Sternstunden im Turm: Die Entdeckung der Asteroiden

Wann? 22.08.2014 20:00 Uhr

Wo? Meteorologischer Turm, Gisonenweg 1, 35037 Marburg DE
Aufsuchkarte für den vermuteten Ort des Kleinplaneten Ceres, veröffentlicht von Franz Xaver von Zach im Juli 1801
Marburg: Meteorologischer Turm | Die Entdeckung der Asteroiden - Aus der Astronomiegeschichte des 19. Jahrhunderts

Herzliche Einladung zum dritten Abend der diesjährigen Reihe "Sternstunden im Turm", gemeinsam organisiert von Juko Marburg e.V. und Parallaxe und Sternzeit e.V.!

Der Referent PD Dr. Andreas Schrimpf ist Physiker und lehrt als Dozent vor allem auf den Gebieten der Astronomie und Astrophysik am Fachbereich Physik der Philipps-Universität Marburg. Seit einigen Jahren fesselt ihn besonders auch die Geschichte astronomischer Forschungen in Marburg.

Es war der Astronom Wilhelm Herschel, der im 18. Jahrhundert mit einer systematischen Durchmusterung des gesamten Himmels jenseits der seit Jahrtausenden bekannten Planeten den ersten neuen großen Himmelskörper unseres Planetensystems seit der Erfindung des Fernrohrs entdeckte, den Planeten Uranus. „Er durchbrach die Grenzen des Himmels“ heißt es in Würdigung dieses Verdienstes auf Herschels Grabstein.

Die Entdeckung löste eine Euphorie unter den Astronomen aus. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konzentrierten sie ihre Suche nach weiteren Himmelskörpern unseres Planetensystems auf die vermeintliche Lücke zwischen Mars und Jupiter. Und wirklich: Dort entdeckte in der Neujahrsnacht zum ersten Tag des 19. Jahrhunderts Giuseppe Piazzi in seiner Sternwarte in Palermo den ersten der Kleinplaneten – den Asteroiden Ceres. Die in Gotha gegründete „Himmelspolizey“ konnte sich in den folgenden Jahren für die Entdeckung dreier weiterer Asteroiden verantwortlich zeigen.

Die anfängliche Enttäuschung, dass zwischen Mars und Jupiter nun doch kein weiterer gewöhnlicher Planet zu finden war, wich bald der Erkenntnis, dass die vielen Kleinkörper – zusammengefasst zum Asteroidengürtel – eine neue Klasse von Himmelskörpern unseres Planetensystems darstellen. Auch der Marburger Astronom Chr. L. Gerling widmete sich den Asteroiden. Seine astrometrischen Messungen, die ersten in Hessen, sind der Grund dafür, dass seit Oktober 2011 einer der Kleinplaneten den Namen „Marburg“ trägt.


Der Eintritt ist frei. Da die Zahl der Plätze im Turm begrenzt ist, bitten wir Sie um eine Anmeldung an info@parallaxe-sternzeit.de. Zur "Sternstunde im Turm" werden Getränke und ein Imbiss gereicht.

Kontakt
www.parallaxe-sternzeit.de
info@parallaxe-sternzeit.de
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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 09.08.2014
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Hinterland extra, Marburg extra, Anzeiger extra | Erschienen am 13.08.2014
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