Waschmittel ist im Haushalt ein Alleskönner 15.03.2016

Waschpulver statt WC-Reiniger Foto: Jana Behm
Strahlend weiße Toilette

Mit etwas Waschmittel wird die Toilette strahlend rein. (Quelle: Schöning/imago)
Kalk und Urinstein: Der Blick in die Toilette sorgt bei vielen regelmäßig für Unbehagen. Schon kurz nach der Reinigung zeigen sich wieder die ersten Ablagerungen. Mit vielen handelsüblichen Kloreinigern bekommt man den Schmutz nur schwer wieder weg und stochert verzweifelt mit der Bürste im Rohr herum. Dabei ist die Lösung ganz einfach.
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Waschpulver macht das Klo blitzblank, wenn man es mit Vorsicht handhabt. Die Anwendung ist ganz einfach: Ein bis zwei Teelöffel Waschpulver in die Toilette geben, etwa 15 Minuten einwirken lassen und anschließend mit der Bürste gründlich schrubben. Beim Test der Lifestyle-Redaktion von t-online.de hat das Ergebnis überzeugt.
Tenside bekämpfen Fett
Doch was macht das weiße Pulver für die Toilette so effektiv? Waschmittel setzen sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen. Tenside seien dabei der wichtigste Bestandteil, da sie das Ablösen von Schmutz bewirken, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Mit Hilfe der Tenside werden Fett und Schmutzteilchen erfolgreich entfernt.
Sogenannte Wasserenthärter binden den Kalk im Wasser und sorgen dafür, dass sich Ablagerungen leichter lösen. Zudem unterstützen die Enthärter auch die Reinigungswirkung der Tenside. Denn je kalkhaltiger das Wasser sei, desto stärker werde deren Reinigungswirkung verringert, so die VZHH.
Bleichmittel hellen Grauschleier auf
Damit die Wäsche keinen Grauschleier bekommt und Wein-, Obst- sowie Kaffeefleckenherausgewaschen werden können, wird vielen Waschmitteln, meist Vollwaschmitteln, Bleiche zugesetzt: Sie löst sich in Wasser auf und setzt Sauerstoff frei, welcher die Farbstoffe aufgrund seiner oxidierenden Wirkung zerstört, wie die VZHH berichtet. Zudem seien Bleichmittel antibakteriell. Und das kommt auch der Toilette zugute.
Enzyme lösen Eiweiße
Die Enzyme im Waschmittel sorgen dafür, dass sich Eiweiße, Fett und Stärke lösen. Bei der Wäsche werden mit ihrer Hilfe beispielsweise Schokoladen-, Gras- und Blutflecken entfernt. Da unser Urin auch Endprodukte unseres Eiweißstoffwechsels enthält, helfen die Enzyme unter anderem dabei, den Urinstein zu lösen. Gegen den unschönen Gelbstich auf der Wäsche und in der Toilette helfen optische Aufheller, die dem Pulver beigemischt sind. Diese lassen Weißes noch leuchtender erscheinen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Pulverkügelchen in kaltem Wasser nicht so schnell auflösen. Dadurch hat man noch einen zusätzlichen Peeling-Effekt. Und nach der Reinigung riecht es aufgrund der eingesetzten Duftstoffe angenehm frisch im Bad.

Weniger ist mehr
Übertreiben sollte man es aber nicht, denn in Kombination mit Wasser bildet Waschpulver eine Lauge. So ist auch diese Reinigungsalternative nicht ganz umweltschonend. Wichtig ist es daher, so wenig wie möglich zu benutzen. Und auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, die Lauge nur sehr verdünnt zu nutzen, damit Kunststoffrohre nicht angegriffen werden. Aus diesem Grund würde bei Waschmaschinen nach der Hauptwäsche zusätzlich kaltes Wasser in die Trommel fließen, bevor die Maschine die Waschmischung in den Abfluss abgebe. Daher ist es auch nicht ratsam, das Waschpulver über Nacht einwirken zu lassen.
Besser Handschuhe tragen
Doch nicht nur für die Toilette ist Waschmittel ein guter Helfer. Auch vergilbte Fugen oder helle Kunststoff-Gartenmöbel werden so wieder strahlend weiß. Kühl- und Gefrierschränke lassen sich mit einer milden Waschmittellauge ebenfalls schnell und gründlich reinigen. Das gilt auch für Flecken auf Teppich und Sofa. Um sicher zu gehen, dass die Materialien durch die Lauge keinen Schaden nehmen, empfiehlt es sich, diese zuerst an einer kleinen, unauffälligen Stelle zu testen. Zudem sollte man bei diesen Arbeiten besser Handschuhe tragen, damit die Haut nicht unnötig strapaziert und ausgetrocknet wird.
Fazit: Waschpulver statt WC-Reiniger ist für den Einsatz bei hartnäckigem Schmutz und wenn kein herkömmlicher Reiniger im Haus ist, eine gute Alternative. Allerdings sollte man es nicht übertreiben und ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Quelle: http://www.t-online.de/lifestyle/besser-leben/id_6...
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6 Kommentare
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 15.03.2016 | 23:03  
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Jana Behm aus Lößnitz | 16.03.2016 | 09:48  
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Reinhold Peisker aus Burgdorf | 16.03.2016 | 13:58  
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Jana Behm aus Lößnitz | 16.03.2016 | 21:25  
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 18.03.2016 | 23:09  
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Jana Behm aus Lößnitz | 19.03.2016 | 16:23  
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