HALBSTARKEN-HITPARADE IN DER MILCHBAR MARBURG
Anlässlich eines Klassentreffens vor ein paar Jahren in Marburg startete ich im Vorfeld eine Umfrage bei meinen ehemaligen Klassenkameraden und bat um Nennung des Lieblingsbuches und der Lieblingsplatte von 1960, dem Jahr unseres Schulabganges. Die Bücher können wir an dieser Stelle vernachlässigen, da nur wenige genannt wurden, doch die Lieblingsscheiben geben sicherlich einen kleinen, wenn auch nicht repräsentativen Einblick in den Zeitgeschmack der damaligen Jugend.
Dazu muss man wissen, dass die „harten“ Musikfans in der Milchbar am Rudolphsplatz oft kleine Wetten abschlossen, welche Single wohl in der AFN-Hitparade am kommenden Freitagabend ein Hit oder ein Flop sein würde, wenn es dann endlich wieder hieß: „Tonight the American Music Hall presents: TOP SOUND OF THE FIFTIES (SIXTIES).“ Siehe auch:
http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/68056/der-h...
http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/67158/afn-f...
Die Plattennennungen der Ehemaligen stellte ich sodann für das nächste Klassentreffen auf einer CD zusammen und schenkte jedem der Beteiligten eine Kopie als Erinnerung an 1960, unsere Klasse und die Marburger Milchbar. Das Hintergrundfoto zeigt übrigens eine NSU-Quickly.
Hier nun eine Kopie der CD-Liste mit Namen der Klassenkameraden, gefolgt vom Titel der
Lieblingsplatte plus Interpret. Dass der eine oder andere genannte Titel erst nach 1960 heraus kam, spricht für die nostalgische Verklärung in unserer Erinnerung. Mit etwas Geduld kann man diese Platten auch alle auf YOUTUBE hören. Viel Spaß beim Studium des Zeitgeschmacks der Marburger Halbstarken. Siehe auch: http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/36752/heima... )
Ja das waren schöne Zeiten, am Freitag abend die Hits zu hören.
lg Gilli
Ein paar Stücke, bei denen ich heute noch auf dem Tisch trommle sind auch darunter. Ein Bernd Simmerock war in der Brüder-Grimm-Schule in meiner Klasse, vieleicht ein Bruder von Deinem. Die wohnten in der Straße, die zum Germanenplatz führt.
Richtig, Karl-Heinz, das waren Brüder. Der Vater leitete die Filiale von Schade & Füllgrabe am Pilgrimstein (neben Gräser), später Elisabethstr.
Schade & Füllgrabe, genau. Bernd war nicht nur unser Klassenprimus, er war auch noch zum Neid der anderen mit einem der begehrtesten Mädchen der Klasse befreundet. Beide sind auf meinem Klassenfoto: Hintere Reihe, 6.v.l. und vordere Reihe 8.v.l.
http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/69785/verda...
K-H, BITTE DIE FUSSNOTE UNTER DER TITEL-LISTE BEACHTEN!
Der zeitgeist hatte damals wie heute den Geschmack bestimmt. Mit Mädchen hatten die meisten in dem Alter noch nichts am Hut, da wir noch genug mit uns selbst beschäftigt waren :-)) Bernd war war entweder die Ausnahme oder er spielte lieber mit Puppen.
K-H, wer trug schon Hut ? Und Pole Poppenspeeler wurde sogar pädagogisch gefördert. Oder hatten wir da was falsch verstanden?
Ja, ja die "Alten" schweben wieder auf der Nostalgiewelle.
Es war doch eine schöne Zeit, ich bin froh, dass ich es auch erleben durfte.
habe eben auch einen kleinen Beitrag zu dieser Zeit hier reingestellt.
http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/73604/nosta...
Das war eine sehr reizvolle idee von dir.
Lieber Hans-Rudolf,
ich habe erstmal die CD aufgelegt. Das mache ich übrigens öfter und schwelge dann in Erinnerungen. Ich genieße immer die komplette CD da mein Song von Elvis am Ende kommt.
Du bist ja außergewöhnlich aktiv. Wenn ich auch Deine vielen Beiträge nicht alle kommentiere, so lese ich doch fast alle. Du lebst in der Musik und ich in der Malerei. Bevor ich einen Kommentar nur um des Kommentars willen abgebe, verzichte ich lieber und genieße unsre (Deine) CD.
Beste Grüße
DIETER
Hallo Karl-Heinz, an was du dich nicht alles erinnerst. Das ich mit Ursula Balzer befreundet war!? Bezüglich der Milchbar hatte ich vergangene Woche ein Dejavu in Bonn im Haus der Geschichte, eine originale Milchbar, wie am Rudolphsplatz. Das Klassenfoto hab' ich auch noch.
Gruß Bernd Simmerock
Hallo Bernd, schön Dich hier zu treffen. Ist schon interessant, über welch verschlungene Pfade so etwas manchmal geschieht. Stimmt, im Haus der Geschichte kann man seiner Erinnerung hervorragend auf die Sprünge helfen. Vielleicht hört man ja jetzt öfter einmal etwas voneinander.
Gruß
Karl-Heinz





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