Normalerweise betätige ich mich ja nicht als Rätseltante, heute mache ich mal eine Ausnahme. Ein Freund aus einem fernen Kontinent hat mir nämlich ein nicht alltägliches Geschenk mitgebracht: Ein kleiner Beutel aus angenehm weichem Leder – ein echter Handschmeichler sozusagen. Ungefähr 10cm hoch und 7cm breit mit einem schlichten Verschlussbändchen
Lederbeutel dieser Art werden von Goldsuchern gern zur Aufbewahrung der mühsam ausgewaschenen Nuggets verwendet. Diamantenhändler lassen ihre kostbare Ware aus solch edlen Behältnissen vor die entzückten Augen ihrer Kunden gleiten. Man kann natürlich auch sein Kleingeld oder die Parkmünzen darin aufbewahren.
Doch nun zur eingangs angekündigten Rätselfrage: Woraus wird dieser hübsche Gegenstand gefertigt?
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Bodo ist bereits auf dem richtigen Weg. Ich gebe mal einen kleinen Tipp, der im übertragenen Sinne weiterhilft: Mit einem leeren Beutel kan man keine großen Sprünge machen.
Für Elefantenhoden wäre er wohl zu klein- oder habe ich da eine falsche Vorstellung ;-)
Außerdem machen Elefanten keine großen Sprünge - grinnns...
Kanguruhoden vielleicht??
Kann auch ein Bocksbeutel sein (nein, nicht der Wein).
Mein Vater (Sattler) verarbeitete jedenfalls das teuerste Leder, dass es damals gab und es war von ungeborenen Lämmern aus Irland.
Bodo und die Damen, ihr seid der Lösung ziemlich nahe gekommen. Das von Natur aus nahtlos gearbeitete Beutelchen, vom Lateiner Scrotum genannt, stammt in der Tat von einem der netten Hüpfer vom fünften Kontinent. Wenn die Kanguru-Männchen nicht brav sind, macht man in Australien offenbar kurzen Prozess und schneidet ihnen einfach jenes edle Teilchen ab. Vielleicht eine kleine Anregung für unsere Justiz.
Ob das kleine Lederriemchen bei Kängurus serienmäßig vorhanden ist, um als Verhütungsmittel den Beutel kurzerhand enger zu schnallen, wage ich dagegen zu bezweifeln. Bei genauerer Bertrachtung zeichnen sich noch deutlich die Konturen des ursprünglichen Beutelinhalts ab.
Beobachtet man diese Tierchen fällt ihr häufiger Blick zurüch auf. Sie sind halt ständig auf der Flucht vor dem Beutelschneider.
Glücklicherweise ist Selbstjustiz bei uns nicht erlaubt. Sie würde doch alle Beteiligten nur in ihrer Hoffnung auf einen schönen Abend enttäuschen, wenn das gewetzte Schlachtermesser griffbereit auf dem Nachttisch liegt und sie unverrichteter Dinge entsetzt die Flucht ergreifen:-)
Unter den Kängurus gibt es sicher auch ein paar Brave.
Es gibt sie wirklich!
Vorsichtig ging ich auf das Gehege zu, hatte ich doch schon von Weitem irgendetwas hinter dem Maschendrahtzaun herumwuseln sehen. Tatsächlich ... da...
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