WELTREISE 2013 – TEIL 37: INSELRUNDFAHRT AUF O’AHU, HAWAI’I

Die Blüte des Plantagenbaumes, besser bekannt als "Hawai'i"-Blume für "Leis" (Blumenkränze).
 
Hanauma-Bay
Strahlende Sonne begrüßt uns am nächsten Morgen. Zu sechst schwingen wir uns in den bereit stehenden Mietwagen und verlassen im Stop-and-go-Rhythmus die Hauptstadt in östlicher Richtung bis zum „Diamond Head“, dem Hausberg Honolulus, am Ende des Waikiki-Strandes. Hier konnte man noch in 1996 durch einen Tunnel in den Vulkankrater hinein fahren. Doch jetzt wird eine Mautgebühr verlangt. Die Abstimmung unserer Gruppe zum verlangten Obolus fällt negativ aus, und weiter geht’s zum Aussichtspunkt des Kroko-Kraters. Diesen Krater gibt es gleich zweimal, nämlich einmal als Vulkankegel ähnlich dem „Diamond Head“ und außerdem als eine mit Meerwasser vollgelaufene Caldera neben der Hanauma Bay. Hier erfüllen die smaragde Farbe des glasklaren Meeres und der helle Sandstrand alle touristischen Südseeträume.

Malerisch liegen die winzigen Molukua Islands vor der Ostküste. In der Stadt Kane'ohe verfahren wir uns aufgrund der irreführenden Beschilderung zur nordwärts führenden Route 83 (830). Doch wir lassen nicht locker, denn wir wollen unbedingt einen Blick auf den „Chinaman’s Hat“, einer kleinen malerischen Insel (Mokoli’i Island) vor der Küste, werfen.

Im Ort Laie erreichen wir das Polynesische Kulturzentrum. Hier sieht man sogar die McDonald Filiale in polynesischer Verkleidung. Für den Besuch des Kulturzentrums benötigt der Tourist nicht nur einen Tag, sondern auch eine Nacht, denn jeden Abend werden hier traditionelle Tänze und Bräuche präsentiert. Leider können wir nicht bleiben, denn ich möchte meinen Begleitern unbedingt mein heutiges Tagesziel zeigen: einen Strand, der für die Mehrzahl der Hawaiianer und viele Sportler in der Welt Kult ist:

„North Shore, Banzai Pipeline und Waimea Bay“ sind Zauberworte sowohl für alle in Hawai’i Geborenen als auch alle Wellenreiter dieser Welt. Um diese Kultnamen zu verstehen, muss man einige Jahre in die Anfänge dieses in Deutschland auch heute noch weitgehend unbekannten Sportes reisen. Der Hawaiianer Duke Kahanamoku, mehrfacher Olympiasieger, (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Duke_Kahanamoku) brachte diesen Sport in den 50er Jahren nach Kalifornien. Von dort begann sein Siegeszug um die Welt, mit Ausnahme von Deutschland. Hier bezeichnet man fälschlicherweise auch heute noch mangels geeigneter Meeresbrandung das Segeln auf einem Brett als „Surfing“. Richtig wäre vielmehr: „Windsurfing“ oder „Brettsegeln“.

Doch zurück nach O’ahu. Hier am „North Shore“ laufen im Winter die höchsten Wellen der Welt auf. Das vorgelagerte Riff baut sie bis zur mehr als zehn Meter hohen „Banzai Pipeline“ (Todesröhre) auf, die von den professionellen „Surfern“ mit Todesverachtung geritten wird. In Kalifornien entstand aus der Begeisterung für diesen Extremsport sogar eine spezielle Rock and Roll-Musikrichtung, die so genannte „Surfing Music“ (Beach Boys, Jan & Dean, Surfaris, Chantays u.v.m.).

Obwohl heute die Wellen nur drei bis vier Meter Höhe erreichen, bläst die Röhre beim Zusammenbrechen ihre berühmte Wasserfontaine nach links aus. Wir alle betrachten respektvoll das Meer und seine Urgewalt, die hier sichtbar wird. In der angrenzenden Waimea Bay sehen wir sogar den unglaublichen „Backwash“, das durch einen hier mündenden Fluss verstärkte Zurücklaufen der Wellen, das den Surfern Gelegenheit gibt, die Wellen in zwei Richtungen zu reiten. Ein recht seltenes Phänomen auf diesem Globus.

Von der Waimea Bay fahren wir quer durch das Innere von O’ahu zurück nach Honolulu, vorbei an endlosen Ananas-Feldern und den mit üppigem Regenwald bedeckten Bergen.

Das herrliche Wetter nutzen wir für eine ausgedehnte Stadtrundfahrt mit unserem Mietwagen. Wir sehen das Parlamentsgebäude mit dem Denkmal vom König Kamehameha und seinem gegenüber liegenden ehemaligen Wohnsitz, dem Iolani Palast. In diesen Palast sperrten 1894 die US-Usurpatoren Hawaiis letzte Königin Liliʻuokalani wegen Hochverrats ein und riefen die Republik Hawaiʻi aus. Königin Liliʻuokalani war übrigens die Komponistin des Liedes "Aloha-Oe".

In der nahe gelegenen St.Andrews Kathedrale von 1867 treffen wir auf ein japanisches Brautpaar, das hier einen Fototermin wahrnimmt. Dann besuchen wir noch einmal den heute im Sonnenschein liegenden Strand von Waikiki mit seiner angrenzenden Kahanamoku-Lagune, und den unvermeidlichen japanischen Hochzeitspärchen, die hier Fotos von ihrem „Weißen Traum“ schießen. Es ist wahr: Japan hat die Hawai'i Inseln friedlich erobert.

Im Hafen verabschiedet uns eine Folkloregruppe mit exotischen Hula-Tänzen: Aloha, O’ahu!

Fortsetzung folgt.

Siehe auch: htmlhttp://www.myheimat.de/marburg/freizeit/weltreise-...
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Helmut Seifert aus Mönchengladbach | 20.01.2014 | 15:49  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 21.01.2014 | 00:18  
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Silvia B. aus Neusäß | 21.01.2014 | 11:50  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 24.01.2014 | 01:08  
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 27.01.2014 | 09:44  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 27.01.2014 | 17:13  
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