Die Stadt Marburg hat ihr neues Logo vorgestellt. Das Markanteste daran ist das rote "A" im Schriftzug von "Marburg", das man nach Angaben der Grafiker als Schlossberg interpretieren kann, oder auch als typisch Marburger Dachsilhouette.
Wie gefällt Euch das Logo? Und was seht Ihr darin?
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Mein erster Gedanke als ich das Bild sah, war: "Ach du liebe Zeit!! Und mit diesem Zeichen soll ich Marburg assoziieren??" In dieses "A" kann man nun so ziemlich alles, was einem einfällt hinein interpretieren ... da sehe ich z.B. ein Dach mit Solarzelle, einen Berg mit Bergbahn ... Erst beim Lesen des verlinkten Artikels erfährt man, dass nicht dieses "A" das neue Logo, sondern dass dies nur ein Teil dessen ist. Wäre es denn nicht einfacher (und billiger) gewesen, wenn die Stadt sich auf eine der 40 (!) bereits vorliegenden Darstellungsformen geeinigt hätte? Insgesamt gefällt mir das "A" IM neuen Logo allerdings nicht schlecht. Liebe Grüße von Edith
Mich erinnert das A spontan an das Arbeitsamt. Natürlich nur, wenn man es nicht im Zusammenhang sieht.
Ich finde auch das es ziemlich unnötig war ein neues Logo zu entwerfen. Wenn man nicht nur die Erstellungskosten betrachtet, sondern auch die ganzen Folgekosten. Visitenkarte, Briefpapier usw. muß alles neu angeschafft werden. Marburg scheint Geld übrig zu haben. ;-)
Schön ist was anderes.
Respekt! 9000 Euro für so etwas? Das Geld wäre bei mir besser aufgehoben gewesen...
Aber im Verhältnis zum Logo der Deutschen Bahn AG ist das ja noch seeehr günstig. Bei dem Logo der DB AG war man ja auch sehr kreativ gewesen. Hier wurden damals ja lediglich die Farben des Bundesbahn Logos vertauscht und sonst nichts.
Rund 30000 Euro hat ja auch der Farbwechsel bei der "Bundesanstalt für Arbeit" zur "Bundesagentur für Arbeit" gekostet. Vorher war der Kreis weiß und das A rot, danach war der Kreis rot und das A weiß....
Warum für "M"arburg überhaupt ein "A". Eigentlich völlig abwegig.
Wenn ich dieses "A" irgendwo sehen würde, wäre Marburg wohl das letzte woran ich denken würde.
Vielleicht an Amöneburg, Augsburg, Ahlen, Aachen. Aber sicher nicht an mArburg oder kirchhAin, stAdtAllendorf, stuttgArt, hAmburg....
Mal abgesehen davon, dass ich es künstlerisch nicht besonders anspruchsvoll finde, nur einen Buchstaben zu gestalten und den Rest des Schriftzuges in langweiliger 0815-Schrift zu belassen, erinnert mich das hervorgehobene A, wenn auch seitenverkehrt, doch fatal an das SA-Emblem aus der Nazi-Zeit (zu sehen etwa bei wikipedia "SA"). Mag sein, dass ich als Geschichtslehrer etwas voreingenommen bin und es liegt auch sicherlich keine böse Absicht vor, doch kann man ja vielleicht die Idee noch einmal überdenken (bevor es an das Drucken der Visitenkarten geht!).
@Walter: Im verlinkten OP-Artikel steht: "Auf der Suche nach einem neuen Logo fanden Mitarbeiter der Verwaltung heraus, dass die Stadt Marburg mehr als 40 unterschiedliche Darstellungsformen im Schriftverkehr und bei öffentlichen Präsentationen verwendet." Eine Darstellungsform wäre bestimmt zu verwenden gewesen ... so hätte mir z.B. die Darstellungsform, die du empfiehlst, auch sehr gut gefallen!
