Lysistrate- 2500 Jahre alte Komödie am Gymnasium Philippinum
Lysistrate- 2500 Jahre alte Komödie am Gymnasium Philippinum
Am Freitag, den 6. Februar, war es so weit: Endlich präsentierte der Kurs Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasium Philippinums das, wofür er solange und so hart gearbeitet hatte. Wofür Extrastunden, ganze Schultage und sogar Wochenenden verwendet worden waren. Der Tag der Aufführung ihres Theaterstückes war gekommen.
Genauer gesagt war es nur bedingt ihr Theaterstück, „Lysistrate“ war im Jahre 411 v.Chr. von dem griechischem Dichters Aristophanes in Athen auf die Bühne gebracht worden, und mit einigen Modifikationen, Textänderungen und Szenenumgestaltungen und nicht zuletzt der Hilfe unserer Lehrerin Frau Sturmwerner konnte an diesem Freitag eine so noch nie dagewesene Inszenierung auf der Bühne des Kultidroms gezeigt werden...
Die Geschichte ist schnell erzählt- Griechenlands Stämme zerfleischen sich gegenseitig im mörderischem Bruderkrieg, während sich in allen Städten die zu Hause gebliebenen Frauen nach ihren Männern und deren Liebe sehnen…
Doch ewig halten sie dieses Schicksal nicht aus, und schließlich vereinen sich alle Frauen Griechenlands unter Führung der Athenerin Lysistrate und greifen selbst zur Waffe- ihrer Waffe: Kein Sex mehr für irgendeinen Ehemann, bis endlich wieder Frieden herrscht !
Und für dieses Ziel wird sogar die Akropolis, die heilige Burg Athens, besetzt.
Unter dramatischen Rückerboberungsversuchen, liebestollen Männern und hektischen Beratungen geht das Stück dem einem Ziel entgegen: Frieden, der durch Frauenhand in einer patriarchischen Gesellschaft geschaffen wird.
Die Aufführung von „Lysistrate“ behielt zum Großteil ihre gestelzte Sprache und teils derbe Komik, aber auch moderne Mittel wie eine Videopräsentation fanden ihren Auftritt und führten zu dem glücklichem Ende:
Während am Schluss auf der Bühne die Schauspieler der Jahrgansstufe 13 den griechischen Sirtaki tanzten und ihr unbändiger Jubel über die überstandene Aufführung im Applaus unterging, mag wohl mancher Zuschauer mit dem Satz des liebestollen Soldaten und Ehemannes Kinesias nach Hause gegangen sein:
„Geht’s auch niemals gut mit Weibern, gar nicht geht es ohne sie“


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