.Ü. ist Sparen ein Weglegen der Mittel für später. Worum es bei den Kommunen geht, sind eher Reduzierungen der Ausgaben/Kosten - und da ist es sinnvoll, unnützen Kram auch mal auszusortieren, selbst wenn man die Gesamt ausgaben nicht reduzieren will.
"In einer Volkswirtschaft ist die Summe aus Geldvermögen und Verbindlichkeiten gleich Null"
Wenn schon solche Sprüche, dann bitte richtig: in einer >geschlossenen< Volkswirtschaft ist die Summe aus Geldvermögen und Verbindlichkeiten gleich Null"! Nur, eine geschlossene Volkswirtschaft ist etwas, was nur theoretisch existiert - von irgendwelchen isolierten Urwaldstämmen einmal abgesehen.
"Schulden verschwinden nicht, weil keine Kredite nachgefragt werden. Auf diese Weise verschwindet nur das Geld um die Schulden zu tilgen."
Mit anderen Worten soll ich meine Schulden durch die Aufnahme neuer Kredite tilgen. Das ist genau das, weswegen jedes Schneeballsystem irgendwann platzt. (Mit den Einlagen neuer Mitglieder weden die Ansprüche der anderen gezahlt!) Und wie lange das in deinem Haushalt gut geht, kannst du leicht ausprobieren. Stichwort Privatinsolvenz.
"...ökonomische Bildungsferne von Volk..."
Du sagst es.
Sehr empfehlenswert ein Vortrag von Manfred Kleine-Hartlage in Ffm zum Thema "Neue Weltordnung" Da fragt man sich, wie passt das zueinander? Hörpflicht!
Wer sich das mit Verstand angehört hat, weiß warum ich behaupte, dass Merkel & Co. genau wissen, was sie tun. 3/4Stunde aufbringen, um Zusammenhänge zu verstehen und auch was uns in Zukunft noch blüht!
Schuldenfalle hat nicht ohne Grund den Namen. Unter Bush wurden die Häuslebauer in die Überschuldung getrieben und am Ende wurde daraus eine Weltwirtschaftskrise. Der Schuldner ist immer in der Abhängigkeit des Gläubigers. Diese Macht wird eiskalt ausgenutzt, egal ob es die Weltbank, der IWF oder die EZB ist. Da werden Forderungen aufgestellt, die die Schuldner nicht mehr leisten können. So wie es mit Griechenland gemacht wurde und wird. Erst in die Schulden treiben, damit man die Schuldner später in der Hand hat.
Wer das verstehen will sollte sich dann doch die 45 Minuten gönnen.
> "Schuldenfalle hat nicht ohne Grund den Namen. Unter Bush wurden die Häuslebauer in die Überschuldung getrieben und am Ende wurde daraus eine Weltwirtschaftskrise."
Keiner wurde da in irgendwas getrieben, sondern seine eigene Gier hat ihn angetrieben und ihn unüberlegt Geld- und Immobiliengeschäfte machen lassen. Plus Dummheit und Unfähigkeit zu rechnen (was man aber häufig unter Bau-/Kaufwilligen findet).
@lothar hofmann
a) Auch sie verehrter Lothar Hofmann unterliegen der Versuchung Parallelen zwischen einem Privathaushalt und einer Volkswirtschaft zu ziehen. Das ist vordergründig verständlich, aber dennoch falsch.
b) Die Summe aus Geldvermögen und Verbindlichkeiten ist weltweit gesehen Null. Zumindest so lange keine ökonomischen Beziehungen zu Marsmenschen oder dem Mann im Mond bestehen.
c) Es geht nicht darum, dass Sie oder ich als Privatperson die Schulden durch neue Kredite prolongieren. Es geht darum, dass wachsende Geldvermögen entweder durch wachsende Verbindlichkeiten kompensiert werden, oder - falls dies nicht geschieht - die Wirtschaft zusammenbricht.
Das grundlegende Problem in einer entwickelten Volkswirtschaft sind die wachsenden Geldguthaben. Diese erzwingen wachsende Verbindlichkeiten.
