Singen im Meisterchor – Nichts leichter als das

Aus dem Mainzer Ortsbezirk Bretzenheim kommt ein Chor, der es in sich hat: 2010 schloss sich eine Reihe von singbegeisterten Damen zum Frauenchor LUNA zusammen, der seitdem an mehreren Wettbewerben teilgenommen und so manche Auszeichnung mit nach Hause genommen hat. Seit November 2015 darf er den Titel eines Meisterchors tragen. Im selben Monat ist er auf Platz 12 beim Voting für den Deutschen Chorgipfel gewählt worden. Geleitet wird LUNA von dem vielseitigen Mainzer Musikpädagogen Pascal Martiné, der auch zehn Studentinnen der Johannes Gutenberg-Universität zu seinen Schützlingen zählt.
Eine von ihnen ist Nikola Franke (19), die an der JGU Katholische Theologie studiert und seit über zwei Jahren bei LUNA mitsingt. Die an Musik und Literatur interessierte Nikola, die sich schon im Blockflötenorchester Mainz engagiert hat, ist von ihrer Mutter an die Chortätigkeit herangeführt worden – wie viele andere ihrer Kolleginnen. Die Liste der bisher gewonnenen Wettbewerbe sollte jedoch nicht abschrecken, denn: „Wir sind alle ganz normale Menschen“, verrät Nikola. „Auch Frauen ohne Gesangs- und Chorerfahrung können bei uns mitmachen. Wir suchen immer neue Leute.“ LUNA begreift sich also nicht als elitär, aber ein gewisser Ehrgeiz zur Weiterentwicklung schwingt natürlich mit. „Es werden auch mal Hürden genommen“, meint Nikola. „Wenn unser Chorleiter ein Lied als eventuell zu schwierig einstuft, dann sagen wir: Jetzt erst recht!“
LUNA sei ein verhältnismäßig kleiner Chor, der aber über einen großen Stimmumfang verfüge. „Unsere Alt II-Sängerinnen sind richtig cool“, verkündet Nikola stolz und verweist auf ein gutes Klangfundament und ausgeglichene Stimmen. LUNA ist kein Verein, was ihrer Meinung nach die Kreativität steigere. Alle machen freiwillig mit in diesem generationenübergreifenden Projekt, und das Zusammenspiel funktioniert wunderbar, keiner sticht heraus. Ohne die Vereinsgrundlage muss sich jede Sängerin im gleichen Maße persönlich engagieren. Dabei werden bestimmte Aufgaben gut verteilt. So ist Nikola zur Zeit die Pressebeauftragte des Chors, was ihr viel Spaß macht. „Es ist schon toll, wenn dann ein Text veröffentlicht wird, von dem ich weiß: Ja, den habe ich geschrieben!“
Aktuell singen 20 bis 25 Frauen bei LUNA mit, von denen gut die Hälfte noch an der JGU studiert oder diese bereits absolviert hat. Die Mitgliederzahl schwankt immer ein wenig, wenn eine Kommilitonin gerade ein Semester im Ausland verbringt, neue Mitstreiter kommen, die vielleicht noch zur Schule gehen, oder manche den Chor verlassen. LUNA tritt sowohl öffentlich als auch privat, im großen und im kleinen Kreis auf. Benefizveranstaltungen und städtische Feste umrahmen sie musikalisch, ebenso wie Hochzeiten. Außerdem haben sie über Pascal Martiné Kontakt zu anderen Chören aufgenommen, unternehmen kleine Konzertreisen und haben sogar schon CDs eingespielt. Ihr Repertoire umfasst hauptsächlich geistliche Literatur und Volkslieder, die von Martiné arrangiert werden. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich unter www.frauenchor-luna.de und www.facebook.com/FrauenchorLUNA ausführlich informieren. Es ist eine spannende Sache.
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