RINGAUTOBAHN FÜR TENERIFFA

Hochtal im TenoGebirge mit der alten Landstraße beim Ort Tamaimo, die der Topografie angepasst ist.

Santiago del Teide, Teneriffa. Jahrelang wurde eine Scheindiskussion um die Schließung des Autobahnrings auf Teneriffa geführt. Doch der „regionale Infrastruktur-Berater“ der kanarischen Regierung hatte schon lange eine Zustimmung zu einem neuen Stück des “Anillo Insular” (Inselring), also der Autobahn unterschrieben. Politik und Betonmafia waren sich schon lange einig, dass hier unbedingt EU-Gelder (überwiegend deutsche Steuergelder) verbraten werden müssten. Schließlich sah man im zurück liegenden Jahrzehnt, wie die kleine Insel Madeira wie ein Schweizer Käse durchlöchert wurde, um die „Infrastruktur“ auch zum kleinsten Ziegendorf möglichst kurvenlos zu gestalten. Und was die bankrotten Portugiesen können…ha!!!

Auf einer Wanderung auf einem alten „königlichen Postweg“ (Camino Real) im Teno-Gebirge sah ich kürzlich die Wunden, die man der Topografie und der Flora der Insel zufügt. Dort geht der erste Bauabschnitt, der den Ort Adeje im Süden der Insel mit dem Ort Santiago del Teide im Teno-Gebirge verbinden soll, seiner Fertigstellung entgegen. Für das Projekt wurden 167 Millionen Euro veranschlagt. Es entstehen insgesamt drei Tunnel, 27 Brücken und 19 Viadukte. Die Straße wird etwa 27 Kilometer lang sein. Doch man will den “Anillo” (Ring) komplett schließen, das heißt: das Stück, das zwischen Icod de los Vinos im Norden und Santiago del Teide fehlt, soll ebenfalls schnellstens gebaut werden, bevor Spanien pleite geht.
Gegen den unnötigen „Inselring“ kam es zu heftigen Bürgerprotesten und Unterschriftenaktionen, die jedoch wirkungslos verpufften. Lokale Politiker befürworten nach wie vor den weiteren Ausbau der Autobahn, denn…(siehe Madeira!)

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Ingeborg Behne aus Barsinghausen am 18.12.2011 um 00:44 Uhr  
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Hans-Peter Höchstetter aus Allershausen am 18.12.2011 um 01:39 Uhr  
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