Waschbärenmütter auf bestialische Art und Weise geschlachtet

Erschlagen, ausgeweidet, zerlegt: Zu was „Menschen“ fähig sind. Die Jungen dieser auf einem Privatgrundstück in Sickendorf geschlachteten Waschbärin konnten trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Sie dürften inzwischen jämmerlich verhungert sein.
 
Halali! Wenigstens ließen die Häscher den Kadaver unversehrt. Zurück blieben fünf halbverhungerte Waschbärenbabys.
Ein beispielloser Akt von unfassbarer Brutalität. In einem privaten Park in Sickendorf/Lauterbach (Vogelsbergkreis) sind am Osterwochenende zwei Waschbärinnen von unbekannten Tätern nach einem entsetzlichen Martyrium geschlachtet worden. Die Muttertiere hatten gegen ihre Verfolger keine Chance und wurden «auf bestialische Art und Weise» getötet, wie die Polizei berichtete. Die Jungen des ersten Muttertiers, in irgendeiner Höhle einer der zahlreichen dort stehenden Bäume verborgen, dürften nach spätestens drei Tagen jämmerlich verhungert sein. (Und es gibt leider Menschen, viele Menschen, die das sogar begrüßen). Im zweiten Fall gelang es den Besitzern des Grundstücks, das Nest ausfindig zu machen. Die fünf wenige Tage alten Waschbärenbabys fanden bei ihnen Aufnahme und werden zunächst mit der Spritze und dann mit der Flasche aufgezogen. Wenn alles gut geht, überleben die verwaisten Tierbabys. Doch ihr Schicksal ist ungewiss. Später einmal in die Freiheit entlassen, könnte ihnen ähnliches drohen wie ihrer leiblichen Mutter.

In vielen Regionen schein es sogenannte Naturschützer zu geben, bei denen die nicht abreißenden Aufrufe der Jagdverbände, die Waschbären auszurotten oder zumindest noch viel stärker zu bejagen, Wirkung zeigen. Begründung: Es seien Fremdlinge sind und sie würden die Artenvielfalt der Natur bedrohen. Bei der intensiven Verfolgung dieser Spezies kommen vor allem Fallen zum Einsatz, in denen sich die gefangenen Tiere beim Versuch, sich zu befreien, oft erhebliche Verletzungen zuziehen. Bei vielen Menschen fällt die aus irrationalen Urängsten gespeiste Saat des Hasses gegen diese einzigartigen Geschöpfe auf fruchtbar-mörderischen Boden.

Die Eigentümer des weitläufigen Anwesens in Sickendorf, zu dem auch ein Teich gehört, dulden die Anwesenheit der schwarz-weißen Kleinbären seit Jahren nicht nur, sondern freuen sie sich auch über ihre regelmäßigen Besuche. Und vor allem auch darüber, dass sich diese Wildtiere hier so wohl und sicher fühlen, ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Die horrenden Bilder, die sich dem tierliebenden Ehepaar am Samstag vor Ostern und am darauffolgenden Tag boten, haben ein Weltbild zerstört. An das Gute in allen Menschen mag man nicht mehr so recht glauben.

Erschlagen, ausgeweidet, in Teile zerlegt

Aufgrund der Spuren lässt sich folgendes rekonstruieren: Die Waschbärenmuttertiere wurden zunächst mit und in sogenannten Gitterfallen gefangen, wie aus den Verletzungen der Tiere zu ersehen war. Eine der Waschbärinnen trug beim panisch-verzweifelten Versuch, sich zu befreien, tiefe Verletzungen an den Vorderpfoten davon. Sie wurde in Folge von ihren Peinigern mit einem Knüppel (oder Hammer) erschlagen und anschließend mit einem Messer ausgeweidet und förmlich in Streifen geschnitten. Ein großer Teil des Körpers fehlt. Nicht ausgeschlossen, dass das Fleisch im Bräter landete. So etwas soll es ja auch geben. Geschmorter Waschbär mit Preiselbeeren ist für manche Menschen tatsächlich eine Delikatesse. Entsprechende Rezepte findet man in den einschlägigen Jägerforen. Aber bei der Vorstellung allein dreht sich normalen Menschen der Magen um.

