Durch das östliche Mittelmeer. (Teil 2)

Einige Impressionen aus Athen.
 
Athen.

15.12., Athen/Piräus

Der nächste Morgen in Athen/Piräus sieht vielversprechend aus, etwas Morgenrot. Da wir Athen schon einmal besucht haben, laufen zum "Hop-Hop-Bus", steigen um 10,30 Uhr ein. Die Rundfahrt kann jederzeit unterbrochen werden und kostet für 2 Personen 20.- €/Tag. Von Piräus geht es über den Hafen mit Schiffen der Reichen und geht weiter zur Akropolis. Die hat noch mehr Gerüste als beim ersten Mal als wir hier waren. Das Pflaster auf dem Weg zur Anhöhe ist sehr glatt, es ist mittlerweile bewölkt und wir laufen den Weg nur bis zur Hälfte. Wir besteigen den nächsten Bus, es ist recht kalt geworden. Eine Stadtbesichtigung per Bus soll folgen. Es ist Samstag - Mittagszeit und sehr langsam geht es voran durch das Marktviertel. Uns schießt der Gedanke durch den Kopf: wir bekommen unser Schiff nicht mehr. Um 14.30 Uhr haben wir es doch noch geschafft. Wir können uns nicht vorstellen, in sommerlicher Hitze in dieser Gegend zu sein. Am Abend im Theater hatten 2 Sänger und 7-Mann-Orchester die Show für sich und es war ganz, ganz super!

16.12., Izmir

Die Norwegian Jade bringt uns über Nacht nach Izmir, der 3. größten Stadt der Türkei.
Wir haben kein Ausflugspaket gekauft und laufen zu Fuß in die Stadt hinein. Meine Frau fragt einen netten Türken nach dem Weg und der nimmt uns einfach in seinem Auto zum Kulturpark mit. Um 10°° Uhr sonntags ist nicht viel los in der Stadt und im Park. So laufen wir die Strecke zum Schiff zurück. Dabei gelingen mir einige Aufnahmen von der Stadt.
Haben uns heute mit dem Steward unterhalten und er sagte: "Nix Weihnachten", denn das Schiff ist unterwegs mit 2700 Passagieren ins Neue Jahr nach Israel.
Am Abend waren Artisten aus Warschau in der Show, die sprachen ein gepflegtes Englisch und waren zuvor in der Metropolitan Opera aufgetreten.

17.12., Istanbul

Es regnet als wir in Istanbul einlaufen. Den Vormittag vertrödeln wir. Garry, der Hotelmanager des Schiffs, hält einen Vortrag über die Stadt, aber auf Englisch. Wir verstehen nicht alles, das war auch nicht schlimm. Mittagessen ist recht früh, denn wir haben einen Busausflug über 5 Std. gebucht. Pro Person 42.- € und es soll kurz nach 13°° Uhr losgehen. Klappt auch prima, denn der kleine Bus für 14 Personen steht auch gleich in der Nähe des Schiffs. Bis es nach Asien geht, also über die große Bosporusbrücke, bekommen wir einen Eindruck vom Verkehr in der 17-Mio.-Stadt. Er ist einfach chaotisch. Rettungswagen müssen auf den Straßenbahnschienen fahren, um überhaupt einigermaßen durchzukommen.
Der Aufenthalt in Asien war nur kurz. Aber das Schild "Willkommen in Europa" berührt uns schon!
Es gab mal 60 Moscheen in Istanbul, jetzt sind es 3200. Die Stadt ist 2.-größte in der Türkei mit geschätzt 17 Mio. Einwohnern. Entsprechend ist der Verkehr!!!
Wir sind in der 'Blauen Moschee'. Schön, dass man außerhalb der Gebetsstunden hinein kann. Lange Zeit waren die Gebetsteppiche aus reiner Seide gewesen und das Licht der Fenster brachte vielerlei Farben zum Vorschein. Heute sind das industriegefertigte Teppiche und man kann das Farbenspiel nicht mehr erkennen. Da es regnete, mussten wir vorm Betreten der Moschee die Schuhe ausziehen.
Wir hatten als Reiseführer einen netten jungen Mann, der in Deutschland (Hamburg) geboren wurde, aber jetzt wieder in seiner Heimat lebt. Er macht den Job bereits über 22 Jahre und er vertraute uns an, dass sein Sohn auf Betreiben der Ehefrau vor 2 Tagen beschnitten wurde.
Gegenüber der 'Blauen Moschee' steht die 'Hagia Sophia', bis 1453 eine christliche Kirche. Erst am 03. Juni 1453, nach der Eroberung durch Sultan Mehmet, wurde eine Andacht als Freitagsgebet abgehalten. In heutiger Zeit ist 'Hagia Sophia' ein Museum und war an diesem Tage geschlossen.
Dann führte man uns zu einer Teppich-Manufaktur, hier hätten wir nicht hinein gehen sollen!!!! Erst war es eine Brücke, die es uns angetan hatte. Und dann sahen wir unseren Traumteppich!!!! Wir beiden Verrückten haben die Teppiche noch nicht gekauft, doch in etwa 4 Wochen werden sie nach Deutschland geliefert. Sind dann noch durch den größten überdachten Basar gelaufen und meine Frau hat sich dort einen Bernsteinanhänger gekauft, so ganz billig war er nicht, trotz Verhandlungen über den Preis.
Von 13°° Uhr bis 18°° Uhr waren wir mit unseren Bekannten und dem Reiseführer unterwegs. Wir haben dem Reiseführer mit einem Bakschisch belohnt.
Abends sind wir ins Theater gegangen. 4 junge Männer, und vor allem der Bariton, waren Spitze im Gesang. Danach haben wir noch im Atrium gesessen und einem singenden Gitarristen zugehört und einen letzten Drink genommen.

18.12., noch Istanbul

Wir machen uns zu Fuß auf in die Stadt. Uns zieht es zu der großen Bosporus-Brücke. Auf dieser stehen ganz viel Angler und den Fisch den sie angeln, kann man essen!? Meine Frau geht alleine los über einen großen Fischmarkt unterhalb der Brücke. Es war nix mit Eis, um die Fische frisch zu, halten. Das Wasser aus dem Bosporus tat's auch!
Der Weg führt uns wieder auf das Schiff und wir vertreiben uns die Zeit bis zum Abend mit gammeln. Als wir das Rufen des Muezzins aus allen Moscheen hören sind wir überzeugt, dass wir das niemals vergessen werden.
Am Abend um 20°°Uhr legt das Schiff ab in Istanbul, jetzt haben wir 2 Tage auf See vor uns.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.