Nebelbraut

Als wundersam die zarten Feen
wieder mit dem Schleier weh'n,
fein gewebt aus Nebelseide
in der Natur gelb-rotem Kleide

und die Lüfte sanft sich regen,
fein wie Staub ein Nieselregen,
die Winterastern üppig blüh’n
und die letzten Vögel zieh'n

im frühen grauen Dämmerlicht,
dann Sonne durch die Wolken bricht.
Wenn kühler Atem nicht verweht,
ist das Jahr schon etwas spät.

Die Kinder singen herbstlich Lieder,
verwelkt ist lang der weiße Flieder.
Die Luft schmeckt rauchig überaus,
liebes Grün sieht müde aus.

Doch lädt der Herbst sich Gäste ein,
denn eine Hochzeit soll heut sein!
Die Braut ist Fee im Nebelkleid.
Traum, Märchen oder Wirklichkeit?

Karin Fluche 9/14

Eigene Handzeichnung: "Herbstblätter"
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