Ja-nein-da fehlt noch was. Warum machen Sie einen solch genialen Gedanken gleich wieder kaputt. Prima - die Schriftart - genial das "A". Aber dann: Universitätsstadt muss doch " Die Universitätsstadt" lauten- mehr Selbstbewußtsein bitte. Und das Stadtwappen - so bitte nicht. Das zieht doch alles runter. Warum machen Sie nicht aus dem Schimmelreiter ein Wasserzeichen, das sich hinter dem Schriftzug befindet. Dann wird es ein innovativer Schritt - dann wird das Logo zu einem neuen Selbstbewußtsein für Marburg - für eine Identität, mit der sich die Bürger identifizieren und "Marburg nach außen tragen.
Das ist meine gut gemeinte Anregung.
Ihr
Erhard Dörr
Für Rückfragen 06462-5185
Die Knete, die man nicht selbst hart erarbeiten muss, gibt sich besonders leicht und schnell aus. Hätte man auch als Wettbewerb an den Schulen ausschreiben und dem Sieger die Klassenkasse füllen können. Nein, Werbeagentur und Kreativdirektor klingt natürlich geiler und lässt die Verwaltungshengste lauter wiehern.
Als Mann vom Fach (Dipl-Designer (FH)) möchte ich versuchen deutliche Kritik am Logo zu üben. Zu erst muss ich klar stellen das nicht für eine Agentur arbeite die, die anderen Logos gestaltet haben.
Leider ist das Logo sowohl Fachlich als auch Technisch nicht sehr gut durchdacht.
Da ich aus der Ecke der Typografie komme, (Schriftenkunde, Gestaltung mit Schriften) werde ich auch da anfangen. Es scheint eine besondere Version der Eurostile zu sein. Nun, die Eurostile wirkt wirklich modern. Ihre rechteckig anmutenden Glyphen (Buchstaben) kommen aus der Ära des Bauhauses. Sie hat allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Für mich als Designer ist längst überholt und völlig ausgelutscht, da sie häufig verwendet wird. Inzwischen gibt es weit aus bessere und vor allem viel dynamischere seriöses Schriften ohne Serifen. Warum als diese seltsamen Kastenformen nehmen? Die Kehrseite ist nämlich das es starr und unbeweglich wirkt.
Das "A". Ich verstehe immer noch nicht warum das A herausgestellt wird. Wie soll sich Marburg mit einem A identifizieren? Ein "M" oder sogar "MR" hätte ich für weitaus pfiffiger gehalten. Dass das A mal alleine stehen kann wird wohl passieren. Es fehlt einfach die Verbindung zu Marburg. Gestaltungstechnisch kommt noch hinzu das der Mittelstrich des A zuerst nach unten führt. Eine sehr negative Aussage in einem Logo. Auch schafft es das durchaus dynamische A nicht, das insgesamt starre Logo aufzulockern.
Am wenigsten gefallen mir die Linien. Sie bergen obendrein auch noch einige technische Probleme. Zuerst einmal sind horizontale Linien zwar ganz nett aber sie streichen auch in diesem Fall das Logo durch. Auch wenn sie nur im Hintergrund liegen. Sie machen das Logo unruhig. Technische Problem gibt es, wenn das Logo in kleinen Größen dargestellt werden soll. Hier auf der Seite super zu sehen. Auf der kleinen Vorschau des kompletten Logo kann man sie gar nicht erkennen. Auch auf Briefpapier wird man bei Verkleinerungen Probleme erhalten. Bei der Logo-Entwicklung ist aber auch noch zu bedenken das ein Logo in der Negativen Variante funktionieren sollte und auch einen reinen Schwarz/Weiß Zeichnung (Denken sie an Stempel) Was passiert mit den Linien im Stempel? Graustufen stehen da nicht zur Verfügung.
Das Wappen finde ich so OK. Allerdings hätte ich der Stadt dazu geraten es schrittweise zu stilisieren, da ich auch da die Gefahr sehe das es in kleinen Größen nicht mehr zu erkennen ist. Aber hier muss man sagen das da die Vorgaben von der Stadt kamen.
Als letztes noch ein paar Wort zu dem Preis. 9000 EURO hören sich für einen Laien viel an, aber man muss bedenken das der Designer das einem erhält das Logo aber weit mehr als 900000 mal eingesetzt wird. Der Designer gibt ein Bild vor wonach sich das CI/CD /Corporate Identity/Design) maßgeblich richtet. Was ich allerdings vorausgesetzt hätte wäre das komplette CI/CD für den Preis auszuschreiben. Die Agentur die das Logo entwickelt sollte unbedingt auch das gesamte Erscheinungsbild mit dem Logo entwickeln.
