Steinmännchen führen und beschützen

Steinmännchen im Stausebacher Garten
Marburg: Marburger Land | Man trifft sie im Norden Grönlands, in Island, Schweden, Norwegen, in den Alpen ebenso wie auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella manchmal auch dekorativ im heimischen Garten wie hier in Stausebach.

In Skandinavien erfüllen sie nicht nur die Funktion als Wegemarkierungen oder Grenzpunkte. Sie sind verbunden mit dem Volksglauben an boshafte, geisterhafte Trolle. Steinmännchen sollen aber auch die Wanderer schützen; deshalb legen viele Vorübergehende einen weiteren Stein auf bereits existierende Steinmännchen, um auf der Wanderung unbehelligt vor Trollen zu bleiben.

Sehr bunt sind die Steinmännchen in Tibet. Geschmückt mit bunten Fahnen und Tierskeletten vertreiben sie böse Geister. Oft sollen auch gute Geister gewürdigt werden.

In den Alpen gibt es zahlreiche Steige, Gipfelkreuze, die als Vermessungspunkte mit Steinmännchen markiert sind. Oft tragen sie eine Gedenktafel für Verunglückte und Gefallene oder sie erinnern an früher existierende Almen.

In der Antike erhielten die Steinhaufen eine kulturelle Bedeutung mit dem Wegegott Hermes (griech. Hermaion), dessen Name mit dem altgriechischen Begriff für einen Steinhaufen in Verbindung steht.

Vielfältig, wie die Motivation hinter dem Brauch, sind auch die dafür verwendeten Steine, die vor Ort zu finden sind, wie die kegelförmig aufgeschichteten Steine aus der Gemarkung Stausebach.
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 03.12.2013 | 17:16  
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