Asteroidenschau und Kleiner Messier-Marathon

Wann? 22.03.2014 20:00 Uhr

Wo? Burgruine Frauenberg, Marburg DE
Der Sternenhimmel am 22. März um 24 Uhr
 
Die Schleifen der Asteroiden Ceres und Vesta und des Planeten Mars im Frühjahr 2014
Marburg: Burgruine Frauenberg | Samstag, 22. März 2014, Frauenberg, ab 20:00 Uhr

Herzliche Einladung bei klarem Wetter*) auf die Ruine Frauenberg zu einer Führung durch den nächtlichen Frühlingshimmel!

*) Nachtrag, 16:30 Uhr, 22. März 2014: Wegen dicker Wolkendecke bis gegen Mitternacht wird die Himmelsführung abgesagt!

Der Frühling ist eine gute Jahreszeit für nächtliche Entdeckungen am Sternenhimmel: noch ist es ausrei­chend lange dunkel, aber die Temper­aturen sind i.d.R. schon so ange­nehm, dass man eine klare Sternen­nacht auch genießen kann. Im Wes­ten zei­gen die untergehenden Sternbilder des Winters, wie der Orion, der Stier, Fuhrmann und die Zwillinge das Ende der kalten Jah­reszeit an, im Süden und im Osten künden die Frühlingsboten, der Löwe, die Jung­frau und Boötes – der Bärenhüter - das Aufblühen der Natur an.

In diesem Frühjahr sind die drei hellen und auffälligen äußeren Planeten zu bewundern: der Jupiter steht im Stern­bild Zwillinge im Westen, der Mars in der Jungfrau im Südosten und der Sa­turn betritt im Sternbild der Waage kurz nach 23 Uhr die Bühne des Nacht­himmels. Einen besonderen Auftritt ha­ben zwei der größten der Asteroiden, die Ceres und die Vesta und der Planet Mars. Alle drei stehen zu ähnlichen Zei­ten in ihrer Opposition zur Sonne und sind gemeinsam in der Jungfrau ausfin­dig zu machen. Vesta ist deutlich klei­ner als Ceres, hat aber ein viel größeres Reflexionsvermögen und ist daher der hellste der Kleinkörper im Planetensystem. Am 22. März erreicht die Vesta 6,1 mag, das ist etwa die Grenzhelligkeit für eine Beobachtung mit bloßen Augen! Im Fernrohr sind Ceres und Vesta leicht auszumachen und nach etwa einer Stunde kann man auch die Bewegung schon feststellen.

Neben den Sternen, von denen die hellsten unsere Sternbilder formen, sowie den Planeten und Aste­roiden gibt es aber noch andere Ob­jekte zu entdecken. Denken Sie zum Beispiel an die Sternengruppe der Krippe (Praesepe) und den Orionnebel. Im 18. Jahrhundert begann als erster der französische Astronom Charles Messier (1730 – 1817) eine Liste der damals bekannten Galaxien, Sternenhaufen und Gasnebel zu er­stellen – den Messier-Katalog. Messier fand 103 dieser Objekte; der Katalog wurde post­hum um 7 Ob­jekte erweitert, die von Messier und seinen Freunden ebenfalls beobachtet wurden, so dass der Kata­log nun aus 110 Einträgen besteht. Alle Einträge beginnen mit einem großen „M“ gefolgt von der Num­mer des Objekts: Praesepe sind als M44 geführt, der Orionnebel steht unter M42 in die­sem Katalog.

Die Messierobjekte liegen vor allem im Sternbild der Jungfrau, in Richtung zum galaktischen Zentrum und in den Wintersternbildern. Im Frühling kann ein Beobachter bei einer geographischen Breite von etwa 25° (also z.B. in Nordafrika) innerhalb einer einzigen klaren Nacht alle 110 Objekte aufspüren. Diesen astronomischen Sport nennt man einen Messier-Marathon. Aber selbst in unseren Breiten sind unter besten Bedingungen im Prinzip etwa 100 Objekte im Frühjahr auszumachen – wenn man die ganze Nacht hindurch beobachtet. Am frühen Morgen des 23. März wird allerdings der abnehmende Mond dies etwas erschweren. Weitere Informationen zu den Objekten des Messierkatalogs sowie eine Karte der Messierobjekte zum Ausdru­cken finden Sie auf der Webseite: http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Katalog.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Frauenberg! Bitte werfen Sie auch einen Blick auf die weite­ren „Veranstaltungen des Vereins „Parallaxe und Sternzeit e.V.“ in diesem Jahr!


Kontakt
www.parallaxe-sternzeit.de
info@parallaxe-sternzeit.de
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