Wind-Gedanken

Der Wind begleitet unser Leben,
kann luftig leicht, so wandelbar,
Tag und Nacht Geschichten weben.
Ein großer Mime – offenbar.

Körperlos, auf dieser Hand,
mit der Verliebte sich berühren.
Unendlich zart im warmen Sand
kann der Wind die Sehnsucht spüren.

Hin und wieder teilt er auch
eines Menschen Sterbestunden,
der mit seinem letzten Hauch
bald das Jenseits wird erkunden.

Heute lädt er Vögel ein,
auf seinen Flügeln Platz zu nehmen.
Ihr Reiseleiter wird er sein
auf ihrem Flug ins ferne Jemen.

Lebensfroh, voll Tatendrang
Singt der Wind und fegt die Blätter
Sehr ordentlich zum Straßenrand.
Das macht er gern bei jedem Wetter.

Und in einer rauen Nacht,
da ist er ein Zerstörer..
dann tötet er, gibt keine Acht,
ein zorniger Verschwörer.

Er tobt in seinem engsten Feld,
freut sich an Angst und Schreien,
zeigt seine Macht der ganzen Welt,
will Kirchen gar entweihen...

Nach dieser Nacht spricht er dann leise
und im Kamin liegt rot noch Glut -.
In fast kindlich-sanfter Weise:
„Komm, verzeih, sei wieder gut!“

Und so haucht er einen Kuss
auf ein ängstliches Gesicht..
Es ist ein freundlich-lieber Gruss.
Mehr ... nicht!

K.F. 2013
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Karin Fluche aus Magdeburg | 25.07.2015 | 20:05  
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