IN 160 TAGEN UM DIE WELT (2.Teil)

von Hans-Rudolf König aus Marburg | am 27.08.2008 | 172 mal gelesen | 4 Kommentare | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

12.12.07: Ich selbst habe mir bereits vor zwei Tagen eine heftige Lungenentzündung wegen der falsch eingestellten Klima-Anlage in den öffentlichen Räumen des Schiffes geholt. Bettruhe, Antibiotika, Inhalieren und viel Lesen ist angesagt.

Vor uns liegen drei Atlantik-Seetage. Wir fahren westwärts nach Brasilien.

Jetzt gibt es von morgens bis abends viel Unterhaltung: Bridge-Kurs, PC-Kurs, Power Pilates (gegen Bauchspeck), Skattreff, Tischtennis, Bingo, Cocktail-Stunde, Vorträge über Brasilien, Strudelbuffet und jeden Abend Showtime (meist sehr dürftig, kaum erwähnenswert).

Heute Vormittag: Kirmes auf dem Pooldeck, d.h. Geschicklichkeitsspiele, bei denen man Nudeln gewinnt. Für fünf Nudeln gibt es einen Planters-Punch.
Allgemeine Stimmung locker und gut.

14.12.07: Die erste Äquatortaufe auf unserer Reise (es werden noch zwei folgen) findet ohne mich statt.

15.12.07: Ankunft in Fortaleza: fünftgrößte Stadt Brasiliens. Hummerzentrum. Mein erster vorsichtiger kurzer Landgang (Uferpromenade – viele Schnorrer). Mittags schon weiter in Richtung Belém.

16.12.07: Flusstag: Einfahrt in das Amazonas-Mündungsgebiet (300 km breit). Maritimer Frühschoppen an Bord. Wasser wird immer brauner. Viel Grünzeug treibt in Wasser.

17.12.07: Morgens sehr frühe Ankunft in Belém (Bethlehem). Ich gehe nicht von Bord, denn auf der Rückfahrt von Manaus werden wir hier noch einmal für die neuen Passagiere (die in Manaus zusteigen) Halt machen . Nachmittags weiter flussaufwärts nach Alter do Chao.

18.12.07: Flussaufwärts verlieren wir gegen die Strömung viel Zeit. Jede Menge Programm an Bord, um die Passagiere bei Laune zu halten.

19.12.07: Der Amazonas: Wahnsinn: Ein riesiger Strom. Die Mutter eines riesigen Landes. Das Etappenziel Alter do Chao wird zu spät erreicht und nicht angelaufen. Für den Rückweg vorgemerkt.

20.12.07: Der letzte Tag flussaufwärts. Rechts und links nur endloser Regenwald. Die Luft ist sehr würzig. Viele Insekten besuchen das Schiff. Fischreiher, Raubvögel, Möwen, Flussdelphine, Indianerkanus, brasilianische Passagierschiffe mit Hängematten an Deck sind zu sehen. Ich denke an Fitzgeraldo.

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4 Kommentare zum Beitrag
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Siegfried Kuhl (sk1941) aus Marburg am 27.08.2008 um 22:41 Uhr  
13.369
Hans-Rudolf König aus Marburg am 27.08.2008 um 23:45 Uhr  
361
Wolfgang Krebs aus Marburg am 27.08.2008 um 23:59 Uhr  
13.369
Hans-Rudolf König aus Marburg am 28.08.2008 um 12:25 Uhr  
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