Mit dem Frühling im Gepäck nach Lahr

  Gerne hatten wir die Einladung des PC Lahr angenommen, sie beim diesjährigen Frühlingskonzert zu unterstützen. Da diese Entscheidung noch vor dem Chorleiterwechsel stattgefunden hatte, war das Unternehmen für unseren neuen Chorleiter Klaus Fillsack natürlich eine Herausforderung. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde das Repertoire durchforstet und neun Lieder für den Gastauftritt ausgesucht und intensiv eingeübt bzw. wiederholt.

Am Freitag, dem 15. Mai 2015 starteten dann schließlich 42 gut vorbereitete und motivierte Sänger gemeinsam mit 25 Freundinnen und Freunden des Chores in einem Doppeldecker-Bus nach Lahr.

Unterwegs, in der Höhe Bergstraße, wurde dann der obligatorische Frühstücks-Stopp in einer Raststätte eingelegt. Die Wirtsleute hatten scheinbar den aktuellen Wetterbericht noch nicht gelesen – fand doch das Frühstück im Freien statt. Aber das hatte keine Auswirkungen auf den Appetit und die gute Laune.

Gut gestärkt ging es dann weiter nach Lahr. Hier wurden wir schon unterwegs von einem Lotsen (Streifenwagen!) empfangen, der dem Bus den Weg zum Polizeirevier zeigte. Im großen Saal des Reviers war schon alles für einen würdigen Empfang vorbereitet: Salzgebäck, Wein, Begrüßungswort vom 1. Vorsitzenden und dem stellv. Revierleiter. Hier wurde uns deutlich vor Augen geführt, welchen Stellenwert der Polizeichor hier innehat!

Nach dem Einchecken in die Hotels unternahmen wir schließlich eine sehr informative Stadtführung.

Am Abend standen dann eine Weinprobe und ein rustikaler Imbiss mit regionalen Spezialitäten auf dem Programm. Und das alles bei gefühlten Minusgraden im Freien, denn das Wetter kann man (noch) nicht planen.

Am Samstag wurde zunächst Freiburg ein Besuch abgestattet. Von der Stadt selbst konnten wir aus Zeitgründen nicht viel sehen – aber das Münster und der quirlige Markt waren ein guter Ersatz.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, begann dann für die Sänger die „heißen“ Proben, während die mitreisenden Damen derweil eine Führung durch den wirklich sehenswerten Stadtpark erlebten.

19.30 Uhr: Die Polizeichöre aus Lahr und Marburg begrüßten gemeinsam mit dem Polizeimusikkorps Mannheim und dem „Sängergruß der deutschen Polizei“ das Publikum in der fast ausverkauften Stadthalle. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Chor – Orchester – Chor. Während der PC Lahr und das Orchester schon gleich voll einstiegen, begannen wir ruhiger. Wir eröffneten unseren Part mit „Santa Maria“ von Johannes Schweitzer, erbaten nach einer russischen Volksweise in der Bearbeitung von Gus Anton „Oh Herr, gib Frieden“, dankten mit „All night, all day“ (Solo: Jürgen Günther) in der Bearbeitung von Kunibert Koch unseren Schutzengeln und überreichten zum Abschluss des ersten Teils dem Publikum „Einen kleinen Blumenstrauß“, in Form eines italienischen Volksliedes in der Bearbeitung von Bernhard Weber.

Im zweiten Teil des Programms wurde es dann flotter: Das Orchester u. a. mit dem „Jubelklänge Marsch“ und der Polizeichor Lahr mit vielen Ohrwürmern von Udo Jürgens. Der Polizeichor Marburg versprach zunächst „Freude am Leben“ von Otto Groll, übertrug diese Freude auf das Schneeglöckchen als „Frühlingsbote“ (Solisten: Jürgen Günther und Helmut Nau“) von Jean Reinharz, schilderte die artgerechte Hühnerhaltung mit dem „Hahn von Onkel Giacometo“ in der Bearbeitung von Richard Tares und begab sich dann mit der „Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey aufs politische Parkett. Dem Publikum hat das scheinbar gefallen – forderte es doch rhythmisch klatschend eine Zugabe ein. Unser Dirigent Klaus Fillsack und seine „grünen Tenöre und Bässe“ zogen noch einmal alle Register beim „Froschkonzert“.

Dann wurde es voll auf der Bühne: Chöre und Orchester stimmten die badische „Nationalhymne“, das „Badnerlied“ an. Das Publikum sang lautstark und voll Innbrunst –teilweise erhob es sich auch von den Plätzen- mit und entließ sich und uns so in den sich anschließenden Kommers im Foyer der Stadthalle.

Für den nächsten Tag (Sonntag) hatten sich die Lahrer Freunde noch zwei Schmakerl ausgedacht: Straßburg und Urloffen. Straßburg betrachteten wir mehr vom Wasser (Ill) aus. Es war eine Schifffahrt mit Hindernissen – aber das ist eine andere Geschichte!

Entschädigt wurden wir in Urloffen, dem Meerrettichdorf: Tafelspitz mit Meerrettich bis zum Abwinken und heimische Weine, Biere und Brände.

So gestärkt, stand der Heimfahrt nichts mehr im Wege.

Fazit: Dreimal „Daumenhoch“: für die tollen Gastgeber, für das schöne Konzert und für die ansteckende Geselligkeit. (AM)
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