Marburger planen Philosophiemuseum. Seit 2008 planen ehemalige Marburger Studenten den Aufbau des weltweit ersten Philosophiemuseums.

Wittgenstein Exponat I: Die Welt ist alles, was der Fall ist.

Marburg: Hans-von-Soden-Haus | Schaut man sich die Bestsellerlisten der letzten Jahre an, so fällt auf, dass sich dort immer mehr zum Teil recht ambitionierte philosophische Titel finden. Allen voran gelten Richard David Precht, Mark Rowlands oder Rüdiger Safranski als Philosophieautoren, die schwierige Überlegungen und theoretische Konstrukte der Ideengeschichte anschaulich, jedoch nicht allzu vereinfachend, darstellen möchten und akademische Philosophie so einem breiteren Publikum zugänglich machen.
In dieser Tradition sieht sich auch der im Jahre 2008 in Marburg gegründete gemeinnützige Verein DenkWelten e.V., dessen Ziel es ist das erste philosophische Museum der Welt aufzubauen.
Hierzu wurde in diesem Jahr prominente und erstklassige Hilfe gewonnen, indem der fünfköpfige wissenschaftliche Beirat konstituiert werden konnte. Darunter finden sich z.B. Hanno Depner, der Erfinder des philosophischen Bastelbogens „Kant für die Hand“ sowie Axel Weiß und Prof. Dr. Franz-Peter Burkard, Team hinter den auflagenstarken illustrierten dtv-Atlanten „Philosophie“ und „Pädagogik“.
Der Verein DenkWelten e.V. möchte, so ist auf der Vereinshomepage zu lesen, „philosophische Ideen erlebbar machen. Hier soll es Philosophie zum Anfassen und Ausprobieren geben, die eines gewissen wissenschaftlichen Anspruchs nicht entbehrt.“ So sollen Exponate erstellt werden, mit deren Hilfe sich Groß und Klein mit philosophischen Ideen interaktiv auseinandersetzen kann.
Einige Ausstellungsstücke konnten bereits in den mehrmals jährlich stattfindenden Workshops erstellt oder zumindest als Modell realisiert werden. Ein weiterer Grundstein für die geplante Pilotausstellung soll am 10. Dezember gelegt werden, wenn sich die Mitglieder im Hans-von-Soden-Haus der Evangelischen Studierendengemeinde treffen.

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