Gedichtserie. Heute:De Oop un de Minsch

As Gott de Eer het nee`t erschaffen,
do mokt he ok ton End de Affen.
Hoch tofreden, vuller Glück,
Set he sik in`n sin Stohl torüch.

“Ji Open” seggt he,”schallt alleen,
De Kron vun miner Schöpfung ween.”

Doch holt, wat mut he denn da sein,
veel slimme, sittliche Vergeihn.
De Open drebens krütz un quer
To dritt, to veert un oft noch mehr.
Se levten sik in allen Logen,
fiv, sessmol an mang heeten Dogen.

Do packte Gott de blanke Nied.
De hebbt veel Sposs, dat geiht to wiet.
Drum, ok um ehren Trieb to zähmen,
bölgt he se an: “Ji schult ju schämen.
Ji ward nu prüde un gehemmt,
eifersüchtig un verklemmt.“

Un so passerts, de Freuden schwanden,
ne neege Spezies weer entstanden.
So harre Gott noch na den Open,
to goder Leest den Minsch erschopen.


WS
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