Reisen bildet – auf nach Apulien (4) - Gallipoli, das Ende der Halbinsel

Gallipoli - Altstadt mit der eng in die Gassen eingebundenen Kathedrale.
Gallipoli (Italien): Kathedrale | Für eine Woche in Sant´Isidoro am Ionischen Meer am Stiefelabsatz in einem Strandhotel untergebracht, muss man unbedingt noch weiter nach Süden, so weit es eben geht. Und dabei geht die Reise sofort nach Gallipoli.

Gallipoli

Durch ihre Lage auf einer nur wenig vom Festland getrennten fast kreisrunden kleinen Insel hatte Gallipoli schon vom Altertum her eine führende Rolle gespielt. Sie war von vielen heran gesegelten Eroberern umkämpft und begehrt. Die Stadt, die auch den Namen „Perle des Ionischen Meeres“ trägt, hatte sich nicht nur mit einer gegen das Meer gerichtete beeindruckende Stadtmauer umgeben, sondern die Bewohner hatten auch ein starken Castell gebaut.

Die Innenstadt auf der kleinen Insel kann italienischer nicht sein mit ihren Gassen, Palazzi und Kirchen. Ein Juwel für das Unesco-Weltkulturerbe. In der Kathedrale wird die Heilige Agathe verehrt. Sie wird aufgesucht als Heilige gegen die Erkrankung gegen Brustkrebs. Als sie einbalsamiert wurde, haben Reliquiensammler ihr die Brustwarzen abgeschnitten. Sie wurden entführt nach Galatina (siehe Teil 5).

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Gallipoli führend im Handel mit Öl für die Öllampen und Straßenbeleuchtung in Nordeuropa. Eine Flotte von fünfzig Schiffen versorgte permanent die Häfen in Nordsee und Ostsee bis St. Petersburg (dort auch für die Kirchen) mit dem notwendigen Öl.

Einige alte Ölmühlen sind in der Altstadt noch erhalten und können besichtigt werden.

Santa Maria di Leuca

Aber Gallipoli ist noch nicht das unterste Ende der Halbinsel. Die mit Thermen ausgestattete Stadt Santa Maria di Leuca liegt am weitesten südlich in Apulien, am letzten Zipfel. Auch hier begeistern erneut die solitär stehenden Felsformationen und die ins Meer hinaus gebauten Meerwasserschwimmbäder. Das bekannte ist die Cesarea Therme. Hier am Capo di Santa Maria befindet sich wieder ein Heiligtum. Die Jungfrau von Leuca ist ein viel besuchtes Wallfahrtsziel.

Die Weine Apuliens

Neben den Millionen Olivenbäumen bedeuten die Weinstöcke den Reichtum des Landes. Bekannt bei uns ist der Primitivo, der von dieser Gegend stammt. Aber ein weiterer Wein, der Negroamaro, verdient höchste Anerkennung. Der Wein hat eine tiefrote bis schwarze Färbung und ist zumindest mit dem besten Chianti vergleichbar.
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3 Kommentare
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Gernot Haack aus Marburg | 06.11.2015 | 09:28  
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Karl-Heinz Gimbel aus Marburg | 06.11.2015 | 10:36  
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Werner Szramka aus Lehrte | 06.11.2015 | 14:18  
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