Durch das östliche Mittelmeer. (Teil 3)

Wir wissen nicht, welche Inseln in der Ägäis an uns vorbeiziehen, auf jeden Fall sind sie alle felsig.
 
In der Ferne braut sich was zusammen und noch ist das Meer ruhig.

Auf dem Weg nach Neapel. (19.12)


Nach unserem Abschied von Istanbul hatten wir in der Nacht starken Seegang und noch dazu ein Gewitter. Die See sah ganz toll aus, dennoch brauchte meine Frau eine Spucktüte. Um 10°° Uhr war Meeting über unsere Heimreise und das Prozedere mit den Koffern.

20.12.:
Der Tag auf dem Schiff war ein Traum hinsichtlich des Wetters, denn das lässt uns schon an den Frühling denken und nicht an Weihnachten!

21.12.:
Wir kommen zeitig in Neapel an. Man hat uns gewarnt vor Taschendieben und sonstigen Gesindel in der Stadt. Diese Warnung war uns eingängig, obwohl wir weder überfallen noch verschleppt wurden.
Ein Taxifahrer bemerkt, dass wir Deutsche sind und spricht uns an. Wir waren 4 Personen und er verlangte 180,- € nach Pompeji. Wir boten 120,- € und darauf ließ er sich ein. Leider regnete es auf der Fahrt. Wir Rentner brauchen keinen Eintritt zu bezahlen, das ist in Italien wie in Griechenland, nur die Deutschen bestehen auf einem Obolus.
Es gibt keine Hinweise in Pompeji in deutsch und so stolpern wir da herum. Am meisten haben uns die Strassen aus früheren Zeiten beeindruckt und die Befestigung derselben. Man hat einfach Eruptivgestein aus dem Vesuv genommen, glattgehauen, verlegt und schon war die Straße fertig. Auf Frost hat man keine Rücksicht genommen, den gab es hier nicht.
Nach einem Imbiss zeigt uns der Taxifahrer Neapel und fährt durch enge Gassen bis er uns in der Nähe unseres Schiffs absetzt. Wir trinken noch einen Cappuccino, bevor wir langsam auf das Schiff trotten.
Die Abendveranstaltung im Theater war die beste, die wir bisher gesehen haben! Zum Schluss kam der Kapitän und die ganze Mannschaft (nur ausgewählte Leute, sonst hätte die Bühne niemals ausgereicht) bis zum Steward und den Wischi-Waschi-Frauen gemeinsam auf die Bühne und verabschieden sich. Es war ein ganz, ganz toller Abschied!!! (Wischi-Waschi-Frauen sind die, die vor den Eingängen zu den Speisesälen stehen und darauf achten, dass jeder der eintritt, die Hände desinfiziert).

22.12.:
Frühstück gab es schon um 5.30 Uhr. Um 9.15 Uhr mussten wir von Bord sein und dies hat ganz gut geklappt. Im Flughafen von Rom war den ganzen Tag strahlend blauer Himmel. Leider ging unser Flieger erst um 18.30 Uhr. Doch mit Rotwein und einige Häppchen schaffen wir die Zeit. Wir haben halt Leute geschaut, das war ganz interessant. Um 21°° Uhr landen wir in Frankfurt und sind im strömenden Regen um 22.30 Uhr zu Hause.

Schlussbetrachtung.

Wir haben zum 1. Mal ein ausländisches Schiff gebucht und haben es nicht bereut. Im Gegensatz zu AIDA-Schiffen war da eine ganz andere Atmosphäre. Das Publikum war international! Es war halt eine friedliche Gemeinschaft, die sich zufällig auf dem Schiff getroffen hat. Hier konnte ein jeder machen wonach er Lust hatte. Die Amerikaner erschienen in Hosenträger die mit Kordeln verlängert waren (natürlich nicht alle), eine Inderin trug einen sehr schönen Sari und Menschen aus Fernost traten in ihrer Kluft auf. Niemand drängelte und beschwerte sich obendrein, dass man ihn nicht mit der gebotenen Höflichkeit behandelte, die seinem Stand entsprach!
Die Shows waren international, die könnten in jeder x-beliebigen Großstadt aufgeführt werden. Da waren Künstler, die schon in der Metropolitan aufgetreten sind. Es waren überwiegend Philippiner die uns bedienten.
Der Abschied fiel uns schwer und Hotelmanager war extra angetreten, um uns zu verabschieden. So etwas haben wir auf keinem anderen Schiff erlebt.
Zum Essen gab es nie das Gleiche. Man konnte in einem der Restaurants speisen und das kostete eine Gebühr oder in einem der gemütlichen Speisesäle ohne Gebühr. Es gab Tische für 2 Personen, für 4 Personen und welche für 8 Personen aber immer war es interessant und man traf auf Gäste, die uns mit an der Unterhaltung beteiligten.

Nun einige Daten zum Schiff:
Länge: 295 m, Breite: 33 m
Indienststellung; 2006, Crew: 1154, Bordsprache: Englisch
Kabinen insges.: 1233
16 Esssäle mit/ohne Gebühr
13 Bars und Lounges, 2 Swimming Pools.
Wir können die Norwegian Jade nur empfehlen!
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