WELTREISE 2013 – TEIL 34: REFLEXIONEN ZU MENSCH UND NATUR

Am Ufer des Rio Negro (Brasilien)
 
Gelbe Chemiebrühe im Hafen von Rio de Janeiro
Nun haben wir fünf Tage und Nächte Zeit, unsere bisherigen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Eine stürmische Atlantikreise und der ganze amerikanische Kontinent liegen hinter uns: von Brasilien um das Kap Horn herum bis hinauf nach Kanada mit vielen spannenden Abenteuern und interessanten menschlichen Begegnungen.

An Bord gibt es natürlich wieder viele Aktivitäten, um uns die Reisezeit zu den Hawaii-Inseln zu verkürzen. Doch meistens genügt uns schon unser Balkon mit einem guten Buch und dem Anblick des sich ständig verändernden Meeres.

Beim Blick auf die Wasseroberfläche entdecken wir sehr oft den dort treibenden Plastikmüll, denn wir durchkreuzen den Great Pacific Garbage Patch (die Müllhalde des Nordpazifiks). Wir erinnern uns, denn bereits in den südamerikanischen Häfen (Rio de Janeiro, Buenos Aires, Montevideo, Puerto Chacabuco und Valparaiso) sahen wir unglaublich viel Plastikmüll, um den sich niemand kümmerte, in den Hafenbecken treiben. In Valparaiso sahen und fotografierten wir sogar vor dem Marineministerium eine Demonstration gegen die Verschmutzung der Weltmeere. Es ist hinlänglich bekannt, dass der in den Meeren treibende Plastikmüll durch Wellenbewegung und UV-Licht auf Dauer zerkleinert wird, wobei ein immer höherer Feinheitsgrad bis hin zur Pulverisierung erreicht werden kann. Bei einem hohen Feinheitsgrad wird das Plastikpulver von verschiedenen Meeresbewohnern sowie unter anderem auch vom Plankton aufgenommen. Von dort steigen die Plastikpartikel, die giftige und Krebs verursachende Chemikalien wie DDT und Polychlorierte Biphenyle enthalten, in der Nahrungskette immer weiter auf. Auf diesem Weg gelangt der Plastikmüll mit den darin enthaltenen Giftstoffen auch in unsere Lebensmittel. Erneut zeigt uns die Natur, mit welcher Dummheit und Ignoranz die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage vernichten. Wie sagte doch Einstein angeblich?
"Die Unendlichkeit des Universums ist nicht bewiesen, aber die Dummheit der Menschen!"

Wir machen uns auch klar, dass ein Kreuzfahrtschiff wie die „MS Amadea“ auf einer solchen Reise um die Welt sehr viel Schweröl verbrennt und deshalb beachtliche Mengen an CO2 ausstößt. Wir beruhigen uns mit dem Wissen, dass wir zu Hause an unserem Wohnort auf Teneriffa mangels Zentralheizung und Klimaanlage plus Solarzelle jährlich viel weniger CO2 produzieren als der durchschnittliche Mittel- oder Nordeuropäer. Hinzu kommt außerdem die Tatsache, dass die durch unsere Reise entstehende Umweltbelastung während unserer Abwesenheit von zu Hause daselbst durch unsere völlig fehlenden CO2 Emissionen ausgeglichen wird.

Vor uns liegen nun die von einer früheren Reise bereits vertrauten Hawaii-Inseln, Japan und Südostasien. Wir freuen uns auf viele neue Ziele in fremden Kulturkreisen.

Eine Fortsetzung dieses Reiseberichtes erfolgt an dieser Stelle am 6.1.2014. Ich danke allen treuen Lesern und wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Siehe auch:
http://www.myheimat.de/marburg/freizeit/weltreise-...
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Silvia B. aus Neusäß | 16.12.2013 | 11:05  
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Volker Beilborn aus Marburg | 16.12.2013 | 13:12  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 16.12.2013 | 17:56  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 17.12.2013 | 12:51  
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Johannes Linn aus Marburg | 31.12.2013 | 15:53  
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