Wie solidarisch sind Marburgs Ordnungsamtsdiener oder besser:

Ungerechtfertigt zum Strafzettel verdonnert
So am heutigen Nachmittag geschehen. Ich betreue beruflich schwerbehinderte Menschen. Dies mit voller Hingabe und Respekt. Am heutigen Nachmittag fuhr ich in Begleitung meines Mannes und meinem zu betreunden Rollstuhlfahrer mit meinem privaten PKW zu einem vereinbarten Gruppentreffen in einem Cafè in Marburgs Oberstadt. Wir parkten unser Auto am Straßenrand in der Straße "Am Plan" ( in direkter Nähe der Fußgängerzone), um den jungen Mann dann mit seinem Rolli zum Treffpunkt Marktplatz zu bringen. Da der Behindertenparkplatz fünf Meter daneben leider schon von einem Fahrzeug belegt war, entschieden wir uns kurzerhand für diesen Parkplatz. Ich legte den Behindertenausweis hinter die Windschutzscheibe, sodass ein Jeder es sehen konnte. Es sollte ja schnell gehen.
Dann machten wir uns auf den Weg. Als wir zurück kamen, befand sich ein Strafzettel hinter unserem Scheibenwischer. Und da fuhren schon die netten Herren, offenbar erneut ,an meinem Wagen vorbei. Mein Mann und ich, fuhren direkt hinter ihnen her und als die folgende Ampel rot wurde, stieg mein Mann aus und fragte die beiden Herren, ob sie denn nicht den Behindertenausweis hinter der Scheibe gesehen hätten und sagte, dass wir eben nur den jungen Rollifahrer auf den Marktplatz gebracht hätten. Die Ordnungshüter winkten sofort mit der Aussage : "Da darf man gar nicht parken" ab.
Da fragt man sich doch: ,,Wie tolerant sind Ordungshüter gegenüber behinderten Menschen?” und des Weiteren , ob denn überhaupt bei der Kontrolle der beiden bediensteten Herren aus dem Fahrzeug ausgestiegen wurde und der Rolliparkausweis bemerkt worden war!?, denn "ein" Foto wurde zur aller Sicherheit auch noch geknipst, jedoch nur das falsch parkende Fahrzeug von hinten. Offenbar im Vorbeifahren!? Um dann neben dem Fahrzeug kurz zu stoppen, um das Knäulchen noch hinter den Scheibenwischer der Beifahrerseite zu stecken.
Mein Mann bat den Ordungshüter an der roten Ampel noch, bitte davon abzusehen und es rückgängig zu machen. Kurz und knapp folgte seine Aussage: "Das geht jetzt nicht mehr, ich kann das nicht rausnehmen.” Können und wollen sind hier wieder zwei Aspekte. Mein Mann sagte: ,,Okay, dann werde ich mich bei ihrem Chef beschweren.” Die Ampel wurde zum Glück beider Bediensteten grün und für sie war die Sache erledigt.
Als wir im Ordungsamt ankamen, war der Chef bereits mit samt dem Foto "von hinten", von seinen Kollegen über den Sachverhalt unterrichtet worden und entsprechend war auch seine Reaktion.
Ich finde es so schade und bedauerlich, dass die Herren nicht ein wenig Solidarität aufweisen konnten, denn man sollte vielleicht in solchen Situationen mal ein Auge zudrücken und die Paragraphen und Gesetze ein wenig der Situation anpassen.
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8 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.05.2014 | 00:09  
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Klaus Dieter Hotzenplotz aus Marburg | 09.05.2014 | 02:00  
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Alexandra Schwitalla aus Marburg | 09.05.2014 | 07:47  
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 09.05.2014 | 08:00  
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Alexandra Schwitalla aus Marburg | 09.05.2014 | 13:12  
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Johannes Linn aus Marburg | 10.05.2014 | 15:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.05.2014 | 16:33  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 10.05.2014 | 18:19  
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