Buchtipp: Saskia Goldschmidt: Die Glücksfabrik

Ein Buch aus dem Niederländischen übersetzt, hatte ich bisher noch nicht gelesen.

Die Schriftstellerin Saskia Goldschmidt hat eine Geschichte geschrieben, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Mordechai de Paauw, 97-jähriger ehemaliger Unternehmer, blickt auf sein Leben zurück: desillusioniert, überheblich, hilflos. Das Ende eines Titans. Als er in den dreißiger Jahren auf die Idee kam, Testosteron aus Wurstzipfeln zu gewinnen, war das genial. Als die aus der Idee hervorgegangene pharmazeutische Fabrik begann, das Produkt an ahnungslosen Fabrikarbeiterinnen zu testen, wurde es monströs.

De Paauw besaß kaum Schulbildung, war jedoch schon als sehr junger Mann Direktor der Familienfirma, Hollands größter Fleischfabrik. Tatkräftig und kühn, aber durchdrungen von unbedingtem Erfolgswillen instrumentalisierte er jeden, der ihm und seinen Plänen von Nutzen sein konnte - den wehrlosen Bruder, den aus Nazi-Deutschland emigrierten Wissenschaftler Rafael Levine, in dem unschwer Ernst Laqueur zu erkennen ist, und alle, deren Existenz von der Firma abhing.

dtv-premium, Taschenbuch 9,90 €
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Marburg extra, Anzeiger extra | Erschienen am 10.09.2014
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