Musikalische und märchenhafte Einstimmung auf das Weihnachtsfest
Eine bessere Einstimmung auf das Weihnachtsfest hätten sich die Besucher des Adventskonzerts des Jugendblasorchesters Lucka in der Pankratiuskirche der Stadt kaum wünschen können. Mit gewaltiger Musik erfüllten die 48 Musiker und 15 Sänger des Orchestervereins im Alter von elf bis 66 Jahren das voll besetzte Gotteshaus. Bekannt erfrischend war zudem die Moderation durch Hans Taube.
Begrüßt wurden die Besucher durch das Hobbyorchester, das vor der Kirche mit Weihnachtsliedern auf den Nachmittag einstimmte. Das Konzert selbst begann mit dem Adagio aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert und dem Freiheitschor aus der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi. Das alte englische Weihnachtlied „The First Noel“ brachte mit Sängerin Claudia Löser erste festliche Klänge in die Kirche.
Eine völlig andere musikalische Richtung, die jedoch ebenso gut beim Publikum ankam, waren Ausschnitte aus dem von Phil Collins komponierten Soundtrack des Walt-Disney-Films Tarzan. Für das Blasorchester zusammen gestellt wurde das Ganze von Jens Hunger, der sein Medley auch dirigierte: Voller Elan zeigten sich Trompeter und Schlagzeuger beim „Krach im Lager“ (Trashin' The Camp) und gefühlvoll die Holzbläser bei „Dir gehört mein Herz“ (You’ll Be In My Heart).
Schließlich wurde es weihnachtlich. Denn schon die melodiegebenden ersten Töne von „Vom Himmel hoch, da komm´ ich her“ sorgten für manchen wohligen Schauer bei den Zuhörern. Diese wurden im Folgenden mit einem großen Reigen bekannter Weihnachtslieder verwöhnt. Der Luckaer Frauenchor, von Hans Taube als „singende Engel von der Empore“ bezeichnet, ließ seine hellen Stimmen erklingen und verschiedene Bläsergruppen stimmten auf das Fest ein. Zu hören waren hier das Holzbläserquartett Linus Scheibe, Laura Schellbach, Jonas Schellbach, Franziska Stoll, die „Tenöre“ Marcus Große, Franziska Schütze, Sebastian Kratsch, Josh Schindler, das Flötenduo Sarah Schuhknecht und Katharina Schröder sowie Felix Schütze auf seiner neuen Trompete. Als Instrumentalsolisten brillierten außerdem Grit Reinhold (Trompete), Linda Muschalle (Saxofon) und Jens Hunger (Flügelhorn). Marcel Große zauberte ein Präludium von Johann Sebastian Bach auf der Kirchenorgel und die Brassband auf witzige Art eine Weihnachtsliederfolge. Mit dem Thema aus dem Weihnachtskultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurde das Publikum in eine von Glöckchenklang verzauberte Märchenwelt entführt. Orchesterleiter André Taube arrangierte dieses Stück auf Wunsch der Musiker eigens für das Orchester. Zugleich leitete er damit in den abschließenden Teil des Konzertes über, der mit einer Hommage an die Musik schlechthin in einem fulminanten Finale gipfelte: John Miles Tophit „Music Was My First Love“ brachte Gänsehaut-Feeling in die altehrwürdigen Kirchenmauern. Selbst André Taube war gerührt: „Ich bin beeindruckt von der meisterhaften Leistung, die meine Amateurmusiker und -sänger heute gezeigt haben, und mit welcher Hingabe alle dabei waren.“
Die weihnachtliche Reise beendeten alle Künstler mit der gemeinsamen Darbietung des Weihnachtsklassikers „Oh, du fröhliche“. Allzu gern hätten die sing- und spielfreudigen Interpreten ihre Zuhörer mit knallenden Peitschenhieben und schnellem Galopp der „Petersburger Schlittenfahrt“ in den weißen Winterwald entlassen, doch davon fehlte an diesem Tag jede Spur. Nach dem von Johannes Brahms vertonten Volkslied „Guten Abend, gute Nacht“ traten sie, noch immer begeistert von der Leistung der Musiker und Sänger, den Heimweg an.





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