Den Preis für derartige Leistungen von der Auflage abhängig zu machen, ist eine landläufige Masche von Agenturen, die Auftraggeber über den Tisch zu ziehen. Unternehmen und Kommunen, die sich darauf einlassen, sind schlecht beraten und dokumentieren damit ihre Unerfahrenheit auf diesem Gebiet. Es geht nämlich auch anders, vor allem dramatisch preiswerter.
9000.-€ für diese Leistung hören sich nicht nur für Laien viel an. Andererseits gebe ich zu bedenken, dass es gerade diese Laien sind, die durch ihre Arbeit erst die Mittel für derartige Escapaden erwirtschaften. Und nicht wenige von ihnen müssen ein halbes Jahr lang hart schuften, um diese Summe netto in der Tasche zu haben. Machen Sie denen das bitte mal begreiflich, Herr Weigel!
Unvoreingenommen betrachtet, fand ich das Logo "ganz nett".
Nach lesen der Kommentare und nachdem ich mir so meine Gedanken gemacht habe finde ich das Logo überhaupt nicht mehr gut.
Was soll das "A" symbolisieren ?
Mit der gegebenen Erklärung kann ich nichts anfangen.
Das "A" stellt für mich weder einen Schlossberg, noch ein Dach da.
Warum benutzt man einen solchen Schrifttyp ?
Marburg verbinde ich mit dem Schloss, der E-Kirche, der historischen Altstadt und mit geschichtsträchtigen Boden und nicht mit Bauhausoptik.
Eine Schrift / Unterschrift sollte schon zur Stadt und ihrem Charakter passen.
Den Vorschlag von Christine Eich, ein solches Projekt an Schulklassen zu vergeben fand ich prima.
Die Schüler hätten sich bestimmt über eine Klassenfahrt gefreut, das Ergebniss wäre bestimmt besser ausgefallen.
Wie Karl Heinz schon schreibt empfinde ich die Summe von 9000.-€ für einen Entwurf als lächerlich hoch.
Das mag daran liegen, dass ich "nur" Arbeiter bin, aber bestimmt könnte ich mit Hilfe meiner Freunde ebenfalls ein Logo erstellen.
Bin mir sicher wir würden das Geld für gute Zwecke spenden.
So kann man halt Zeit und Geld verplempern. Die Grafikfirma trifft kein Vorwurf. Sie hat eine Zahl genannt und die Stadt hat sie akzeptiert. Bleibt zu hoffen, dass sie mit dem neuen Logo nun einen rasanten Aufstieg nimmt, der alle finanziellen Probleme löst. Dann wären die 9000.-€ in der Tat ein paar Peanuts für einen guten Zweck. Ich befürchte nur, dass das Logo lediglich das städtische Briefpapier sowie die Anstecknadeln für besondere Verdienste zieren und von der Öffentlichkeit innerhalb und außerhalb der Stadt kaum wahrgenommen werden wird. Schade ums Geld.
Ein Unternehmer weiß in der Regel, was er mit einem neuen CI erreichen kann und will, bevor er Geld investiert. Bei der Stadt bin ich mir nicht so sicher. Und dann entsteht leicht der fade Beigeschmack von Jux und Tollerei. Was soll's, der Käse ist längst gegessen.
Ich sehe das vereinfachte Symbol vom Adobe Reader -Programm, 8.1.0
Einer Seits finde ich gut, dass auch die Design-Agenturen eine Gelegenheit bekommen, an Geld ranzukommen!
Warum sollen nur die Banken und die Autoindustrie mit Milliarden unterstütz werden?! - uns was für Löhne und Prämien bekommen den die Designer dieser Firmen?! - und das nicht nur 1 mal, sondern monatlich.
Da macht Euch doch mal da Gedanken! Da spricht aber keiner darüber.
Von der Stadt Marburg finde ich schon Supper, Geld beiseite zu legen für moderne Kunst und Design!
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