Reinigung der Stolpersteine - Steine gegen das Vergessen

Barbara Wagner von der Geschichtswerkstatt Marburg bei der Reinigung der Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdische Familie Heß.
Marburg-Wehrda. Am 9. Oktober 2014 wurden an 3 Orten in Wehrda acht Stolpersteine verlegt zum Gedenken an vertriebene bzw. ermordete jüdische MitbürgerInnen: für Familie Heß in der Mengelsgasse, Familie Buxbaum in der Goßfeldener Straße und Dr. Berger im Oberweg.

Die Messingplatte auf dem Stein läuft mit der Zeit dunkel an und verschmutzt.
Vor kurzem sind Barbara Wagner von der Geschichtswerkstatt Marburg und Johannes Linn vom Geschichts- und Kulturverein Wehrda zur Reinigung geschritten. Anhand eines Metallputzmittels, welches man kurze Zeit einwirken lässt, wird der Schmutzfilm mit einem Schwamm für Edelstahl beseitigt. Drahtbürsten oder Drahtschwämme dürfen nicht genommen werden, weil die Messingplatten sonst verkratzen.

Dazu Barbara Wagner: etwa einmal im Jahr sollte man die Steine reinigen, damit die Inschrift gut zu lesen ist, die Steine gut gesehen werden und die Erinnerung wach bleibt. Es sind auch Putzpatenschaften möglich für Einzelpaten oder auch ganze Schulklassen, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen.

Die Broschüre zur Verlegung der Stolpersteine in Wehrda und weitere Informationen sind unter www.geschichtsverein-wehrda.de oder unter www.geschichtswerkstatt-marburg.de abzurufen.

Unter www.stolpersteine.eu wird das Projekt für Europa des Künstlers Gunter Demnig vorgestellt, "das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält."
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Oberhessische Presse | Erschienen am 25.07.2015
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