KAMPF DER ELEMENTE
Teneriffa (Spanien): Puerto de Santiago | Teneriffa. An einigen Küstenabschnitten Teneriffas ist die Lava bei verschiedenen Vulkanausbrüchen in den letzten Jahrhunderten bis ins Meer gelaufen, so wie man das heute noch auf der großen Hawaii-Insel beobachten kann. Das ergibt immer dramatische Bilder, wenn die glühende Lava das Meerwasser verdampft und sogar noch unter der Wasseroberfläche weiterglüht.
Beim Abkühlen von Lavaströmen können große Hohlräume dadurch entstehen, dass die erkaltete Oberfläche bereits erstarrt, während im Inneren des Lavastromes die flüssige Lava noch weiter abfließen kann. Die Hohlräume dieser Lavahöhlen (-röhren) können auch zusammenstürzen und manchmal entstehen dadurch sogar Lavagräben.
Interessant wird es besonders, wenn eine solche Lavahöhle bis ins Wasser reicht, so dass die Wellen in die Höhle eindringen können. Je nach Wasserstand und Höhe des Wellengangs kommt es dann zur Komprimierung der in der Höhle oder Röhre enthaltenen Luft. Dies geschieht bis zu dem Punkt, an dem der Luftdruck stärker wird als das Gewicht des einströmenden Wassers. Wie bei einem Jet-Triebwerk wird die komprimierte Luft entgegen dem Wasserstrom ausgeblasen und reißt automatisch einen Grossteil des Wassers mit sich.
Die Umgebung bebt und mit einem dumpfen Fauchen entweicht der Höhlenöffnung eine starke Wasserfontäne. Hat die Höhle ein Loch noch oben, so wird die Fontäne wie ein Geysir durch die Öffnung nach oben geblasen.
Hier nun einige aktuellen Fotos von „unserem“ Blasloch, ganz in der Nähe des Hotels Barceló in Puerto de Santiago auf Teneriffa.
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Wochen-Info win | Erschienen am 16.01.2010Themen zum Beitrag
Kommentare zum Beitrag
Ein sehr informativer Bericht mit fantastischen Fotos! Hans-Rudolf, hab' herzlichen Dank!
Interessanter Bericht und schöne Bilder.
Wow. Da hört man es richtig rauschen, so gut ist das Naturschauspiel in Wort und Bild beschrieben.
Eindrucksvolle Bilder und eine gute Erklärung. So habe ich wieder etwas gelernt...
Vielen Dank für Deine Ausführungen und die tollen Aufnahmen.
Klasse und informativer Beitrag. Deine Bilder sind Atemberaubend schön. Danke!
Gruss, Gisela
Wirklich besonders beeindruckende Bilder,schon wegen der guten Beschreibung.
Vertraute Bilder zu Deinem sehr informativen Bericht. Danke Hans
Tolle Bilder gut kommentiert.
Ich habe so etwas mal auf Neuseeland gesehen.
Ist eigentlich alles schon gesagt... Ein super Beitrag!
LG Gisela
Wunderbar, perfekt geschrieben, so wie wir alle diese Küste lieben.
Stundenlang konnt´ ich zuschauen, wie die Wellen in die Lava hauen.
Aus sicherer Entfernung lassen sich diese Naturschauspiele mit einem gewissen Nervenkitzel gut beobachten.
Als ich noch jung war, habe ich mit Flossen in der Dünung geschwommen.
Bis mich eine hohe Welle an die seeigelreiche Küste drückte.
Ich wollte mich mit der Hand wegdrücken und konnte Tage-lang die abgebrochenen Stacheln entfernen. Das war äußerst schmerzhaft.
Man muß sie förmlich ausgraben, sonst eitern sie.
Das Rauschen hört man ja bis hierher ins Allgäu. Super Bilder von der Gewalt des Meeres.
Die Kraft die in diesen Ozeanwellen steckt und die Schau- und Hörspiele die sie an den Küsten hervorrufen haben eine unvergängliche Faszination.
Welche Energien hier freigesetzt werden, sieht man vielleicht an einer noch experimentellen Nutzung in Schottland durch den "Schottischen Drachen" (Video von 3Sat). Sein Aufbau erinnert doch sehr an die von Hans-Rudolf beschriebenen Wellen-Geysire, die krude Ausführung in Beton weniger.
Ich hoffe der Link funktioniert. Wenn nicht probiert's mal hier
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php...
Danke Erwin, große Klasse! Es geht also doch auch einfach und effektiv!
Die Natur gibt uns Alles, was wir brauchen. Wir müssen es nur annehmen und endlich die eingeschlagenenen gigantischen Irrwege über Kernspaltung oder Kernverschmelzung beenden.
klasse Bilder, da ich nicht schwindelfrei bin, danke dir fürs gucken.


Gigantisch schöne Aufnahmen und Bericht.