Gute Aussuchten auf Sternschnuppen

Wann? 12.08.2016 21:30 Uhr

Wo? Burgruine Frauenberg, Marburg DE
Ein "Feuerball" über dem Atacma Large Millimeter/Submillimeter Array in Chile (Foto: ESO)
 
Am 12. August steht der Mond etwas links oberhalb der Planeten Saturn und Mars
Marburg: Burgruine Frauenberg | Herliche Einladung zum Open-Air-Planetarium am 12.08.2016 ab 21:30 Uhr auf den Frauenberg! Hohe Rate an Sternschnuppen erwartet.

Schauen Sie bitte auf unserer Webseite nach aktuellen Meldungen zu dieser Veranstaltung nach. Am Samstag werden wir gegen Mittag das Wetter bewerten


Der August ist mit seinen warmen Sommernächten ein guter Monat für die Beobachtung des Sternenhimmels. Besonders auffällig sind dabei vor allem die um den 12. und 13. August herum sehr gehäuft auftretenden langen und lichtstarken Sternschnuppen, die „Perseiden“.

Ihr Maximum wird in den frühen Morgenstunden am 12. August erwartet, es liegt laut Berechnungen bei 160 Sternschnuppen pro Stunde (www.imo.net → Shower Calendar → 2016). Aber auch noch in der Nacht zum 13. August sollten sie zahlreich beobachtet werden können. Etwa ab 23 Uhr, wenn der Mond sich im Westen dem Horizont nähert, tauchen die Peseiden von Nordosten her kommend auf – aus dem Sternbild des Perseus.

Sternschnuppen stammen von winzigen Staubteilchen, deren Bahnen sich mit der Bahn der Erde kreuzen und die bei Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Die hauptsächliche Quelle dieser Staubteilchen in unserem Planetensystem sind die Kometen, die bei jedem Vorbeiflug in der Nähe der Sonne etwa 1 Prozent ihrer Masse als Gas und Staub in den Weltraum verlieren. Die Perseiden stammen vom Komet 109/Swift-Tuttle, der etwa 133 Jahre für einem Umlauf um die Sonne benötigt und sich dabei bis jenseits des Pluto von der Sonne entfernt. Jedes mal, wenn der Komet Swift-Tuttle in Sonnennähe kommt, hat sich seine Bahn leicht verändert und seine Staubspur wird an einer etwas verschobenen Stelle deponiert. Die Staubspuren der letzten vier Umläufe kann man heute noch identifizieren, für den erwarteten diesjährigen Anstieg in der Nacht zum 13. August ist der Staubauswurf während des viertletzten Umlaufs des Kometen verantwortlich.

Die Nacht am 12. August bietet noch weitere interessante Ausblicke auf unser Planetensystem: nach Einbruch der Nacht findet man im Süden den zunehmenden Mond im ersten Viertel schräg oberhalb des Ringplaneten Saturn und des Roten Planeten Mars. Das Aufsuchen der Planeten ist dadurch besonders einfach: es lohnt sich bei gutem Wetter diese drei Himmelskörper mit einem Fernglas oder Fernrohr zu beobachten und auch zu fotografieren!

Bei dunkler werdendem Hintergrund nach Untergang des Mondes sind bei klarem Himmel unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel, und der große Kugelsternhaufen M13 im Sternbild des Herkules sehenswerte beeindruckende Objekte. Der Andromedanebel kann bei guter Sicht sogar mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Er wurde vom islamischen Astronomen al-Sufi bereits 964 n. Chr. in dessen „Buch der Fixsterne“ erwähnt (http://www.atlascoelestis.com/alsufi%20pagina.htm).

Die Mitglieder der Marburger Vereine „Parallaxe und Sternzeit e.V.“, der „Volkssternwarte Marburg e.V.“, sowie Astronomen der Universität Marburg laden sie am 12. August 2016 ab 21:30 Uhr auf die Ruine Frauenberg ein, um gemeinsam bei gutem Wetter, das alljährliche Naturschauspiel zu bestaunen. Mit verschiedenen astronomischen Instrumenten und Beobachtungsmethoden werden Ihnen dieses Ereignis und auch der Sommernachtshimmel näher gebracht. Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen.


Weitere „himmlische“ Veranstaltungen des Vereins in diesem Jahr entnehmen Sie bitte der Internetseite des Vereins „Parallaxe und Sternzeit e.V.“ .

Kontakt
www.parallaxe-sternzeit.de
info@parallaxe-sternzeit.de
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