Skulpturengarten in Stausebach - Kunst im Dorf

"rettende Hand"
Marburg: Marburger Land | Mit schöpferischer Kreativität, guten Ideen, Fantasien, aber auch mit handwerklichem Können hat ein Grundstücksbesitzer in Stausebach seinen Garten mit ungewöhnlichen Sandsteinskulpturen verschönert. Geschicktes Führen des Meißels gehören dazu, um die eigenwilligen Werke in Sandstein, die nicht unbedingt hohe künstlerische Ansprüche haben, zu schaffen. Die manchmal übergroßen Sandsteine wurden aus dem ehemaligen Steinbruch Stausebach herbeigeschafft. Ein Garten ohne dekorative Elemente ist halb so schön. Neben Sträuchern, Blumen, Pflanzen und einem Teich erfüllt der Garten so fast spirituelle Aufgaben; eben ein Ort der Meditation.


Begrüßt werden die Vorbeigehenden von der Figur eines nackten Mannes, der die Schultern, wie unter einer schweren Last tragend, nach vorne gebeugt, seinen Kopf auf beide Arme gestützt, seine volkommene Nacktheit in den Vordergrund stellt. Auf einem riesigen Felsen sitzend erkennt er, einem Nackten kann man nicht in die Taschen greifen.


Aus dem grünen Rasen ragt eine Hand hervor, die sich an einen Felsen klammert und so die Notlage eines Menschen sehr drastisch deutet. Kleinere Skulpturen, wie eine zusammengerollte Schlange, ein Frosch am Teich, ein Blumengefäß zeigen, dass sich bei der Bearbeitung des Steines die Idee für die Gestaltung manchmal langsam herausschält. Dabei ist mit Sicherheit wichtig darauf zu achten, wie der Sandstein gewachsen ist, damit er nicht beim Meißeln auseinanderbricht.


Symbolisch zeigt ein "schraubendes" Kunstwerk, dass ein zielgenauer Durchbruch geschaffen ist. Der Rundgang endet am "Freundschaftsstein", wo sich zwei Menschen innigst umarmen. Auf einer halbhohen Mauer greift eine halbgeöffnete Hand ins Leere, während ein in hellem Ton gefertigter "Zerbrochener Krug" schon etwas literarische Kunst erkennen lässt. Die gemütliche Sitzecke, die auch über eine hölzerne Brücke erreichbar ist, vermittelt einen Ort der Ruhe und Besinnung.

Kunst ist einfach etwas, was gefällt! Kunst muss nicht professionell sein, um sich zu verwirklichen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger extra / Marburg extra | Erschienen am 13.11.2013
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1 Kommentar
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 16.11.2013 | 21:47  
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