Finanzkrise: Sieht unser Urlaub in Zukunft so aus?
Der Fussgänger "Polentes Vittorio"...
26.02.2009
Finanzkrise: Sieht unser Urlaub in Zukunft so aus?
Not macht erfinderisch. Ohne Geld reisen.
Bereits vor ca. 100 Jahren verteilte ein reisehungriger Italiener aus dem Norditalienischen Vittorio Veneto
verschieden gestaltete Ansichtskarten und finanzierte damit seine Reisen.
Die Ansichtskarten enthielten zumeist nachfolgenden Text in mehreren Sprachen:
Der Fussgänger POLENTES VITTORIO von Vittorio Veneto, welcher schon Italien durchreist und die Reise um die Welt angetreten hat (km. 50.000) bietet dieses Karte Ihrer Güte an, mit tausend Dank für die erhaltene Gabe.
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Wir würden vielleicht gesünder leben, wenn viele so reisen.
Als Jugendliche sind wir auch schon mit dem Fahrrad (ohne Gangschaltung) von Salzgitter bis zum Bodensee geradelt. Zeit: vier Wochen, Geld: 60-70 DM. Unterkunft: Zelt und Jugendherberge. Das war hart, aber bis heute unvergessen.
Der Gesunheit und den Krankenkassen würde das gut tun, die Touristikbranche zusammenbrechen, die Flugzeugindustrie Kurzarbeit anmelden, andere werden folgen. Heere von Arbeitslosen in den reichen sowie in den Reiseländern, dass sich viele auch den Rucksack nicht mehr leisten können. Garnicht so einfach, Räder zurückzudrehen.
Dann wächst dafür eben die Schuhbranche, die Zeltindustrie und die Radproduktion. Und wenn man nicht mehr ins Ausland reist, wächst halt Gastronomie, Touristik und Eventindustrie im Inland. Ist doch auch nett ;)
Lieber Andreas - Deine Überlegungen verdienen es, weitergesponnen zu werden.
Aus dem so entstehenden Faden könnte ein Tuch gesponnen werden, und aus diesem Tuch könnte man zum Beispiel ganz viele Röcke fertigen.
Ich bin, ehrlich, sehr davon angetan, eine solche Seite an Dir entdeckt zu haben ....
Zitat Andreas: "(Und wenn man nicht mehr ins Ausland reist, wächst halt Gastronomie, Touristik und Eventindustrie im Inland. Ist doch auch nett ;)"
Die vielen zum großen Teil unsinnigen Auslandsreisen bräuchte Mann (Frau) bloß ein wenig reduzieren - außer der wirtschaftlichen würde dadurch auch die Nationalbewußtseinsseite ein wenig gestärkt. Damit liegt es in Deutschland nämlich arg im Argen.
Das hat absolut nichts mit "braunem Gedankengut" zu tun - die europäischen Nachbarn ringsumher sind da alle sehr viel besser aufgestellt - und das völlig ungeachtet irher jeweils eigenen durchaus nicht immer schönen Vorgeschichte.
Die "Blödzeitung" wie >Kommissar Stöver< sie immer liebevoll benannte, würde dann statt des hirnverbrannten "WIR SIND PAPST" oder "WIR HABEN SCHWEINEGRIPPE" vielleicht einmal titeln: "WIR SIND DEUTSCH"
Soweit an diesem frühen Morgen dies unendliche Thema ...
Die Franzosen haben bereits in den 60iger/70iger Jahren, während einer enormen Kapitalabwanderung aus Frankreich, den Slogan "Urlaub im Heimatland" umgesetzt: http://de.wikipedia.org/wiki/La_Grande-Motte
Erst nachdem La Grande Motte ein voller Erfolg wurde zogen die übrigen Küstendörfer nach und der größte Teil der sonnenhungrigen Franzosen macht seitdem Urlaub im eigenen Land.
So große "Daheimurlaubenden" Zahlen wie sie die westlichen Nachbarn vorweisen können, werden es in Deutschland wohl nie werden, weil Germanien die mediterrane Küste 'fehlt' (es sei denn, die 'Klugheit' unserer Politikerkaste ermöglicht den Finanzzuhältern weiterhin ihr schändliches Tun - dann erübrigt sich das Thema Urlaub für die Masse der Bevölkerung eh von selbst).
In Frankreich gab es zur Zeit der Planung und des Bauens von La Grande Motte noch einige nette Begleit-Gesetze:
Staatlich festgelegter Preis für Brot # Bargeschäfte nur bis 3.000 FFranc (ca. 1.000 EUR) # Bargeldtransfer ausser Landes (z.B. Urlauber) nur 1.500 FFranc (ca. 250 EUR) etc.......
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