Sylt, eine Insel zum verlieben (2. Teil)

Wenningstedt


Ein Besuch des Wenningstedter Friedhofs steht heute im Programm. Dort liegt Heinz Schubert (Ekel Alfred) seit 1999 begraben und wenn es möglich war, haben wir ihn besucht. Das Grab liegt nahezu am Ende des Friedhofs, ein bisschen überwuchert am Hauptweg. Das Gräberfeld ist nicht groß, aber sehr gepflegt und es gleicht einem Park.
Danach geht es zum Wenningsteder Teich. Die Anlage macht ebenso einen gepflegten Eindruck, auch wenn, bis auf eine Möwe, kein Wassergeflügel zu erblicken ist. Im Winter, wenn die Stürme über die Nordsee brausen, ist das hier ganz anders. Da nämlich sind viele Wintergäste zu bewundern, die von weit her kommen. Z.B. allerhand unterschiedliche Möwenarten, von der Dreizehenmöwe, der Silbermöwe und Mantelmöwe bis zu der Heringsmöwe. Auch viele Entenarten die ebenfalls von weit her kommen, z.B. Eiderenten, Stockenten, Mandarinenten und viele mehr gibt es zu sehen.
Zum Abschluss besichtigen wir die Kirche der Gemeinde, diese liegt zwischen dem Teich und dem Friedhof. Wir haben sie noch nie besichtigt und sind von ihrer schönen Schlichtheit beeindruckt.
Wenningstedt grenzt direkt an Westerland, wenn da die Ortseingangsschilder nicht wären, könnte man glauben, dass man sich in der ein und derselben Stadt befindet. Da die Insel hier sehr breit ist, hat die Gemeinde nur den Weststrand und der ist sehr schön, da sich das 'rote Kliff' dort befindet. Es ist sehr hoch und bei den jährlichen Sturmfluten brechen große Teile von ihm ab. Der Weg an der Kliffkante musste schon ein paar Mal zurück verlegt werden. Auch stabile Häuser wurden ein Opfer der Naturgewalten.

List


Eine Fahrt über die Insel führt uns auch nach List, dem nördlichsten Ort der Insel. Kampen haben wir durchfahren, das steht nicht auf unserer Agenda. In unserer Jugendzeit haben wir schon mal Kampen besucht. Bei Valeska Gert haben wir gesessen, von 20°° bis 22°° Uhr, und haben Bier getrunken, denn mehr konnten wir uns nicht leisten. Dann kamen die Reichen und die Schönen und beanspruchten unsere Plätze und wir mussten sehen, wo wir bleiben.
Gunter Sachs kreiste damals durch Kampen und sog die Püppchen an, wie die Motten das Licht. Da konnten wir nicht dagegen anstinken und das wollten wir auch nicht!
Wenn das Fernsehen über Sylt berichtet, dann über Kampen und Westerland. Die anderen Gemeinden kommen in dem Beitrag nicht vor, obwohl sie es verdient hätten! Soviel zu Kampen.
Also auf nach List, dem nördlichsten Ort Deutschlands. Auf der Festlandseite liegt schon Dänemark.
List hat einen sehr schönen Hafen, doch der Hörnumer ist um ein Vielfaches größer. Aber im Hafen ist mehr los! Da ist zunächst Gosch mit Deutschlands nördlichsten Fischrestaurant. Gosch fing mit einer Fischbude am Lister Hafen in den 50ger Jahren an. Heute ist der Herr fast in allen Bundesländern mit Fischrestaurants vertreten. Dabei ist er Millionär geworden aber keineswegs abgehoben.
Daneben gibt's viele andere Geschäfte mit Souveniers, edler Kleidung, Bücher und was die Leute eben kaufen, wenn das Geld locker sitzt. Die höchste Anziehung übt die Ausstellung über die Naturgewalten aus. Diese ist einem festen Haus untergebracht und man kann dort Wind erleben bis 10 Windstärken. Daneben gibt es eine Einrichtung, wo man Wellen erzeugen kann und man sieht, wie zerstörerisch Wellen sein können, wenn sie auf Land treffen. Wir haben vor Jahren im Januar in Hörnum erlebt, dass bei einem Orkan ganze Dünen vom Wasser mitgerissen wurden. Da kann man sich nur mit äußerster Mühe auf den Beinen halten. Dies war äußerst beeindruckend und man ist froh, dass man im Landesinneren wohnt.
Wir verlassen List und fahren über die Straße zum Ellenbogen an der Jugendherberge vorbei, die ziemlich einsam liegt, bis zum Lister Strand. List liegt auf der Ostseite der Insel am Watt. Will man in der Nordsee baden, geht das nur per Bus, mit dem eigenen Auto oder per Fahrrad. Deshalb haben wir nie dort Quartier bezogen. Die Straße dorthin ist i.O., aber wenn weiterfährt und die großen Wanderdünen besichtigen will, geht das nur mit Tempo 30 km/h oder noch weniger. Die Straße (sie wurde im 3. Reich erbaut) ist so marode, dass man lieber Schritt fährt. Man ist froh, wenn man die klassifizierte Straße wieder erreicht.
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