Diese einfachen Zusammenhänge können jederzeit in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bei den Finanzierungssalden (Seite 23) der Deutschen Bundesbank nachgelesen werden. Das soll kein Verein sein, der "Sprüche" macht oder linker Verirrungen verdüächtigt wird.
Die privaten Einnahmeüberschüsse und damit das Wachstum der privaten Geldvermögen sind 2010 in Summe auf 212 Mrd. € gestiegen – dies ist ein Wachstum um über 10 % gegenüber 2009 (192 Mrd. €). Die privaten Körperschaften (GmbHs, AGs) haben ein starkes Wachstum beim Geldsparen und liegen jetzt bei 33 Mrd. € Einnahmeüberschüssen.
Die deutsche Privatwirtschaft spart also per Saldo selbst kräftig Geld und braucht keinerlei Ersparnisse Dritter – Sie braucht per Saldo (Staats) Schuldner für ihre eigenen Geldsparpläne! Die 212 Mrd.€ sind die Summe aus ca. 149 Mrd.€ Einnahmeüberschüsse von Privat und Einzelfirmen, ca. 33Mrd.€ der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und ca. 30Mrd.€ der finanziellen Kapitalgesellschaften(Banken/Versicherungen).
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse
deutsches Staatsschuldenwachstum 2010 = 212Mrd.€ Finanzierungssaldo der Privatsektoren abzgl. 130Mrd.€ Exportüberschüsse
deutsches Staatsschuldenwachstum 2010 = 82Mrd.€ . Quod erat demonstrandum-
ich bin nur ein armer Rentner aber nicht blöd.
Hier sind tolle Kommentare geschrieben worden aber wo wirken sie?
Wir müssen uns immer wieder fragen wem nutzt diese Entwicklung?
Doch nicht den europäischen Völkern, letztlich auch uns nicht.
Das kapitalische Wirtschaftssystem der Neoliberalismus dient immer nur den
Mächtigen. Die "Dummen" sind immer nur wir; DIE ARBEITENDEN:
Aber warum hört niemand auf uns?
Warum bekommen die Arbeiter bei Opel, die Frauen von Schlecker die schlecht bezahlten Menschen in den prekären Arbeitsverhältnissen nicht endlich den Mut auf die Barrikaden zu gehen.
Merkel hat wohl für einige wenige den Weg geebnet Reich und Reicher zu werden,aber das die Völker dabei kaputtgespart werden will sie nicht sehen?
Sie weis genau was sie tut, für wen sie diese Politik macht.
Es geht nur um den erhalt dieses kapitalistischen Systems, sonst kommen
Kommunisten, Sozialisten und ihre Gefolgschaften an die Macht, und die bauen dann wieder eine Mauer und gründen eine neue DDR.
Dieser tagtägliche wirkende Antikommunismus ist in Deutschland leider zu groß.
Deshalb sind die Menschen für soziale Reformen bzw Umgestaltungen,
z.B. Verstaatlichung von Banken, ein dringendes Muss und bei der Commerzbank ja eigentlich schon fast vollzogen, so ängtstlich, dahinter stehen doch die Bösen Kommunisten.
Ich will mich hier auten, ich bin einer, seit meiner Jugendzeit, und ich bin Stolz darauf, denn nur wir, damit meine ich alle hier versammelten Kommentatoren, sind notwendig jedem Mitmenschen wo auch immer zu sagen was in Europa wirklich passiert.
Und das es um unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel geht.
Und wenn wir die Merkel und Co´s nicht stoppen, sieht die nicht gut aus.
Eins ist klar, wir brauchen Kapital in vielen Bereichen-
zahlen aber müssen es die Reichen!
> "Dieser tagtägliche wirkende Antikommunismus ist in Deutschland leider zu groß."
Was wohl auch daran liegt, dass man im letzten Jahrhundert zwischen 33 und 89 von zwei fiesen Sozi-Regimen beherrscht wurde und davon erstmal die Schnauze voll hat. Neben Adolf gabs auch noch Stalin, Mao, Castro & Co.
Planwirtschaft ist auch überall in die Hose gegangen.
