Schwestern

Eine Ameise, so flink und klein,
tat, als müsst’ es einfach sein,
lief über meine linke Hand
so dass ich diese Worte fand.

In einem Bernstein, goldgefunkelt,
Zeit hat ihn leicht nachgedunkelt,
die Ameise scheint laufbereit,
die Schwester aus vergangener Zeit.

Ein sehr feines kleines Blättchen
dient ihr wohl als Reisehäppchen,
Sie war arglos, überrascht,
hat vom Rindensaft genascht.

Eine Tanne, wuchtig schwer,
stürzt plötzlich in das wilde Meer,
ihr „Blut“ ergießt sich über sie,
aus Schutzgefühl, aus Sympathie.

Erst nach vielen tausend Jahren,
sollten wir von ihr erfahren,
als ein Kind vom Ostseestrand,
wie ein Geschenk sie wiederfand.

Eine Ameise, so flink und klein...


Karin Fluche 3/15
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