WENN BRIEFMARKEN ERZÄHLEN (17): ROSINEN AUS SMYRNA ZU WEIHNACHTEN

von Hans-Rudolf König aus Marburg | am 22.12.2009 | 537 mal gelesen | 9 Kommentare | 0 Bildkommentare | 3 Bilder
Der berühmte Rosinen-Stempel

0zmir (Türkei): izmir | Teneriffa. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Handelsbeziehungen zwischen dem Osmanischen und dem deutschen Kaiserreich enger und intensiver. Um die Laufzeit der Postsendungen nach Deutschland zu verkürzen, wurden eigene deutsche Postämter in den wichtigsten Städten Konstantinopel, Jerusalem, Smyrna, Beirut und Jaffa eingerichtet. Diese Postämter benutzen deutsche Briefmarken überdruckt mit Portostufen in der Landeswährung Piaster (Para). Zur Entwertung benutze man eigens hergestellte Briefstempel mit den Städtenamen in deutscher Schreibweise. Mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg setzte die Türkei alle Verträge mit fremden Postanstalten im eigenen Land außer Kraft. Am 30. September 1914 stellten die deutschen Postanstalten ihren Betrieb in der Türkei ein.

Aus der Landschaft zwischen dem heutigen Izmir (Smyrna) und Äolien, der Nordwestküste der Türkei, wurden schon immer besonders gute Rosinen nach Europa exportiert. Probe- und Mustersendungen dieser Rosinen wurden in kleinen Dosen oder sonstigen oft unregelmäßigen Schachteln aus dickem Karton oder Holz verschickt. Zur Entwertung (Abstempelung) der darauf befindlichen Briefmarken bevorzugte man einen Gummistempel, der auf dem schwierigen Untergrund weit bessere Abdrücke ergab, als die üblichen Metallstempel. Dieser Stempelabdruck ging in die Postgeschichte als exotischer „Rosinen-Stempel“ ein. Er ist ein Schmuckstück für jede Briefmarkensammlung.

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9 Kommentare zum Beitrag
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Ali Kocaman aus Donauwörth am 22.12.2009 um 22:26 Uhr  
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Christine Eich aus Wetter am 22.12.2009 um 22:28 Uhr  
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Hans-Christoph Nahrgang aus Kirchhain am 22.12.2009 um 23:12 Uhr  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 23.12.2009 um 02:10 Uhr  
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Hans-Rudolf König aus Marburg am 23.12.2009 um 12:46 Uhr  
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