Übrigens klingt das "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" von Marx nett. Sowas könnte man z.B. mit einem bedingungslosen Grundeinkommen realisieren - doch dagegen sind ja selbst die Linken und wenn selbst die das ablehnen und von einem Recht auf Arbeit faseln, muss man eben Angst haben, dass der linke Zug immer noch in ähnliche Richtungen fährt, wie in der Vergangenheit.
Ich war übrigens auch mal links. Inzwischen bin ich eher (sozial)liberal, denn ohne Freiheit geht nix.
Handbuch der Euro-Rettung Schluss mit der Depression! In seinem neuen Buch „Vergesst die Krise!“ liest der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman den politischen Eliten die Leviten.
Tag um Tag trägt er in seinem Blog in der „New York Times“ seine Argumente vor, Woche für Woche erklärt er in seiner Kolumne, warum die Krisenlösungsstrategien der amerikanischen Regierung, vor allem aber der europäischen Eliten ins Desaster führen müssen: Paul Krugman, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2008.
Verallgemeinertes Sparen mitten in einer Wirtschaftskrise führt nur weiter ins Loch einer langandauernden Depression, ist mit millionenfachen menschlichem Leid verbunden, und wird auch noch an dem selbstgesteckten Ziel, nämlich der Haushaltskonsolidierung scheitern, weil die Schrumpfung der Wirtschaftsleistung Steuerausfälle nach sich zieht, so dass die Schulden noch drückender werden.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Ja, aber um in schlechten Zeiten weitermachen oder gar reinbuttern zu können, muss man in guten Zeiten die Ausgaben senken und ansparen.
Weitermachen oder reinbuttern können, das sind Begriffe, die sehr unpräzise sind. Wer soll was weitermachen? Was soll wo reingebuttert werden?
Das Krisenmanagement der Bundesregierung sieht etwa so aus: Analyse: Vor allem die südeuropäischen Staaten haben über ihre Verhältnisse gelebt, deshalb haben sie übermäßig Kredite aufgenommen. Lösung: Die Regierungen der südeuropäischen Staaten kürzen so lange die Staatsausgaben, bis die Einnahmen und Ausgaben wieder in etwa gleich groß sind und das kumulierte Staatsdefizit dauerhaft sinkt.
So weit so falsch und so schlecht.
Zunächst einmal folgende Frage: Ist die Feststellung richtig, dass die Verhaltensweise eines einzelnen Wirtschaftssubjektes nicht auf eine gesamte Volkswirtschaft übertragen werden kann?
Ich behaupte ja. Ein einzelnes Wirtschaftssubjekt kann zum Beispiel auf Dauer Einnahmeüberschüsse (mehr kaufen als verkaufen) erzielen. Selbst eine ganze Gruppe von Wirtschaftssubjekten kann dies tun. Aber: Eine Volkswirtschaft als Ganzes kann das nicht. (Wobei jetzt bitte nicht der Einwand kommen sollte, das gelte nur für geschlossene Volkswirtschaften und wir hätten ja keine geschlossene Volkswirtschaft - im Weltmaßstab haben wir eine geschlossene Volkswirtschaft. Von ökonomischen Beziehungen zum Mann im Mond oder den Marsmenschen ist mir nichts bekannt.)
Warum kann eine Volkswirtschaft als Ganzes keine Einnahmeüberschüsse erzielen? Weil jede Einnahme eines Wirtschaftssubjektes gleichzeitig eine Ausgabe eines anderen Wirtschaftssubjektes ist und umgekehrt. Das ist zwar trivial. Wird aber häufig vergessen. Somit ist der Saldo gleich Null.
Wenn jetzt bei den Wirtschaftssubjekten "Südeuropäische Länder" Defizite - also Schulden - entstanden sind, dann sind in derselben Höhe irgendwo anders Guthaben in derselben Höhe entstanden. Die Frage ist jetzt, wie kann dieser Saldo ausgeglichen werden? Und vor allem, wer sind eigentlich die Gläubiger?
Hat sich eigentlich hier in diesem Forum schon irgendjemand einmal die Frage gestellt, wo eigentlich die vielen Millionen von Euro in den Lebensversicherungen, Riesterrenten oder sonstigen Sparplänen angelegt sind? Wo dieses Geld angeblich arbeitet? Und was das Geld arbeitet?
