Sylt, eine Insel zum verlieben (1. Teil)

Dramatische Sandverluste der Insel von 1956 - 2011.
 
Das Haus war das letzte in der zweiten Reihe, nur durch einen kurzen Fußweg zu erreichen.

Sylt, eine von Sturm und Wellen zerzauste Insel

Wir haben schon sehr viele Urlaube auf Sylt verbracht. Das 1. Mal als Betreuer von Kindern aus Marburg und da mir die Insel so gut gefallen hat, bin ich privat wiedergekommen, dieses Mal auf dem Campingplatz in Hörnum.
Meine Frau hat dasselbe gemacht, nur ein Jahr später. Dabei haben wir uns kennen gelernt und wenig später geheiratet. Die Ehe hält mit Höhen und Tiefen schon über 50 Jahre.
Es bleibt nicht aus, dass nach so langer Zeit die körperlichen Beschwerden kommen und der Entschluss reift, noch einmal die Insel zum endgültig Mal zu besuchen.
Das erste Bild zeigt den dramatischen Sandverlust an der Südspitze der Insel über die Jahre. Früher (Ende der 50ger Jahre) brauchte man ca. 2 Std., um die Südspitze zu umrunden (bei Ebbe). Heute braucht man, auch wenn man trödelt, nur eine 3/4 Stunde. Die Südspitze wurde, nach meinem Kenntnisstand, inzwischen aufgegeben! Man kann auf der Südspitze die Nordsee, die Inseln Föhr und Amrum und das Wattenmeer beobachten. Das war immer so ein Platz, an dem wir die Seele baumeln lassen konnten!

Unser Quartier

Dieses Mal hatten wir ein ganzes Haus für uns alleine (nur die untere Etage). Ich hatte zuvor im Internet gesucht nach einem ebenerdigen Eingang, weil das Treppen steigen meiner Frau und mir ein paar Probleme bereitet. Da noch Zwischensaison auf der Insel war, war neben uns kein Nachbar. Die Wohnung bestand aus einem Eingangsbereich, einem Wohnzimmer das die Küche mit einschloss, einem Elternschlafzimmer, einem Kinderzimmer, einem Bad und einer Terrasse. Bis auf kleine Beanstandung war die Wohnung in Ordnung.

Hörnum

Hörnum hat uns schon immer angezogen. Wir haben auch in Westerland gewohnt, aber das südliche Ende von Sylt hat uns gefehlt. So haben wir in den verschiedenen Quartieren Menschen kennen gelernt, die noch immer unsere Freunde sind, egal ob es Einheimische oder Gäste waren.
So war es in unserer Jugendzeit nicht außergewöhnlich, dass der Wirt, wenn die richtigen Gäste in der Kneipe waren, abgeschlossen hat und wir unter uns waren. Wir liefen damals noch mit Anzug bekleidet, haben da sehr betuchte Gäste kennengelernt. Diese Kneipen existieren heute nicht mehr.
Das Hotel 'Helene' ist nicht mehr, es musste einem Neubau weichen (heute steht an gleicher Stelle das Hotel "Zum Leuchturm"). Zu der damaligen Besitzerin haben wir bis heute noch Kontakt. Ihr Mann ist an Krebs gestorben und die Tochter, sie sollte das Hotel übernehmen, kam bei hoher Geschwindigkeit mit dem Auto von der Straße ab und starb noch an der Unfallstelle.
Das heutige Hörnum hat solche Kneipen nicht mehr zu bieten. Da gibt es einen 18-Loch-Golfplatz und das dazugehörige 5*+Hotel. Das kleinste Auto, das vor diesem Hotel steht, ist ein Mercedes. Porsche, Jaguar und Ferrari beherrschen das Bild vor dem Hotel. Die Hotelbesitzer kauften alle Häuser in Hörnum auf, deren sie habhaft werden konnten. Da mussten sich die Hörnumer mit ihren Preisen eben anpassen!
Die anderen Bilder zeigen das Umfeld von Hörnum, so wir es lieben!

Westerland

Westerland ist eine einzige Baustelle, deshalb haben wir es uns verkniffen, die Stadt näher in Augenschein zu nehmen. Die einzigen Bilder sind am Strand aufgenommen worden und das Miramar-Hotel. Der Weg führt uns zurück nach Hörnum, nachdem wir in Westerland eingekauft haben.
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2 Kommentare
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Volker Beilborn aus Marburg | 23.07.2016 | 15:21  
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Gernot Haack aus Marburg | 23.07.2016 | 18:57  
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