PLAN-INTERNATIONAL - eine segensreiche Einrichtung für die Kinder der Welt
Ich bin seit vielen Jahren PLAN – Pate, d.h. unterstütze mit meinem monatlichen Beitrag Kinder in der Welt.
Zunächst war (und bin) ich Patin eines Mädchens in Indien. Hier wechselte die Patenschaft schon einige Male. Wenn das Kind erwachsen ist (18 Jahre) oder das Dorf und deren Bewohner von PLAN nicht mehr unterstützt zu werden braucht, endet die Patenschaft und ich werde gefragt, ob ich diese auf ein anderes Kind übertragen wollte.
Seit 2004 bin ich auch Patin eines Jungen in Simbabwe, einer Aids-Waise. Da er in diesem Jahr 18 Jahre alt wurde, ging die Patenschaft an ein anderes Kind, ebenfalls aus Simbabwe. Quency ist erst 6 Jahre alt und schickte mir heute seinen ersten selbst gemalten Brief. Auch wenn die Post lange unterwegs ist – ca. 2 ½ Monate – und ich ihm keine kleinen Geschenke schicken darf, hat mich dieser kleine „Brief“ sehr berührt. Es sind erste Ansätze einer Kommunikation, die sich sicher noch ausweiten wird.
Die Paten-Gelder kommen nicht unmittelbar dem Kind zugute, sondern vor allem seinem Umfeld. (Schulen, Ausbildung, Brunnenbau, soziale Einrichtungen) Es wäre sonst sehr ungerecht denen gegenüber, die keine Paten haben. Immerhin habe ich durch meinen Beitrag für das indische Mädchen erreicht, dass es nicht als Kind schon verheiratet wurde. Es geht regelmäßig zur Schule, ist inzwischen im College und fest entschlossen, Lehrerin zu werden. Da ich Renuka gelegentlich kleine Geschenke wie Hefte, Bleistifte oder dergl. schicken kann, bekomme ich immer ebenso herzliche Dankesbriefe. Leider klappt das in Simbabwe nicht, da es verboten ist, dass Ausländer Geschenke schicken.
Trotzdem finde ich nach wie vor, das PLAN eine wunderbare Einrichtung ist, die ein Minimum an Aufwand betreibt und doch viel erreicht, wie ich den ständigen Berichten, die mir zugehen, entnehmen kann.
Interessenten können sich unter www.plan-deutschland.de informieren.
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Kommentare zum Beitrag
@Traudel, schön, wenn es Menschen gibt, die Kindern in Not helfen, hoffe dass diese Gelder auch bei dem Kind ankommen.
@ Hans-Rudolf: Hattet Ihr das Geld über PLAN geschickt oder privat?
Ich will nicht abstreiten, dass es auch Protektionismus und Schieberei gibt,
aber durch die Betreuer von PLAN vor Ort habe ich großes Vertrauen zu der Organisation. Bisher ist auch - lt. den Berichten meiner Patenkinder in Indien -
viel getan worden, um ihnen ein bisschen das Leben zu erleichtern.
@ Christine: Was meinst du, wie glücklich Renuka in Indien war, als sie zur Schule gehen konnte und dazu noch eine Schuluniform bekam? Ihre Eltern - der Vater stellt Ziegel her und die Mutter ist natürlich zu Hause - hätten ihr das nicht ermöglichen können. Das Mädchen ist intelligent und strebsam. Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, wenn sie beruflich tätig wird.



"Die Paten-Gelder kommen nicht unmittelbar dem Kind zugute, sondern vor allem seinem Umfeld." Darin sehe ich das Hauptproblem. Man kann nicht kontrollieren, was mit dem Geld geschieht. Wir hatten letztes Jahr über den Bruder meiner philippinischen Frau gesammelte Spendengelder zur Finanzierung von Schulgeld für mehr als 40 Kinder geschickt. Als meine Frau dieses Jahr dort war, musste sie feststellen, dass es trotz aller Vorkehrungen unsererseits Protektionismus und Schieberei gab. Auch in diesen Ländern ist jeder sich selbst der Nächste und europäische Blauäugigkeit wird schamlos ausgenutzt.