Da sind wir bei dem eigentlichen Kernthema, das ich ein wenig weiter oben bereits angerissen habe: 2010 haben die bundesdeutschen Haushalte und Unternehmen 212 Mrd Euro gespart, also mehr eingenommen als ausgegeben. Aber wir haben ja gesehen, dass jede Einnahme gleichzeitig eine Ausgabe ist. Wer sind also diejenigen, die mehr ausgegen haben? Das Ausland und der bundesdeutsche Staat.
So lange die Bundesdeutschen in demselben Ausmaß weitersparen, so lange werden wir die Krise nicht los. Erst wenn begriffen wird, dass wir keine Finanz- oder Schuldenkrise sondern eine "Guthabenkrise" haben, erst dann wird es möglich sein, rationale Lösungen für das ökonomische Problem zu finden. Gelingt dies nicht gilt:
Satz 1: Sparen ermöglicht Kreditvergabe (Verschuldung)
Satz 2: Sparen erzwingt Kreditvergabe (Verschuldung)
Satz 3: Satz 1 ist nach einem Krieg Satz 2 ist vor einem Krieg
Wolfgang Stützel hat über trivialarithmetrische Zusammenhänge in der Volkswirtschaft ein Buch geschrieben: Volkswirtschaftliche-Saldenmechanik. Lohnt sich zu lesen. Dann wird auch klar, weshalb eine schwäbische Hausfrau Bürgermeisterin in Schilda ist.
> "Weitermachen oder reinbuttern können, das sind Begriffe, die sehr unpräzise sind. Wer soll was weitermachen? Was soll wo reingebuttert werden?"
Banales Beispiel: Wenn man in schlechten Zeiten keine Krippen schließen will, muss man in guten Zeiten abschöpfen und Polster anlegen, um die Kosten in den schlechten Zeiten zahlen zu können.
> "Wenn jetzt bei den Wirtschaftssubjekten "Südeuropäische Länder" Defizite - also Schulden - entstanden sind, dann sind in derselben Höhe irgendwo anders Guthaben in derselben Höhe entstanden."
Nö. Wenn X von seinen 1000 Euro dem Y 500 leiht, hat X ja nicht plötzlich 500 mehr, weil bei ihm "Guthaben in derselben Höhe entsteht".
Und zahlt Y das einfach wieder zurück, hat sich gar nichts geändert. Allenfalls Zins spielt eine Rolle.
> "Hat sich eigentlich hier in diesem Forum schon irgendjemand einmal die Frage gestellt, wo eigentlich die vielen Millionen von Euro in den Lebensversicherungen, Riesterrenten oder sonstigen Sparplänen angelegt sind? Wo dieses Geld angeblich arbeitet? Und was das Geld arbeitet?"
Das möchten die Menschen nicht wissen, dass ihre Kohle ggf. durch etwas vermehrt wird, gegen das sie sonst vielleicht sogar demonstrieren würden (Krieg, Kinderarbeit, Sklaverei, Umwelt- und Menschenvergiftung, etc.)
"Wenn jetzt ... Schulden - entstanden sind, dann sind in derselben Höhe irgendwo anders Guthaben in derselben Höhe entstanden."
Eben nicht.
Ich habe 10.000€. Kaufe dafür ein Auto. Dann hat der Händler 10.000€ und ich ein Auto im selben Wert.
Ich habe keine 10.000€. Kaufe aber ein Auto im selben Wert. Der Händler hat jetzt 11.000€ (Zinsen!") und ich habe ein Auto für 10.000€ und Schulden über 11.000€. Mit anderen Worten: ich habe jetzt 1.000€ Schulden und der Händler 1.000 mehr als vorher - wenn wir den Autotausch gegen Geld abzehen.). Wenn ich jetzt, um die Wirtschaft anzukurbeln, meiner Frau auch ein Auto kaufe, also nochmal 11.000€ leihe, hat der Händler 2.000 mehr und ich 2.000 Schulden.
Der Händler sagt, er habe Wachstum. Ich sage: Bald bin ich pleite...
