Zimmerpflanzenpflege im Winter..............

  Zimmerpflanzen-Pflege im Winter
Die richtige Pflege von Zimmerpflanzen im Winter ist immer eine große
Herausforderung. Was ist zu tun, um die Pflanzen möglichst gut und stressfrei
durch die dunkle Jahreszeit zu bringen?
Viele unserer Zimmerpflanzen stammen aus den tropischen und subtropischen
Regionen der Erde, und sind meist sog. „Lichtsummenblüher“. D.h. je heller,
sonniger es ist, umso mehr Blüten werden gebildet (wie z.B.beim
Christusdorn, Passionsblume, Hibiskus oder Gardenie).
Nach der Tagundnachtgleiche Mitte September und dem abnehmenden
Licht
wird bei ihnen die Blütenbildung langsam eingestellt, aber
auch Grünpflanzen
wachsen nun langsamer!
Man sollte den Pflanzen jetzt eine Ruhephase gönnen, denn durch die
reduzierten Lichtverhältnisse benötigen sie auch weniger Wasser und Wärme
Es gibt für die Zimmerpflanzen jetzt drei Möglichkeiten:
1. Ideal wäre ein Wintergarten mit Temperaturen zwischen +12 und +18°C(max.20°C).
2. Nächstbeste Lösung wäre ein eher kühles Zimmer (Gäste- oder
Schlafzimmer oder heller Kellerraum).
3. Nicht die beste – aber machbare – Lösung wäre der Standort
in einem normal geheizten Raum. Um die Bedingungen (vor allem die trockene
Luft) etwas zu optimieren, können Wasserverdunster aufgehängt werden,
oder die Pflanzen auch regelmäßig besprüht werden.
Allgemein ist zu beachten, dass die trockene Heizungsluft nicht durch erhöhte
Wassergaben kompensiert werden kann - im Gegenteil: Der Bedarf an
Gießwasser sinkt (durch die stark reduzierte Photosynthese)
merklich. Das Wurzelwerk sollte gut abtrocknen können, denn zu viel Wasser wäre ein zusätzlicher Stressfaktor und kann zu Wurzelschäden führen! Intemperierten Räumen (also bis max. +18°C) ist diese Gefahr nicht so gegeben.
Generell sollte man wissen, dass Pflanzen in der Hauptwachstumsphase (März/
April bis Oktober) unter dem Einfluss von viel Licht wachsen.

Im Winter verschlechtern sich die Lichtverhältnisse massiv. Zum einen
verkürzt sich die Tageslänge enorm: In unseren Breitengraden haben wir zur
Zeit der Wintersonnenwende (21./22.12.) von Sonnenaufgang
bis -Untergang
keine 8 Stunden Licht mehr. Außerdem ist die Lichtintensität extrem
herunter gesetzt: So messen wir im Sommer bei strahlenden Sonnenschein bis
zu 60.000 Lux und mehr ... im Winter ist es bei besten Bedingungen max. ein
Drittel! In der Regel können die Pflanzen das schlecht kompensieren: Das
Laub das sie in der Wachstumsperiode aufgebaut haben, können sie dann
zumindest teilweise wieder verlieren – das ist „normal“!
Schädlings befall im Winter
Ein weiteres Problem ist, dass sich im Winter bei den nicht gerade optimalen
Bedingungen, auch schnell Schädlinge (aber u.U. auch Krankheiten) einnisten
können. Besonders bei trockener Heizungsluft ist das der Fall, dann treten
vermehrt Schild- & Wollläuse aber auch Spinnmilben auf. Weiße Fliege und
„normale“ Läuse sind dagegen etwas seltener, das liegt an der Pflanzengattung.
Wichtig ist hier die regelmäßige Kontrolle, denn je früher Schädlinge erkannt
werden, desto besser bekommt man sie in den Griff. Vor allem,weil der
Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln in einer Wohnung gewisse
Probleme aufwirft. Eine Alternative wäre das regelmäßige Sprühen mit einem
Pflanzenstärkungsmittel, dass das Blatt mit ausreichend Nährst
offen versorgt
um sich selber gegen Eindringlinge zu schützen bzw. zu wehren.
Erfolgversprechend ist da der Einsatz von Pflanzenstärkungsmittel mit dem
Zusatz von ätherischen Ölen, wie z.B. beim Mittel „Biplantol contra X2
“. Aber
in Wintergärten und größeren Räumen mit viel Pflanzen bietet
sich auch -
zumindest teilweise - der Einsatz von Nützlingen an.
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2 Kommentare
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Fred Hampel aus Fronhausen | 08.12.2013 | 08:41  
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Rainer Rösch aus Marburg | 08.12.2013 | 09:12  
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