Begegnung der direkten Art
Wenn ich allmorgendlich ziemlich früh meine Runden im Meer schwimme, und weit und breit kein Mensch zu sehen ist, dann durchlebe ich manchmal kleine Momente irrationaler Angst. Der Grund dafür ist die Farbe des Wassers, denn die Sonne ist noch nicht über den steilen Felsen aufgegangen und folglich ist das Wasser noch grau in grau. Erst später wird es mit Hilfe der Sonnenstrahlen eine freundlichere Farbe annehmen.
Was wäre, wenn mich jetzt irgendein Fisch oder Viech an den Beinen oder Füssen berührt und ich kann trotz der Klarheit des Wassers nichts erkennen? Würde ich in Panik geraten? Um Hilfe schreien? Verkrampfen? Um mich treten und schlagen?
Nun, heute Morgen hatte ich Gelegenheit, mir die Antwort selbst zu geben. Ich hatte meine Runden gedreht und schwamm durch die Brandung zurück an den Strand (grauer Sand). Mein linker Fuß trat fest auf den Boden auf und ---- dieser bewegte sich plötzlich. Ich blickte hinab und sah, dass ich auf einen grauen Manta getreten hatte, der schleunigst das Weite suchte. Ich erschrak wegen der zunächst undefinierbaren Reaktion des vermeintlichen Sandbodens, zog mein linkes Bein reflexartig nach oben und ---- ich schrie nicht. Es ging Alles so schnell: das Auftreten, das Gefühl, auf etwas Glattes, Schleimiges zu treten, die Fluchtbewegung und der Anblick des fliehenden Mantas. Und jetzt kommt kein Anglerlatein: der Kerl maß schätzungsweise von Flügelspitze zu Flügelspitze einen knappen Meter.
Ich denke, morgen Früh werde ich noch vorsichtiger Auftreten.
Ich kann die Gefühle gut nachvollziehen, hatte mal als Kind eine Berührung mit einem Wels.
Denke selbst heute wenn ich in einem See oder im Meer bade an diese Begegnung.
Aber wer sich damals mehr erschreckt hat?
Ich weiß es nicht.
Liebe Grüße
Thomas
Solche Begegnungen gibt es nicht nur im Meer, sondern auch an Land. Als Kind fand ich einmal ein riesiges Schneckenhaus, dachte ich wenigstens. Nach dem ich das Schneckenhaus aber berührte und aufnehmen wollte, entpuppte sich das ganze als zusammengerollte Schlange die sich blitzschnell auseinanderschlängelte. Ob es eine Natter, eine Kreuzotter oder nur ein große Blindschleiche war, das ist mir bis heute noch nicht ganz klar. Beide suchten wir jedenfalls schnellstens in unterschiedlichen Richtungen das Weite.
Gruß Wolfgang
Tja, auch solche Sorgen kann man haben, meine primäre Frage ist: Geh ich mit Regenschirm aus dem Haus, oder ohne....
Und da dachte ich immer Männer seien völlig furchtlos ... *grins*. Gut zu hören, dass es nicht stimmt!
Liebe Grüße von Edith
Nein Rita, manche tun nur so (auch wenn's schwer fällt)!
Wenn ich jeden morgen im Meer schwimmen könnte, würde ich ein bisschen Angst in Kauf nehmen ... ;)
Heute morgen war der Manta nicht da :(
@Laura, Du könntest, wenn Du die Koffer packst...
Ich denke, er ist nach Raiatea geschwommen, da ist das Wasser immer wie hellgrünes Glas (außer nachts).
Übrigens habe ich dort (Raiatea) eine GRÜNE Möwe gesehen. Ja, wirklich.
Weißt Du warum (kein Witz!)?
Neeeeee - kein Witz. Ich schwamm im glasklaren grünen Wasser und über mir eine grüne Möwe, weil sich die Farbe des Wassers auf der Unterseite ihrer Flügel und ihres Koörpers spiegelte. Ich dachte echt, ich wäre high!
@Anita, was ist denn ein Regenschirm???
Ach so, ein Parasol, den brauchen wir auch nicht, weil wir uns immer im Schatten aufhalten. Deswegen gehe ich auch schon morgens so früh schwimmen, wenn die Sonne noch hinter den hohen Klippen steht.
Wenn man Eure Kommentare hier liest, dann bekommt man nur Fernweh ... Traudel, ich schau mir dann mal lieber wieder deine Orchideen an... :-)
Heute Morgen lag ein toter Kollege des Mantas am Strand. Es war nicht der, auf den ich getreten hatte, denn er war erheblich kleiner (wie eine Scholle, aber dunkel braunlila).





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