Noch 'ne Reise. (Teil 3)

Bergen, in der Speicherstadt der Hanse. Hier fuhren Kähne durch, die mit Waren beladen waren und hier gelöscht wurden.
 
Noch einmal die von Kähnen befahren Kanäle. (jetzt liegen Bohlen über den Kanälen).

Bergen.

Je näher Bergen kam, umso schlechter wurde das Wetter. Im strömenden Regen gingen wir von Bord. Unsere Koffer und die einiger Mitreisender waren nicht da. So sind die Mitreisenden und ich wieder auf verbotenen Wegen auf das Schiff gegangen. Lange Rede kurzer Sinn, das Reisegepäck war schon ausgeladen als wir erneut von Bord gingen.
Wir sind nach der vergangenen Nacht auf der MS Lyngen ganz schön müde. Per Bus wurde die Stadtbesichtigung durchgeführt. Vielen fielen die Augen zu, es gab auch nicht viel zu sehen und der strömende Regen ließ nicht nach. Bergen ist dafür bekannt, dass die Stadt zu ~90% verregnet ist. Unser Hotel war äußerlich eine Baustelle, unser Fenster waren mit Planen verhängt.
Meine Frau läuft bei starkem Regen los, denn sie muss sich nach der Schiffsreise mal richtig bewegen. Über 1 Stunde dauert das, zu Beginn schwankt sie noch leicht, aber das gibt sich.

Hardangerfjord.

Um 7°° Uhr war Aufstehen angeordnet. Das Frühstück war gut, nur nicht ausreichend! Im strömendem Regen geht es zum Hardangerfjord, dem schönsten der Reise. Es regnet weiter und immer weiter. Nach 30 - 40 km geht es auf eine Fähre, die uns auf die Seite des Fjordes bringt (ungef. 15 min). Ca. 80 km ist der Fjord lang, den letzte Eiszeit vor ~10 000 Jahren hinterlassen hat. Der Bus gewinnt auf der Weiterfahrt langsam an Höhe und mit jedem Meter an Höhengewinn wird es heller. Wir sind auf 1140 m angekommen und sehen eine ganz karge Landschaft, nämlich Tundra. Die Temperatur beträgt nur 8° C, Trotzdem lässt meine Frau es sich nehmen, ein kleinen Strauß von Flechten und Gräser mit zunehmen. Zuhause hat er lange gehalten.

Geilo.

Gegen 16°° Uhr wird Geilo erreicht. Geilo ist ein Wintersportort, aber nicht zu vergleichen mit den Wintersportorten in der Schweiz und Österreich. Wir machen noch eine Runde durch das ruhige Geilo. Gehsteige gibt es nicht, Autos müsse halt Schrittgeschwindigkeit fahren. Wir haben Lust nach Obst und etwas Süßem! Dafür bezahlen wir fast 10,- €, absolut preiswert!!! Die Nacht war endlich einmal ruhig. Beim Frühstück war die Stimmung heiter, ein jeder hatte gründlich ausgeschlafen. Die Fahrt geht weiter nach Oslo.

Oslo.

Wir sind zeitig in Oslo und haben noch 3 Std. Zeit, um uns die Stadt anzusehen. Mit einem Ehepaar, das haben wir auf der Fahr kennengelernt, marschieren wir auf die Festung und erleben dort ein Konzert mit vielen Bewohnern aus Oslo. Es spielte das Staatsorchester und begleitete zwei Herren und zwei Damen die hervorragend sangen. Mehrere Zugaben verlangten die Zuhörer.
In den Freiflächen des Hafens ist ein Fest für Ausländer. Beruhigend, dass die Polizei Präsenz zeigt. Auf Pferden und auf Fahrrädern sind Ordnungshüter unterwegs und sorgen so für die nötige Ordnung. Um 19°° Uhr endet das Norwegenabendheuer und wir gehen auf die Fähre nach Frederikaven/Dänemark. Nachts um 2°° Uhr sehen wir am Fenster, ungefähr 10 m über der Wasserlinie, sehr hohen Wellengang. Manchmal können wir wegen der Gischt, die an unser Fenster spritzt, überhaupt nichts sehen. Es gibt ganz ordentliche Schläge gegen den Schiffskörper, trotzdem schlafen wir wieder ein.
Frühstück gibt es um 7°° Uhr und um 8°° Uhr gehen wir an Land. Von da geht es mit einem Stopp in Beveringen nach Hause, wo wir gegen 21°° wohlbehalten ankommen.

Resümee.

Die Reise war sehr interessant, obwohl der Fahrer nicht zu akzeptieren war. Er gab falsche Auskünfte, sagte einem älteren Ehepaar, dass er sie auf diese Reise nicht mitgenommen habe, wenn er gewusst hätte, welche Schwierigkeiten sie ihm machten.
Das war über alle Maßen ungehörig. Er hätte uns am liebsten jeden Morgen antreten und durchzählen lassen. Die Strecke hat er nur ansatzweise gekannt, deshalb hat er einmal über Stunden gebraucht, um das Hotel zu finden. Deshalb konnte Trondheim nicht besucht werden. Er war sehr unbeherrscht. Es hat sich keiner der Fahrtteilnehmer gefunden, der für ihn gesammelt hätte. Das war die Höchststrafe.

Ende des Berichts!
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