Das möchten die Menschen nicht wissen, dass ihre Kohle ggf. durch etwas vermehrt wird, gegen das sie sonst vielleicht sogar demonstrieren würden (Krieg, Kinderarbeit, Sklaverei, Umwelt- und Menschenvergiftung, etc.)
Die Kohle wird nicht vermehrt, zumindest nicht der Wert. Vermehrt wird die Kohle durch Geld drucken, ohne dass eine Leistung dahinter steht.
Dass Riesterspargelder in Streubomben investiert werden, interessiert die Sparer sehr wohl. Nur wird ihnen das bewusst verheimlicht, damit sie ihre Spargelder nicht abziehen.
Die wirklich schlimmen Spekulanten sind nicht die Privatanleger, nein es sind die Banken, Versicherungen und Großkonzerne und ganze Staaten.
Die privaten Sparer sollen gezielt am Aktienmarkt ihr sauer verdientes Geld anlegen, damit die eben Aufgeführten durch gezielt herbei gerufenen Schwankungen ihre Ersparnisse an o.g. verlieren. Das passierte mit den Rentengeldern in Südamerika, genauso wie in England. Aber jetzt kommen wir vom eigentlichen Thema ab.
Das Beispiel "Wenn X von... " hinkt. Wenn X von seinen 1000 Euro dem Y 500 Euro leiht, dann hat X immer noch 1000 Euro. 500 Euro bar und 500 Euro in Forderungsrechten. Y muss mehr arbeiten, bzw. erwirtschaften um dieses geliehene Geld zurück zu zahlen, weil Zinsen anfallen. Geld muss immer eine Gegenleistung haben, sonst bricht das ganze wirtschaftsystem zusammen. Und das droht jetzt zusammen zu brechen.
Lothar schreibt: "Wenn jetzt ... Schulden - entstanden sind, dann sind in derselben Höhe irgendwo anders Guthaben in derselben Höhe entstanden."
Eben nicht.
Ich habe 10.000€. Kaufe dafür ein Auto. Dann hat der Händler 10.000€ und ich ein Auto im selben Wert.
Ich habe keine 10.000€. Kaufe aber ein Auto im selben Wert. Der Händler hat jetzt 11.000€ (Zinsen!") und ich habe ein Auto für 10.000€ und Schulden über 11.000€. Mit anderen Worten: ich habe jetzt 1.000€ Schulden und der Händler 1.000 mehr als vorher - wenn wir den Autotausch gegen Geld abzehen.). Wenn ich jetzt, um die Wirtschaft anzukurbeln, meiner Frau auch ein Auto kaufe, also nochmal 11.000€ leihe, hat der Händler 2.000 mehr und ich 2.000 Schulden.
Der Händler sagt, er habe Wachstum. Ich sage: Bald bin ich pleite...
Grundsätzliche Vorbemerkungen:
Es besteht ein Unterschied zwischen "Kauf" und "Bezahlung"
"Kauf" ist ein Geldvermögensphänomen und "Bezahlung" ein Zahlungsmittelphänomen.
Wenn ein Wirtschafter etwas verkauft, entsteht eine Forderung an einen Käufer.
Beispiel:
A verkauft an B zu 100,
A legt eine Rechnung zu 100 an B
Die Forderung zu 100 an B ist jetzt das gestiegene Geldvermögen von A. Das Geldvermögen von B ist um exakt diese 100 gefallen, denn er hat ja eine zusätzliche Verbindlichkeit zu 100. Da kein Kauf ohne Verkauf möglich ist, ist die Summe der beteiligten Geldvermögen immer Null: Die positiven Geldvermögen der einen sind die negativen Geldvermögen (Schulden) der anderen.
Dies hat mit dem Zahlungsmittelsystem zunächst einmal gar nichts zu tun, sondern ist ein realwirtschaftlicher Kauf/Verkauf-Vorgang. Dies sei allen "Geldreformern" ins Stammbuch geschrieben, die das Geldvermögensphänomen der Verschuldung durch eine Zahlungsmittelreform völlig aus dem Wirtschaftssystem entfernen wollen.
