Von Schmetterlingen und Menschen

Admiral landet auf dem Sommerflieder

In den letzten Tagen ließ sich die Sonne wieder öfters blicken und mit ihr kamen die Schmetterlinge zurück in den Garten.
Der Sommerflieder ist ein besonderer Anziehungspunkt für diese wunderschönen und anmutigen Tierchen und wird gerne und oft besucht.
Beim Beobachten fiel mir eine schöne Geschichte ein, die ich vor einiger Zeit gelesen hatte und wie zu erwarten war, habe ich sie bei Google auch wiedergefunden.

Ein wenig traurig, aber auch ein Denkanstoß!


Eines Tages entstand ein kleines Loch im Schmetterlingskokon. Ein Mensch, der zufällig entlang kam, hielt inne und observierte stundenlang den Schmetterling der mit aller Macht versuchte durch dieses kleine Loch hinauszukriechen. Nach einiger Zeit sah es so aus als ob der Schmetterling es aufgegeben hatte und das Loch war noch immer genauso klein. Es war als ob der Schmetterling alles getan hatte was er konnte und dass er nichts weiteres mehr tun konnte. Dann entschied sich der Mensch den Schmetterling zu helfen: er nahm ein Taschenmesser und öffnete den Kokon. Der Schmetterling schlüpfte sofort.

Aber sein Körperchen war mager und er sah aus wie betäubt; seine Flügel waren nicht gut entwickelt und sie bewegten sich kaum. Der Mensch observierte ihm weiter und vermutete, dass der Schmetterling jetzt die Flügel spreizen würde und diese im Stande wären den Körper des Schmetterlings zu tragen so das er abfliegen könne. Das geschah jedoch nicht. Während seines gesamten Lebens schleppte der Schmetterling seinen dürren Körper mit seinen verschrumpften Flügeln über den Boden. Er erlangte nie die Fähigkeit zu fliegen.

Der Mensch, so freundlich seine Hilfeleistung auch gemeint war, hat nicht verstanden, dass die Durchquerung dieses kleinen Lochs im Kokon für den Schmetterling eine lebensnotwendige Spannung erzeugt, welche die Flüssigkeit aus seinem Körper heraus in seine Flügel presst und er nur dadurch die Fähigkeit zum Fliegen erlangt. Gerade diese Spannung ist es was wir in unserem Leben brauchen. Wenn das Leben ohne jegliches Hindernis wäre würden wir nicht so stark sein wie wir sind. Wir würden nie fliegen lernen.

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Weiterveröffentlichungen:

Hinterland extra | Erschienen am 03.08.2011
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 03.08.2011 um 09:44 Uhr  
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Nicole D. aus Stemwede am 03.08.2011 um 09:55 Uhr  
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