Gedichtserie. Heute: Auf Reise

Auf Reise

Einsam bin ich und begehr
meine Liebste jetzt hier her.
Doch das kann nur Wunschtraum sein,
bleib im Zimmer stets allein.

Außer mit den Magenkrämpfen
muß ich mit der Vielzahl kämpfen
aller Leute, die hier wuseln.
All die Kinder komm`m vom Schmuseln.
Darum laßt das Schmuseln sein,
dann bleibt eure Hütte rein.

Und beim Breakfast kann ich sehn,
sitzt ein Englishman – wie schön.
Mag er auch wißbegierig sein –
nicht mal beim Essen läßt er`s sein,
das Lesen ist sein Elixier.
Der arme Tropf kann nichts dafür.

Vielleicht ist er, vielleicht auch nicht,
ein kleines oder großes Licht.-
Jetzt weiß ich, er ist ein Dozent,
deshalb er viele Bücher kennt.
So ist es, wenn man vorschnell meint,
ein Mensch ist seltsam, wie es scheint.

Wenn man so in die Ferne reist,
dann weiß man erst, was es so heißt,
zu Hause seine Liebste lassen.
Hab ich im Schrank nicht alle Tassen?

Das Fernweh aber zieht mich raus,
doch bald bin ich zurück zu Haus.
Ich weiß die Liebe dort zu schätzen,
ich werde nicht so viel mehr hetzen.
Ich möchte Zweisamkeit nicht missen,
ich sehne mich nach vielen Küssen.


WS
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