Ein positives Geldvermögen eines Wirtschafters ist immer ein Überschuss seiner Verkäufe (Einkommen) über seine Käufe (Ausgaben):
Ein negatives Geldvermögen von Wirtschaftern, auch Verschuldung genannt, ist immer ein Überschuss der Käufe (Ausgaben) über die Verkäufe (Einkommen):
Verschuldung = Kaufüberschuss/Ausgabeüberschuss
Das Geldvermögen der Wirtschafter ändert sich also durch realwirtschaftliche Vorgänge und nicht durch Vorgänge in einer Bank.
Bezahlung ist ein geldvermögensneutraler Vorgang: Nun zahlt B seine Rechnung an A mit Zahlungsmitteln zu 100. Dieser Vorgang ist geldvermögensneutral. Zwar sinken die Zahlungsmittelbestände bei B, so wie diese bei A steigen. Gleichzeitig sinken aber die Verbindlichkeiten von B so wie die Forderungen von A.
Natürlich gibt es Rückwirkungen zwischen Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen. So wird die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln und Kredit das Eingehen von Kaufüberschüsse beeinflussen. Nur besteht kein mathematisch strenger Zusammenhang zwischen den Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen.
Nun zu dem "Fall Lothar Hofmann":
Ausgangslage:
Vor dem Beginn aller Transaktionen hat Lothar als Geldvermögen 10 000 Euro. Keine weiteren Forderungen und keine weiteren Verbindlichkeiten.
Der Autohändler hat kein Geldvermögen sondern nur zwei Autos im Wert von jeweils10 000 Euro. Keine weiteren Forderungen und keine weiteren Verbindlichkeiten. (Die Zinsen lassen wir weg, weil sie nichts zu unserem eigentlichen Problem beitragen)
Geldvermögen des gesamten Systems: 10 000 Euro
Transaktion 1:L.H kauft ein Auto
Betrachten wir zunächst das Geldvermögen von Lothar Hofmann. Der Zahlungsmittelbestand bleibt bei 10 000 Euro. Er hat eine Verbindlichkeit in Höhe von 10 000 Euro und eine Auto. Sein Geldvermögen ist um 10 000 Euro gefallen.
Der Autohändler hat nun eine Forderung von 10 000 Euro, sein Geldvermögen ist um 10 000 Euro gestiegen. Das Geldvermögen des gesamten System ist konstant geblieben.
Wenn jetzt Lothar Hofmann bezahlt, ändert sich nichts am Geldvermögen. Zwar nimmt bei Lothar Hofmann der Zahlungsmittelbestand ab, aber dafür verschwindet auch seine Verbindlichkeit. Sein Geldvermögen hat sich nicht verändert.
Spiegelbildlich das Verhältnis beim Autohändler. Dort wächst der Zahlungsmittelbestand um 10 000 Euro an, dafür ist seine Forderung getilgt. Sein Geldvermögen, die Summe aus Zahlungsmittelbestand plus Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten ist gleich geblieben.
Transaktion 2: L.H. kauft ein weiteres Auto.
Wieder dasselbe Spiel. Das Geldvermögen von L.H. sinkt um weitere 10 000 Euro. Er hat jetzt Schulden in Höhe von 10000 Euro. Das Geldvermögen des Autohändlers steigt um 10000 Euro an.
Die Summe Geldvermögen im System selbst bleibt weiterhin 10 000 Euro. (-10000 Hofmann, +20000 Autohändler ergibt +10 000 als Summe)
Bei Hofmann sind Schulden entstanden, beim Autohändler Guthaben in derselben Höhe.
Wss zu zeigen war.
Das Ganze kann auch noch en detail mit Barzahlung oder Überweisung durchgeführt werden. Es ändert sich am Prinzip nichts. Das Wachstum von Geldvermögen geht zwingend mit dem Wachstum von Verbindlichkeiten (Schulden) einher. Die Frage ist nur: Wer verschuldet sich. Und wenn in der Bundesrepublik die privaten Haushalte und die Unternehmen "Einnahmenüberschüsse" erzielen, bleiben nur der Staat und das Ausland. Mehr auf den Blog-Seiten von Global Change 2009
@Lothar Hofmann Moooment! Bisher wurde die Aussage bestritten, dass einer Verschuldung in gleicher Höhe ein Geldvermögen gegenüberszehen müsse. Erst wenn dies erkannt wird, können auch Lösungen gefunden werden.
