Altes Amtsgericht Kirchhain

Dieses Haus ist mir besonders aufgefallen: es ist abgesperrt wegen Gefahren für die Fußgänger. Frau Kerstin Ebert vom Geschichtsverein Kirchhain hat mir die folgende Information übermittelt.

Mit der Durchführung der kurhessischen Gerichts- und Verwaltungsreform des Jahres 1821 erhielt Kirchhain als Kreisstadt (bis 1932) und Sitz eines Amtsgericht zentralörtliche Funktion.
Das Justizamt Kirchhain residierte bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1867 (seit 1821) in dem dreistöckigen Fachwerkhaus mit der heutigen Straßenbezeichnung Borngasse 33 (Ecke Mühlgasse), in dem sich auch die Wohnung des Justizbeamten befand.
In demselben Gebäude nahm 1867 das Amtsgericht Kirchhain, das die Rechtsnachfolge des Justizamtes antrat, seine Tätigkeit auf. Es blieb bis zum Jahre 1932 Gerichtssitz und Richterwohnung.
Als im Jahre 1932 das Landratsamt Kirchhain aufgelöst wurde, wurde dessen stattliches im Jahre 1890 erbautes Dienstgebäude der Justizverwaltung überlassen und dem Amtsgericht Kirchhain als neue Unterkunft zugewiesen (bis jetzt Sitz des Amtsgerichtes – Niederrheinische Straße).
Experten des Instituts für Bauforschung und Dokumentation untersuchten im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege in Marburg die Historie des „alten Amtsgerichts“ (2010).
Für viele Kirchhainer ist das äußerlich heruntergekommene Gebäude an der Ecke der Borngasse ein „Schandfleck.
Aus historischer Sicht hat das „alte Amtsgericht“ dagegen erheblichen Wert. Es war unter anderem Burgmannensitz und – wie oben beschrieben - Gerichtsgebäude.
Das Haus stammt nach den Forschungen der Marbuger Experten aus dem Jahr 1608.

http://www.kirchhain.de/formulare/aufsatz_skulptur...

http://geschichtsverein-kirchhain.de/
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