Rückkehr von Ostseeumrundung - Benefiztramptour bringt fast 5000€ ein
Mit Pokerspielern, Nationaltrainern und Großwildjägern im Auto: In Rekordzeit konnten wir die Benefiztour rund um die Ostsee zrücklegen.
Marburg. Am Samstag sind wir unbeschadet von unserer Ostseeumrundung zu Gunsten eines südafrikanischen Waisenheims zurückgekehrt. Gegen 18.00 Uhr trafen wir an unserem Ausgangspunkt in "Marburg Mitte" ein und blieben mit einer Gesamtreisezeit von 6 Tagen und 10 Stunden für 5503 getrampte Kilometer deutlich unter der angepeilten Marke von 15 Tagen.
Per Anhalter waren wir am Sonntag, den 28. März mit dem Zelt im Rucksack gestartet, um trampenderweise Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden und Dänemark zu durchqueren. Wie bei einem Spendenlauf haben wir dabei Geld gesammelt: Für jeden getrampten Kilometer konnte man für 1€ die Patenschaft übernehmen. Jeder kann noch bis Ende des Monats die Patenschaft für einen Teilabschnitt der Strecke übernehmen, indem er einen Euro pro Kilometer des gewünschten Abschnittes über die Homepage www.ostsee2010.jimdo.com direkt nach Südafrika spendet. Auf diese Weise ist bereits eine Summe von über 4800 € zusammengekommen- aktueller Stand ist immer hier nachzulesen .
Während der Tour wurde unsere Homepage von unserem Freund Wulf Hamel laufend auf dem neuesten Stand gehalten. Bilder, Texte und Tondateien können dort noch immer abgerufen werden. Da jeden Morgen verschiedene Sender des hessischen Rundfunkes per Telefon Interviews mit uns abhielten, erlangte die Aktion neben der Berichterstattung z.B. in der Frankfurter Rundschau, der Oberhessischen Presse und dem Südkurier einigen Bekanntheitsgrad, so hatten sich auch einige Landtags- und Bundestagsabgeordnete zur Unterstützung der Aktion bereit erklärt.
Neben dem sozialen Aspekt der Spendensammlung haben wir auch unterwegs viel Interessantes in den verschiedenen Ländern erlebt: So sind wir mit der Fähre durch die vereiste Ostsee gereist, wurden in eine finnische Sauna und zu einem polnischen Mittagessen eingeladen, bekamen von einem polnischem Pärchen in einer nächtlichen Stadtrundfahrt Warschau gezeigt, fuhren mit einem in Shanghai lebenden finnischen Berufspokerspieler und waren mit dem ehemaligen Chefcoach der estnischen Skisprungmannschaft unterwegs. Zu unseren Mitnehmern zählten auch deutsche LKW-Fahrer, estnische Fischtransporter, polnische Russischlehrer, schwedische Bären- und Nashornjäger oder ehemalige schwedische Fußballprofis. Eine bemerkenswerte Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft zeichnete die allermeisten Leute aus, die wir unterwegs trafen, - das trug maßgeblich dazu bei, dass es uns gelang, dieTour in 7 Tagen statt den angekündigten zwei Wochen zurückzulegen. Wir können nach dieser Ostseeumrundung nur unsere bisherige Meinung über die Reiseform Trampen bestätigen- Vorsicht ist geboten, aber man erlebt einfach unglaubliche Menschen und Situationen, die in unserer heutigen durchzivilierten Welt nicht mehr möglich scheinen...
Auf vielleicht eine der letzten Arten, in Zentraleuropa noch wirklich Abenteuer zu erleben konnten wir so auch noch eine soziale Komponente fördern - doch das hätten wir alleine nie geschafft:
Für die gute Zusammenarbeit mit den Medien, besonders den Sendern des hessischen Rundfunks, und die Unterstützung durch zahlreiche Personen des politischen und öffentlichen Lebens möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken.
Unseren Sponsoren, ganz vorne der Outdoorladen Tapir und der Intersport Begro auch ein herzliches Dankeschön: Super ausgerüstet konnte uns auch die nordskandinavische Witterung nichts ausmachen...
Ganz besonderer Dank gebührt natürlich all denen, die uns in ihrem Fahrzeug mitgenommen haben und allen Spendern, die unserer Aktion überhaupt erst Sinn gegeben haben. Nur dank solch engagierten und hilfsbereiten Menschen in Deutschland und ganz Nordeuropa können wir nun im Sommer eine stolze Summe an das Baphumele´s Childrenshome in Kapstadt übergeben.
Bis Ende des Monats ist Spenden noch möglich, wir hoffen die Summe von 5500€ (die Länge der zurückgelegten Strecke) noch bis Mai zu erreichen...
Auf jeden vielen herzlichem Dank an alle beteiligten und freundliche Grüße,
Friedrich Haupt & Jannis Gerling




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