Ich bestreite ja nicht, dass die Zinszahlungen ein riesiges Problem darstellen. Aber wenn ich dieses Problem lösen will, muss ich in irgendeiner Weise dafür sorgen, dass die Geldvermögen weltweit verkleinert werden. Nur dann besteht die Aussicht, die Zinszahlungen auf Dauer zu verringern.
Und die Geldvermögen können auf verschiedene Weise verkleinert werden. Erstens könnte es einen globalen, unkontrollierten Zusammenbruch des Finanzsystems geben. Dann wäre das Problem "Geldvermögen" gelöst. Es gäbe keins mehr. Die sozialen, ökonomischen und politischen Folgen eines solchen Zusammenbruchs will ich mir allerdings lieber nicht ausmalen.
Andere Möglichkeiten: Lastenausgleich und Zwangsanleihen. Oder Vermögensabgabe auf große Geldvermögen, höhere Vermögens- und Erbschaftssteuern. Abkehr von kapitalgedeckten Vorsorgesystemen, Rückkehr zu umlagefinanzierten Systemen. Abbau der Geldvermögen durch Investitionen zum Beispiel in Anlagen zur dezentralen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen.
Möglichkeiten gibt es also viele. Nur die Möglichkeit, die Frau Merkel - auch weite Teile von SPD und Grünen - praktizieren will, in den öffentlichen Haushalten "zu sparen" und mit "Schuldenbremsen" in Verfassungen zu arbeiten: Diese Möglichkeit wird nicht funktionieren. Dieser Weg führt in Deflation und Depression. Herr Brüning lässt grüßen.
So oder so bleibe ich bei meiner Aussage (siehe erste beiden Kommentare) bzw. Ansicht zu Schulden. Jeder Bürger und jede Kommune sollte es sich xmal überlegen, bevor auf Pump gelebt wird.
@Andreas
Es geht mir nicht darum, jedermann oder jederfrau oder jeder Kommune ein Ausgabenprogramm auf Teufel komm raus zu empfehlen. Darum geht es nicht.
Es geht darum zu erkennen, dass unser Geld, unsere Zahlungsmittel - egal ob Bargeld oder Giralgeld - nichts anderes als zirkulierende, verbriefte Schuldscheine sind (hoffentlich mit guten Sicherheiten versehen). Und dass Geldvermögen in gleichem Umfang Verbindlichkeiten (Schulden) bedingen.
Weil das so ist, sind eben manche ökonomischen Rezepte untauglich. Manche gemeingefährlich. Wenn zum Beispiel klar wäre, dass Geldvermögen als Gegenposition zwingend eine Verbindlichkeit in derselben Höhe erfordern, wäre es schwierig einer Mehrheit der Bevölkerung die Idee zu verkaufen, die Rente von einem Umlagesystem auf ein "kapitalgedecktes" System umzustellen. Vor allem wenn klar wäre, dass das Riestergeld in Spanien, Portugal oder Italien "arbeitet".
Der Mehrheit der Bevölkerung wurde die Idee verkauft. Riesterverträge sind der Renner bei der Assekuranz. Cui bono? fragt der Lateiner. Wem nutzt es?
Dasselbe mit den "Schuldenbremsen". Zuerst wurden die Staatsfinanzen durch eine Steuersenkungsorgie ohne gleichen ruiniert, um anschließend zu beklagen dass "kein Geld da sei", die Staatsverschuldung rasant ansteigt und dann werden Schuldenbremsen in die Verfassungen geschrieben, die letztendlich lediglich Ausgabenkürzungen im Bildungs- und Sozialbereich begründen sollen.
