Straßenbahn fahren in der ganzen Welt, ein schönes Hobby – Teil 11: Wien

Straßenbahn auf den alten Linien 1 und 2
 
Eines der vielen Strtaßenbahndepots
Wien (Österreich): Schottenring | Wien ist eine Stadt der Straßenbahnlinien. Zeitweise fuhren auf den sehr vielen Ring-, Stich- und Durchgangslinien mehr als 1.000 Straßenbahnen. Mit der Tram kann man überall hin fahren. Für Touristen ist besonders beliebt die Strecke rund um die Innenstadt. Das war früher die Fahrt mit den Straßenbahnlinien 1 und 2, die so genannten Ringlinien.

Diese Linien befuhren seit dem 30. Juni 1886[ die Ringstraße und den Franz-Josefs-Kai als Endlosschleife: Der 1er im Uhrzeigersinn auf dem Innengleis, der 2er gegen den Uhrzeigersinn auf dem Außengleis. Am 1. Mai 1865 hatte Kaiser Franz Joseph die Wiener Ringstraße offiziell eröffnet. 2015 feiert Wien ihren 150. Geburtstag mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen.

Doch seit ein paar Jahren ist diese Möglichkeit, die Ringlinie in einem Durchgang abzufahren, abgeschafft worden. Am 26. Oktober 2008 erhielten beide Linien im Sinn der historischen „Durchgangslinien“ eine neue Streckenführung. Die Linie 1 fährt nun vom Stefan-Fadinger-Platz in Favoriten über die Strecke 65, westlichen und nördlichen Ring sowie Kai (Schwedenplatz) über Strecke 78 zur Prater-Hauptallee. Linie 2 verbindet Ottakring (Strecke 45 bzw. J-Wagen) und Friedrich-Engels-Platz, wobei die Strecke über südlichen Ring, Franz-Josefs-Kai und Taborstraße (Strecke 29 bzw. Linie N) führt.

Trotzdem lohnt es sich unbedingt, mit der Tram mit den neuen Verbindungen die Ringstraße abzufahren. Man kommt vorbei an den vielen Sehenswürdigkeiten, die noch in der kuk-Monarchie gebaut wurden. Der schönste Boulevard der Welt beherbergt außerdem nicht nur eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, sondern auch große Parks, wichtige Monumente und vieles mehr.

Wiener Staatsoper
1861 bis 1869 von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Neorenaissancestil erbaut, wurde die Oper am 25. Mai 1869 mit Mozarts "Don Giovanni" eröffnet. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg folgte die Wiedereröffnung 1955 mit Beethovens "Fidelio".

Hofburg/Neue Burg

In der Neuen Burg sind heute u. a. Teile der Nationalbibliothek und das Weltmuseum Wien untergebracht. Der heute existierende Bau wurde 1913 fertig gestellt. Direkt davor liegt der Heldenplatz.

Kunsthistorisches Museum Wien

Naturhistorisches Museum


Parlament
Im griechischen Stil errichtete Theophil von Hansen von 1874 bis 1883 das Parlament mit dem berühmten Pallas-Athene-Brunnen. Es zählt zu einem der schönsten und wichtigsten Ringstraßenbauten. Führungen finden statt.

Rathaus
Der Sitz des Wiener Bürgermeisters wurde 1872 bis 1883 von Friedrich Schmidt im Stil der Neogotik errichtet

Burgtheater
Semper und Hasenauer ließen dieses bedeutende Haus von 1874 bis 1888 errichten

Universität Wien

Votivkirche

Als Dank für ein misslungenes Attentat auf Kaiser Franz Joseph wurde 1856 mit dem Bau der heute zweithöchsten Kirche Wiens begonnen. Anlässlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares wurde die neogotische Kirche 1879 eingeweiht.

Börse

Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst – MAK
Nach dreijähriger Bauzeit wurde das MAK 1871 am Stubenring eröffnet.

Eine der Linien der Wiener Straßenbahn führt auch zum Hauptfriedhof. Es gibt besondere Straßenbahnwagen, die zum Tranport auf den Friedhof erstellt wurden.

Hier einige Daten aus der Geschichte der Wiener Straßenbahnen:



1865 erfolgt die Betriebsaufnahme der ersten Pferdebahnlinie zwischen Schottenring und Hernals.
1868: Drei Jahre später kommt es zur Gründung der "WT - Wiener Tramway-Gesellschaft". Außerdem werden fixe Haltestellen eingerichtet.
1872 gründet sich die "NWT - Neue Wiener Tramwaygesellschaft"
1883 kommt es zur Betriebsaufnahme der ersten Dampftramwaylinie zwischen Hietzing und Perchtoldsdorf.
1897 nimmt schliesslich die erste elektrische Straßenbahnstrecke ihren Betrieb zwischen Mariahilf und Vorgartenstraße auf.
Im Jahr 1902 erfolgt die Gründung des Unternehmens "GW-St.Stb. - Gemeinde Wien-Städtische Straßenbahnen".
1903 wird die letzte Pferdebahnlinie eingestellt.
1913 wird die erste elektrische Weichenstellvorrichtung eingeführt.
1922 kommt es bereits zur Elektrifizierung der letzten Dampftramwaystrecken.
Im Jahr 1951 werden die ersten Nachkriegs-Neubau-Straßenbahnen eingeführt.
1957 nehmen die ersten Straßenbahn-Verkehrslichtsignalanlagen ihren Betrieb auf. Ein Jahr später kommt der erste Gelenktriebwagen der Wiener Straßenbahn.
1961 erfolgt dann die Einführung eines neuen Fahrscheinsystems mit Markierung durch Stempelzangen.
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