Mit Bus und Schiff durch das antike Griechenland (Teil 2)

Der Garten des Hotels.

Mykene.

Die erste Hochkultur auf dem europäischen Festland erlebte ihre Blühte zwischen 1200 und 1400 v. Chr. Es war die mykenische Zeit. In der 3500 Jahre alten Burg auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene, 25 km nördlich von Nauplia, residierten einst mächtige Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra. 1876 barg Heinrich Schliemann bedeutende Kunstwerke aus Gold im Gewicht von 14 kg.
Unter Führung von Costa erklimmen wir den Burgberg und gehen durch das jahrtausendealte Tor. Da befällt einen schon Erfurcht vor der Kunstfertigkeit der Griechen vor langer, langer Zeit! Unwahrscheinlich, was lange vor der Zeitwende hier entstanden ist. Die Bilder geben von der Größe der Stadt zu damaliger Zeit nur einen Bruchteil wieder.
Dann geht es weiter zum Kuppelgrab Agamemnons. Die Größe des Grabes ist erstaunlich und das es noch so erhalten ist. Haben wir wir das auch Schliemann zu verdanken?
Es wurde Zeit, ein bisschen Ruhe zu finden und die fanden wir in einem Weingut in der Nähe Athens. Die junge Dame, die uns das Weingut vorstellte, war noch nicht so alt. Sie hatte Weinbau studiert und deshalb die Chefin des Gutes und hat, allen Anscheins nach, den Betrieb voll im Griff. Der vorgestellte Wein, wie das immer so bei Weinproben ist, schmeckt sehr gut. Wir haben aber nichts mitgenommen, da der Wein im heimischen Klima ganz anders schmeckt.

Am Kanal von Korinth.

Wir sind mal wieder am Kanal von Korinth. Oh Wunder, heute fuhr ein Schiff und sogleich haben einige Teilnehmer der Fahrt Karten gelöst, um einer Kanalfahrt beizuwohnen. Um das Schiff passieren zu lassen, muss die Brücke über den Kanal abgesenkt werden. Im Bild ist sie noch als schwarzer Strich zu erkennen und ein Bild danach ist die Brücke gänzlich verschwunden. Erst dann lässt man Schiffe darüber. Wir können nur dem Dampfer nachblicken. Schon taucht die Brücke aus ihrer Versenkung wieder auf und ist für den Autoverkehr wieder zuständig, ihrer wahren Bestimmung.
Des Abends sind wir wieder im Hotel 'Kalambaka Beach' und verbringen eine ruhige Nacht.

Alt-Korinth.

Am Morgen steht Alt-Korinth auf dem Tagesplan. Im 8. Jh. v. Chr. ist diese Stadt eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands. Einst zählte der Apollo-Tempel 38 Säulen, heute nur noch deren 7. Gleich am Eingang der Ausgrabungsstätte liegt die 'Glauke-Quelle' mit einem gewaltigen Felsblock und eingearbeiteten Brunnenkammern, von denen heute nichts zu sehen ist. Streunende Hunde sind die ganze Zeit unsere Begleiter.
146 v. Chr. wurde das alte Korinth von Römern dem Erdboden gleich gemacht. 100 Jahre später von Cäsar neugegründet. Ein Erdbeben 375 und 551 zerstörte auf ein Neues die Stadt. Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum wieder freigelegt.

Fortsetzung folgt!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.