Gehts noch dreister? Hätten wir im Jahre 2012 dieselben Steuergesetze wie unter Helmut Kohl 1996, brauchten wir uns um staatliche Defizite wenig Gedanken zu machen. Zu Gunsten vor allem der Großunternehmen, der Reichen und Superreichen wurden die Steuergesetze geändert. Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) haben nach Lafontaines Rücktritt als Finanzminister damit richtig angefangen. Es gibt keinerlei ernsthaften Anzeichen dafür, dass die SPD diese Fehler korrigieren wird. Steinbrück und Steinmeier waren die Architekten der Agenda 2010 im Hintergrund. Aber die Bundesdeutschen vergessen offensichtlich schnell.
So bleibt nur mit Bert Brecht zu konstatieren: Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber!
> "So bleibt nur mit Bert Brecht zu konstatieren: Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber!"
;-)
Mit dem Rest magst du recht haben... aber es gibt eben auch die Ausgabenseite - und da muss man eben ständig prüfen, ob manche Ausgaben sein müssen - und besonders, wenn man mangels Einnahmen Schulden machen müsste.
Allerdings gewöhnt man sich schnell an die Geschenke... mag sie nicht hergeben... und knurrt als Wähler jede Partei an, die es wagt, Geschenke auch nur überdenken zu wollen ;)
„Scherz“ der Momberger „Inquisitoren“ schwer daneben
„Ist Deine Alte Dir zu teuer, kommt sie bei uns aufs Scheiterfeuer“. Unter diesem Motto stand die „scherzhaft“ gemeinte inquisitorische Verbrennung von Ehefrauen auf dem Scheiterhaufen im Rahmen des Momberger Kirmeszuges (Bericht der OP). Der „Scherz“ der Momberger „Inquisitoren“ ist allerdings schwer daneben.
Denn handelt es sich nicht um einen Spaß, auch nicht um...
Gegner von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Marburg beschwören vor allem eine Verschandelung der Landschaft durch "Windkraftmoster". Die Stadt Marburg hat daher die Firma Enveco GmbH beauftragt, eine Visualisierung von möglichen Anlagen auf den Lahnbergen vorzunehmen. Diese Visualisierung wurde gestern im Umweltausschuss vorgestellt. Sei können sich diese Visualisierung auf der Homepage der Marburger Linken selbst...
Trotz Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg (StVV) wollte oder konnte der Magistrat den umstrittenen Gedenkstein an "heldenhafte Taten" zu Kaisers Zeiten in Bortshausen nicht abbauen lassen. Die Hessische Landesregierung und der Regierungspräsident in Gießen bereiten dem Spuk ein Ende und stellen unmissverständlich fest: Der Stein muss weg.
Sah es zunächst danach aus, dass weder ein Beschluss der...
Frankfurt am Main: Rossmarkt | Fraktion vor Ort
DIE LINKE im Bundestag
Freitag, 31. Mai 2013
Fraktion vor Ort
Blockupy Frankfurt
Protest gegen Bankenmacht und europaweiten Sozialkahlschlag
Auch in diesem Jahr werden Zehntausende am 31. Mai und 1. Juni im Bankenviertel von Frankfurt am Main protestieren. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag wird wieder vor Ort sein und lädt alle Interessierten am Freitag, 31. Mai 2013, zu einer...
Trügerische Ruhe
Die neuen Zahlen der Agentur für Arbeit sollen belegen, dass Deutschland weiterhin „gut durch die Krise kommt“ und Angela Merkel als „Krisenkanzlerin“ im Herbst bei der Bundestagswahl als Siegerin vom Platz geht. Doch die Ruhe ist trügerisch. Zum einen sind die Zahlen bei weitem nicht so gut, wie die Statistiker behaupten. Zum anderen wirkt die europäische Rezession auch auf Deutschland hemmend.
Sabine...
Marburg: firmaneiplatz | Krisenbündnis Marburg
Demo-Aufruf 09.02.13
15 Uhr Firmaneiplatz/CNMS, Marburg
Wir sind sehr Wütend - Und das nicht ohne Grund!
Die Auswirkungen des europäischen Krisenmanagements in Griechenland, Spanien, Portugal, Malta und Zypern werden von Tag zu Tag schwerwiegender. Gesundheitssysteme brechen zusammen, ArbeitnehmerInnen- und Gewerkschaftsrechte werden eingeschränkt, Renten und Löhne gekürzt, Bildung privatisiert....