Fünf halb verhungerte Waschbärenbabys

Das zweite Opfer war unverkennbar auch mit einer Gitterfalle festgesetzt worden. Danach konnte die Waschbärin ihren Häschern offenbar zunächst entkommen. Sie flüchtete unter einen bestimmten Baum, wo sie dann aber von ihren Verfolgern mittels einer Latte, in deren vorderem Teil ein langer Nagel steckte, brutal erschlagen wurde. Das tapfere Tier hatte auch in Todesgefahr seine Mutterinstinkte nicht unterdrücken können und sich vor der finalen Attacke der Verfolger vermutlich deshalb an diese Stelle geschleppt, um ihre Jungen, die es gerade dort zurückgelassen hatte, zu schützen bzw. zu verteidigen. Deshalb durchsuchten die Grundstückseigentümer gezielt jenen Baum, an dessen Fuß das Muttertier massakriert worden war. Sie waren überglücklich, in einer Höhle des Stammes die fünf halb verhungerte Waschbärenbabys zu finden.

Strafanzeige erstattet, Polizei ermittelt

Der Grundstücksbesitzer hat Strafanzeige wegen Tierquälerei und Hausfriedensbruch bei der Polizei erstattet, die die Ermittlungen aufgenommen hat.
Pressemitteilung Polizei Oberhessen

Nicht ausgeschlossen, dass es sich bei dem/den Verbrecher(n) um (einen) Wiederholungstäter gehandelt hat. In der Vergangenheit waren wiederholt Waschbären von dem Anwesen verschwunden, was sich das Ehepaar damals mit einer möglichen „Abwanderung“ in andere Gebiete/Reviere erklärte. Nach dem aktuellen Zwischenfall besteht nun der dringende Verdacht, dass diese Waschbären - genauso wie die jüngst abgeschlachteten – mit einer Falle gefangen und getötet worden sind.

Gräueltat als Ultima Ratio einer inszenierten Gefahr

Möglicherweise waren es einfältige Psychopathen, die der Geschichte der Terror-Bären nur zu gerne Glauben schenken möchten, um ihren Trieb, zu töten, auszuleben. Bestien auf zwei Beinen, die sich als Krone der Schöpfung wähnen und daher sich anmaßen entscheiden zu können, welche Tiere leben dürfen und welche eben nicht. Die genau wissen, welches Leben schützenswert, und welches eben unnütz und schädlich ist.

Den ideologischen Unterbau für derartige Scheußlichkeiten können dafür empfängliche Zeitgenossen täglich aus den Zeitungen und dem Internet saugen. Reißerische Schlagzeilen wie die von „Killerwaschbären“, die sogar Jagdhunde angreifen und töten, von Artenvernichtern oder brandgefährlichen Plagegeistern rascheln nahezu ständig und in jüngster Zeit wieder verstärkt durch die Jägerpresse sowie den gedruckten und digitalen Blätterwald.

Dieser jüngste und besonders krasse und widerliche Fall von Tierquälerei hat ein bundesweites Medienecho ausgelöst. Auch das Hessenfernsehen hat in seiner Sendung „Maintower“ am 10. April darüber berichtet:

Medienecho "Maintower"
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64 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.04.2015 | 23:17  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 00:45  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 01:46  
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Gaby Floer aus Garbsen | 12.04.2015 | 07:33  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 12.04.2015 | 09:36  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 16:20  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 17:44  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 17:49  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 18:02  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 18:20  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 18:38  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 18:42  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 18:43  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 18:55  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 18:55  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 18:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 19:02  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:17  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 19:24  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:28  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 19:29  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:32  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 12.04.2015 | 19:41  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:45  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 19:46  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 19:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 19:53  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 19:53  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 19:58  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 20:02  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 20:05  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 12.04.2015 | 20:06  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 12.04.2015 | 20:10  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 20:16  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 20:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 20:19  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 20:28  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 20:40  
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Francesco Dati aus Marburg | 12.04.2015 | 21:06  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 21:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.04.2015 | 22:46  
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Francesco Dati aus Marburg | 13.04.2015 | 00:09  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.04.2015 | 00:31  
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 13.04.2015 | 09:00  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 13.04.2015 | 18:21  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.04.2015 | 00:45  
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 16.04.2015 | 12:01  
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